Es geht hurtig weiter mit der Verbotspolitik. Nachdem die Zangsgesunder das Raucherthema bereits als erledigt betrachten, wird das Terrain für den nächsten Schlag aufbereitet. Die rote Vorfeldorganisation Arbeiterkammer geht schon mal auf das Essen in Schulbuffets los. Man weiß ja schon länger, dass nach den Rauchern die Dicken das Ziel sein werden.
Die Prüfer der Arbeiterkammer haben also in Wien diverse Schulbuffets unter die Lupe genommen. Sie haben festgestellt, dass dort zwar gesunde Jausen – zB Vollkornweckerl, Obst, Gemüse und Mineralwasser – angeboten werden, aber angeblich zu wenige und weniger gut in den Vitrinen präsentiert, als ungesunde – zB Süßigkeiten, Wurstsemmeln und Limonaden – Sachen. Schocking, wie können die nur…
Es ist aber wohl so, dass die Betreiber der Schulbuffets diese nicht als Hobby betreiben, sondern sie damit auch etwas verdienen müssen. Das geht aber schwer, wenn man nur Sachen anbietet, die keiner kauft. Jeder Geschäftsmann präsentiert in der Auslage jene Dinge, die sich gut verkaufen. Das können sich aber wahrscheinlich die Arbeiterkämmerer nicht vorstellen, für ihr Einkommen sorgt ja wer anderer.
“Die AK fordert nun verbindliche Kriterien für Schulbuffets. Die Betreiber sollen klare Vorgaben erhalten, was angeboten werden muss, soll und darf und was nicht” steht im Kurier. Na ja, da wären wir wieder bei den Zwangsgesundern.
Sollte die Arbeiterkammer nicht dazu da sein, sich um das Fortkommen der werktätigen Bevölkerung zu kümmern? Würde sie das gewissenhaft machen, hätten die “Spezialisten” sicherlich keine Zeit, um SPÖ-Verbotspolitik zu machen…
PS: Wenn die AK schon so nach neuen Verboten schreit, könnte sie sich auch in der größten Fast-Food-Kette - die, wo man schon lange nicht rauchen darf - umsehen, was die so an Gesundem verhökern. Dort werden von den Kids weit mehr Kalorien vernichtet, als in Schulbuffets. Aber so weit reicht die Courage wahrscheinlich nicht