Die rührig-seichte Frau Fuhrmann hat sich einen schönen Zeitpunkt ausgesucht, um den Generationenkonflikt zu schüren – unmittelbar vor dem Nationalfeiertag lässt eine Verhöhnung der Jungen gegen die Alten los…
Silvia Fuhrmann kann da keine Rücksicht nehmen, sie muss sich bewähren. Sie ist ja eben erst als Führerin der Jungen ÖVP mit einer exorbitanten Mehrheit – 53 Prozent, und das ohne Gegenkandidaten – wiedergewählt worden. Sie kann sich da noch glücklich schätzen, denn hätte jemand in der JVP die Idee gehabt, ein Ferkel kandidieren zu lassen, dann hätte wohl dieses die Kampfabstimmung gewonnen
„Die Kommission lehnt damit den von den Seniorenvertretern geforderten Pensionistenpreisindex ab. Das heißt: Die Jungen haben Recht bekommen. Wir haben uns nicht mundtot machen lassen und unser Einsatz hat sich gelohnt“ ließ Frau Fuhrmann verlauten. Das hört sich nach reiner Schadenfreude gepaart mit Profilierungsdrang an. Denn unser Pensionssystem ist reformierungsbedürftig und strotzt vor Ungerechtigkeiten – zB die verschiedenen Pensionskassen, die keiner braucht, die Tatsache, dass Pensionsreformen immer nur für werdende Pensionisten gelten, die kurz zuvor Pensionierten aber ungeschoren lassen usw. Das fällt JVP-Chefin überhaupt nicht auf – darüber verliert sie keine Worte, obwohl gerade die halbwegs gerechte Lösung dieser Sachen die größte Herausforderung der jetzt jungen Generation sein wird.
Es ist aber einfacher, auf 0,4 Prozent Pension der Alten herumzureiten…