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5. Okt. 2007

Die ÖVP müsse die “die radikalen VP-Lehrervertreter einfangen”, meinte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina. Offenbar hat er die SPÖ-Lehrervertreter bereits eingefangen, oder?

Der scharfsinnige (Geschäfts)Führer meinte auch, es sei inakzeptabel, dass Lehrervertreter “auf dem Rücken der Schüler beinharte VP-Parteipolitik in den Schulen betreiben” und es könne auch nicht sein, “dass sich die Lehrer ihre Schüler aussuchen”. Na, der hat die Lehrervertreter aber gründlich durchschaut… ;)

Wie ist es aber wirklich – was haben die Mittelschullehrer vom SP-Schulexperiment wohl zu erwarten?

- Ihre Arbeit wird schwieriger werden. Vier Gruppen von Schülern – von “gerade noch” (3. Leistungsgruppe der Hauptschüler) bis “fast Genie” (guter Gymnasiast) – in einer Klasse so zu unterrichten, dass alle davon profitieren, ist eine schier unlösbare Aufgabe.

- Ihre Arbeit wird unbezahlt mehr werden. Es wird kolportiert, dass alleine für administrativen Tätigkeiten, die bis jetzt nicht nötig waren, ungefähr 140 Stunden mehr zu leisten sein werden.

- Ihre soziale Stellung wird geschwächt, weil künftig Hauptschullehrer, die nicht studieren mussten, die gleiche Arbeit verrichten werden.

- Letztendlich werden die Mittelschullehrer auch weniger verdienen, weil sich bei den unterschiedlichen Löhnen der nichtstudierten Hauptschullehrer und der akademischen Mittelschullehrer etwas tun muss, wenn beide die gleiche Arbeit verrichten. Im öffentlichen Dienst (wie sonst auch überall) ist bis jetzt noch bei jeder Reform nach unten nivelliert worden und es gibt keine Anzeichen, dass das diesmal anders sein würde.

Muss sich da wirklich noch jemand wundern, dass die Mittelschullehrer sauer sind? Eigentlich nicht, nur “Menschenkenner” Kalina hat sofort erkannt, dass da nur Parteipolitik dahinter stecken kann. Na ja, wie der Schelm denkt, so ist er wahrscheinlich :)

Der gute Josef Kalina sollte einmal “rote” Mittelschullehrer über die Schulpläne reden hören, wenn sie sich sicher fühlen, weil keine Parteigänger dabei sind. Er wird doch nicht ernstlich glauben, dass die anderer Meinung sind. Nein, er ist nicht dumm und er wird das natürlich eh wissen. Und ich dachte “Hände falten” und “Goschn halten” gäbe es nur auf der anderen Seite… :)

3 Kommentare »

  1. kritikus schreibt:

    Nachtrag:
    Bei Jürgen Wutzelhofer – SPÖ ist zu lesen:

    “aber a propos betonierer, ich kanns mir nicht verkneifen: soll auch vorkommen, dass sich ein paar verirrte SP-AHS-gewerkschafter dem ÖVP-streik angeschlossen haben. das ist übel, sehr übel. und es ist: klientelpolitik, mutwillige desavouierung einer ministerin, die seit jahrzehnten erstmals wieder positive schritte setzt, panikmache und aufhetzen von eltern, und daher mehr als abzulehnen. da kann es keinen unterschied geben”

    Das ist genau das, was ich meinte – das ist eine gefährliche Drohung gegen die “Rebellen”. Wenn die erwischt werden, werden sie dort, wo die SPÖ das Sagen hat, sicherlich nichts mehr werden. Der Titel des Artikels ist übrigens “gfraster“. Wer damit gemeint ist, wird nicht weiter erläutert… :)

    5. Okt. 2007 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Grauslich und fassungslos! schreibt:

    [...] kritikus.at Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … « Josef Kalina der Menschenkenner [...]

    6. Okt. 2007 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Ärztstreik droht! schreibt:

    [...] Anders schaut es da aber bei den Mittelschullehrern aus. Deren Anliegen ist ähnlich, auch bei ihnen geht es letztendlich um´s Geld, aber es gibt da sofort Aufruhr, obwohl hier doch lediglich Dienstellenversammlungen (wobei nur 1 Unterrichtsstunde entfallen ist) abgehalten wurden. Da ist eine Ministerin gleich schwer gekränkt und beleidigt und ein scharfsinniger Bundesgeschäftsfüher erkennt sofort, dass da nur “schwarze” Parteipolitik auf dem Rücken der Schüler gemacht wird. [...]

    6. Okt. 2007 | #

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