Seit immer mehr Frauen es in der Politik zu was bringen, ohne die Quoten bemühen zu müssen, ist die politische Berichterstattung angenehmer geworden, weil oft schöner anzuschauen. Inhaltlich hat sich allerdings nicht viel verändert, außer dass bei internen Auseinandersetzungen die “Hackeln” noch tiefer fliegen und noch direkter von hinten zu kommen scheinen
Die bayrische CSU hat eben den Langzeitchef verabschiedet. Die Landrätin Gabriele Pauli hat damals seine Demontage eingleitet und wollte ihn, wie es scheint, gleich selber beerben. Das dürfte gründlich in die Hose gegangen sein, sie wurde am Parteitag – trotz Brandrede – nicht einmal ignoriert. Die schöne Landrätin hätte es aber schon früher wissen können, wenn sie eine alte Weisheit beachtet hätte: “Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter”.
Im Land des Tafelmeisters liegt die Sache anders. Dort kämpft Gabi Schaunig als Chefin ihrer Partei – SPÖ – gegen einen widerborstigen Unterführer, den klagenfurter SPÖ-Chef Ewald Wiedenbauer. Da fliegen derart die Fetzen, dass die Sache – obwohl eigentlich eine lokale Angelegenheit – bald österreichweit bekannter ist, als Jörg Haiders Tafelgeschehen. Nun wird angeblich nach einem Kompromiss gesucht, der beide Seiten das Gesicht wahren lässt. Es scheint fast so, als ob Frau Schaunig, wegen einer drohenden Niederlage beim Parteitag schon zurückrudern würde, obwohl – wenn die Berichte stimmen – eigentlich sie die besseren Karten haben sollte. Sie dürfte also auch verloren haben…
Und wie sieht´s bei den Männern aus? Der frisch gebackene Präsident Frankreichs, Nicolas Sarkozy, bekommt “millionen Küsse” zugeschickt. Ja, ja, die Welt ist hart aber ungerecht…
PS: Ganz sicher bin ich mir aber nicht, ob sich der Präsident über die zugeschickten Küsse so freut…