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6. Sep. 2007

das ist hier die Frage! :)

Der Landeshauptmann von Tirol, Herwig van Staa, soll den deutschen Ex-Außenminister Joschka Fischer bei einer Rede anlässlich einer Jubiläumsfeier des Deutschen Alpenvereines als Schwein bezeichnet haben – oder auch nicht. Jedenfalls kursieren im Netz zwei Tondokumente darüber. Auf einem hören die einen das Wort “Schwein”, auf dem anderen die anderen das Wort “Schweigen”. Angeblich wurde sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Na bravo, das ist wieder so ein trächtiges Thema, das in Wahrheit niemanden interessiert. Und trotzdem sind die Zeitungen voll davon. Sollte das Sommerloch nicht schon vorbei sein?

6. Sep. 2007

Als chronischer Ö3-Hörer ist mir das TamTam um das Team Österreich nicht entgangen. Dass dabei wirklich brauchbares herauskommt, möchte ich bezweifeln, denn die guten Leute sind berufstätig und werden es sich nicht leisten können, auf Einsatz zu gehen. Trotzdem wünsche ich den Initiatoren der guten Idee wegen viel Erfolg.

Zunächst kommt es mir etwas verdächtig vor, dass man für Katatrophenhilfe so wirbt, als ob man einen Event ankündigen würde. Das ist nicht nur unpassend, es kann auch ganz leicht junge Leute, die von solchen Dingen keine Ahnung haben, dazu verleiten, sich unter vollkommen falschen Voraussetzungen zu melden.

Natürlich nutzen auch massig Promis (vermeintliche und tatsächliche) das Team Österreich, um gratis und ohne viel Aufwand in die Medien zu kommen. Um zu wissen, dass die dann, wenn es wirklich einmal soweit ist, “gerade jetzt” keine Zeit haben, muss man kein Hellseher sein. Aber dazu sind sie auch nicht da, sie sollen ja nur die Rattenfänger für die anderen spielen.

Auf Ö3 hörte man auch Personen über ihre Anmeldung beim Team Österreich sprechen. Ich weiß, man kann nicht aus der Stimme und ein paar gesprochenen Sätzen auf eine Person schließen. Ich müsste mich aber schwer täuschen, wenn die vorgestellten Personen bei einer Schaufel hinten und vorne auseinanderhalten können, geschweige denn in der Lage sind, bei einem Sauwetter 12 Stunden durchzuschaufeln – ohne Dusche, WC, warmes Essen und mit leerem MP3-Player-Akku. Wenn ein Großteil des Teams aus solchen Leuten besteht, werden die Profi-Hilfskräfte im Einsatzfall alle Hände voll zu tun haben, um die Helfer zu versorgen :)

Vielleicht hat das Team Österreich gleich Gelegenheit, sich zu beweisen. Durch den Dauerregen droht ein Hochwasser, die Pegel steigen besorgniserregend. Interessanterweise hört man auf Ö3, seit die Hochwassergefahr konkret geworden ist, gar nicht mehr so viel über das Team Österreich…

5. Sep. 2007

Die Unsitte von Ministerien, mittels Medienkampagnen, die Bevölkerung zu informieren – oder sollte man besser sagen, den eigenen Minister zu beweihräuchern?, macht sich immer mehr breit. Trotz aller Kritik…

Nun hat gerade die Ministerin Doris Bures ihre diesbezüglichen Zahlen vorgelegt. 280.000.- Euro soll ihr Ministerium für Medienkampagnen ausgegeben haben. Frau Bures weiß aber ganz genau, wofür das viele Geld ausgegeben wurde, wie sie auf eine Anfrage des BZÖ über die Zielsetzung einer Kampagne präzise ausführte: “Die Inserate wurden zur Information der Öffentlichkeit über meine Arbeit in Auftrag gegeben”. Toll, jetzt haben wir schwarz auf weiß, was im Vordergrund steht. Die Ministerin herself ist´s, sie will besser dastehen. Es reicht halt nicht, dass sie ihre Arbeit sowieso in der Öffentlichkeit verrichtet – nein, die Öffentlichkeit muss noch extra um viel Geld darauf hingewiesen werden. Könnte es sonst etwa sein, dass die Arbeit von Ministerin Bures überhaupt nicht bemerkt oder gar falsch verstanden wird?

Aber wir wollen nicht allzu kritisch sein. Andere können es sogar noch besser, zB hat der Sozialminister fast doppelt soviel für Werbung ausgegeben. Dabei verkauft auch er überhaupt nichts :)

Die Inserate werden wohl hauptsächlich den Zweck haben, den Medien ein Geschäft zukommen zu lassen, um dadurch für die jeweilige Partei ein günstigeres Klima in den Redaktionen zu schaffen. Doch halt, das kann nicht sein – das wäre ja schon Korruption. Da müsste die Ministerin Bures doch glatt zu dem angedachten Verhaltenskodex für Beamte auch einen solchen für Minister andenken. Gut, viel Aussicht auf Realisierung hätte ein MInisterehrenkodex von vorneherein wohl nicht…

5. Sep. 2007

Nun habe ich die elektronische Zigarette schon etwa 2 1/2 Monate in Gebrauch (wie gesagt, nur im Büro). Durchschnittlich rauche ich jetzt gut 1/3 weniger normale Zigaretten. Das entspricht ein Minus von mehr als einer Stange im Monat.

In ca 2 Monaten habe ich bis jetzt nur 10 Nikotindepots verbraucht, obwohl im Büro die eZigarette den genzen Tag in Betrieb ist. Es schaut so aus, als ob durch die elektrische Zigarette am Ende eine Ersparnis von gut 30 Euro im Monat herauskommen wird. Das kommt natürlich auch darauf an, wie lange das Ding funktioniert bzw wann die ersten Ersatzteile (zB Akku) angeschafft werden müssen.

Gestern habe ich neue Nikotindepots – 20 Stk zu je 2,50 € – stark mit 18 mg Nikotin – erhalten. Der erste Eindruck ist gut. Der Geschmack ist intensiver als bei den bisher benutzten leichten Depots. Ich denke, die Starken werden meine Favoriten werden.

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Rauchen ohne Schadstoffe

 

4. Sep. 2007

Den chronisch schwer defizitären Bundesbahnen (ÖBB) ist nun scheinbar wieder einmal alles zugeschossene Geld ausgegangen. Vielleicht greift der oberste Sympathieträger der Bahn, Generaldirektor Martin Huber, gerade deshalb jetzt wieder – zum ca 97igsten Mal – den Individualverkehr an.

Die Straße sei viel zu billig und es würden hier nicht alle Kosten mitgerechnet donnert der Bahn-Mann. Mir ist aber nicht erinnerlich, dass der Individualverkehr kürzlich billiger geworden wäre, ja eher das Gegenteil ist der Fall. Wahrscheinlich hat sich im Kostenverhältnis zwischen Bahn und Straße sogar in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich was verändert. Wäre es nicht Aufgabe eines Spitzenmangagers, sein Unternehmen auf die Gegebenheiten einzustellen und trotzdem irgendwann Gewinne zu machen? Dazu bräuchte man aber kreative Ideen – weinerliches lamentieren wird sicher nicht helfen… ;)

Wahrscheinlich aber muss man die Huber-Äußerungen sowieso nur in die Kategorie “Theaterdonner” einreihen. Den ÖBB dürfte es nämlich wirtschaftlich eh ganz gut gehen. Denn sonst könnte man es sich sicherlich nicht leisten, ungefähr ein Drittel der potentiellen Fahrgäste mit den Rauchverboten – seit 1. September 2007 ausnahmslos in allen Zügen und sogar auf den Bahnsteigen im Freien – derart vor den Kopf zu stoßen…

1. Sep. 2007

Unter großem medialen TamTam beginnt gerade der Kongress der Kardiologen in Wien. “Der größte Kongress des Kontinents” ist es laut “Presse” und es sollen 25000 Herzspezialisten daran teilnehmen.

Man muss sich fragen, was bei einem Kongress mit 25000 Fachärzten herauskommen kann oder ob da gar alle Teilnehmer zu Wort kommen. In zweiterem Fall müsste die Zusammenkunft sicherlich Monate dauern. Herauskommen tut natürlich genau das, was bei jedem Monsterkongress herauskommt – nämlich nichts.

So schlimm ist das aber gar nicht, denn dazu sind solche Kongresse, die auf der ganzen Welt stattfinden, auch nicht da. Sie dienen ja immer nur dazu, dass die Pharmaindustrie die Ärzte für treue Dienste (PR-Arbeit, Pushen der eigenen Medikamente etc) entlohnen kann. Es sind zu allermeist bezahlte Luxusurlaube für die Mediziner auf Kosten der Industrie – eine Hand wäscht die andere… :)

Gerade eben haben die Präsidenten der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie und des österreichischen Ablegers, Kim Fox und Kurt Huber, ihre Pflicht erfüllt. Sie haben ihre Botschaft für Österreich abgelassen, andere Kongressteilnehmer werden es unter großem Medieninteresse für ihre Länder machen. Damit alleine macht sich für die Pharmakonzerne der Wien-Kongress-Urlaub schon bezahlt.

Für die Beamten hat unsere rührige Ministerin Doris Bures einen Verhaltenskodex angedacht. Dieser ist zwar unsinnig, weil bei den Beamten die Geschenkannahme sowieso strafrechtlich geregelt ist. Und wenn jemand ein Packerl Kaffee für die Amtsstube – bei odentlichen Firmen ist sowas natürlich nicht nötig, denn da bezahlt die Firma den Kaffee für die Pausen – annimmt, sollte das kein so großes Problem darstellen. Die Idee aber könnte man für andere Berufsgruppen, die von der strafrechtlichen Geschenkannahme nicht so erfasst sind, weiterverfolgen. Sicherlich interessant wäre so ein verbindlicher Verhaltenskodex für Kongress- und Seminarärzte bzw Ärzte, die Privatgeschäfte in den Spitälern machen. Vielleicht könnte man damit das schiefe, in Richtung Korruption zeigende, Licht wieder etwas gerade rücken ;)

 

PS: In den Zeitungen steht, dass diese großen Kongresse früher immer in den USA gewesen wären und jetzt wegen der schwierigen Einreisebedingungen auch in Österreich stattfinden würden. Ich glaube das eher nicht, ich vermute vielmehr, dass die Leute gerne hierher kommen, weil man bei uns noch in den Gasthäusern rauchen darf… ;) :)

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