Durch einen Blog-Beitrag von Oliver Luksic bin ich auf einen Artikel der FAZ gestoßen, der mich aufhorchen ließ.
Da wird doch glatt behauptet, die Deutsche Bahn hätte ihre CO2-Bilanz laufend geschönt und die Zahlen würden überhaupt nicht stimmen. Anstatt der von der Bahn oft verlautbarten 53 Gramm CO2 je km und Passagier im Fernreiseverkehr würde der tatsächliche Ausstoß (laut deutschem Umweltbundesamt) 110 Gramm CO2 betragen. Interessant dabei ist, dass dieser Wert nur unwesentlich unter dem CO2-Ausstoß von Fernreisen mit dem CO2-verruchten Pkw liegt. Den geringsten CO2-Ausstoß je Passagier haben demnach Busse mit nur 40 Gramm.
Gut, dass das nur in Deutschland so ist. Unsere ÖBB ist da sicher ehrlicher und arbeitet auch viel effizienter…
Und überhaupt! Das ist alles von der Autolobby (eventuell auch Buslobby) gesteuert, die haben den FAZ-Artikel gekauft und das deutsche Umweltbundesamt geschmiert…
angeblich haben die die Wartung und Produktion der Infrastruktur nicht miteinberechnet, weswegen die Bilanz dann soviel besser sei, als die anderer Verkehrswege. Aber ich frage mich, wie bei den Bussen der Boden unter den Füßen wäre, wenn es keine Straße gäbe…
24. Okt. 2007 | #
Ist schon klar, dass jeder beim Berechnen darauf achtet, ein für ihn positives Ergebnis zu bekommen. Neutrale Wissenschaftler oder gar Experten scheint es fast nicht mehr zu geben … – leider!
Im oben erwähnten Artikel finde ich nicht die Werte so positiv, sondern die Tatsache, dass dort bestätigt wird, dass auch Bahnfahren CO2 produziert. Das wird nämlich im allgemeinen ökologischen Bahnloblied gerne vergessen.
Die CO2-Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Interessanterweise wird das auch in einer Diskussion auf dem Chorherr-Blog erwähnt – Kommentare von “maschi” (die übrigens immer lesenswert sind).
24. Okt. 2007 | #