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20. Nov. 2007

Durch die Komasaufen-Diskussion ist der Alkohol stark in den öffentlichen Blickpunkt geraten. In der heutigen Presse wird dazu von einer merkwürdigen Tatsache berichtet: Alkoholkranke können vom Arbeitgeber nicht entlassen werden, auch wenn sie Betrunken zur Arbeit erscheinen oder sich während der Arbeit besaufen.

Alkoholismus gilt nach den Erkenntnissen der modernen Medizin als Krankheit. Ein Arbeitnehmer, der aufgrund von Alkoholkonsum seiner Tätigkeit nicht nachkommen kann oder der infolge Vollrausches überhaupt erst gar nicht antanzt, kann vom Arbeitgeber nur entlassen werden, wenn er nicht alkoholkrank ist. Aufgrund einer Krankheit ist eine Entlassung nämlich ausgeschlossen.

Kommt beispielsweise ein “Alkoholkranker” betrunken zur Arbeit, kann ihn zwar der Chef nach Hause schicken, muss ihm aber das Gehalt fortzahlen. Entlassen darf er ihn aber auch dann nicht, wenn das sehr oft vorkommt. Das Allerbeste ist aber, dass der Arbeitgeber dem Betrunkenen sogar noch ein Taxi bezahlen muss, weil er aufgrund der Fürsorgepflicht für ein sicheres Heimkommen des Arbeitnehmers zu sorgen hat. Sollte sich das herumsprechen, brechen wahrscheinlich schwere Zeiten für Arbeitgeber an. Wenn man bedenkt, wie leicht man hierzulande zu einem ärztlichen Attest kommt, kann sich praktisch jeder Arbeitnehmer “pragmatisieren” lassen und es sich fortan bequem machen… :)

Aber auch für die normalen, arbeitsamen Mitarbeiter werden die Zeiten rauher werden. Es wird bald nicht mehr so gut aussehen, wenn man sich nach der Arbeit ein Bierchen oder ein Glas Wein gönnt. Man weiß ja, dass Experten jemanden, der täglich ein Bier trinkt, bereits als stark alkoholgefährdet einstufen. Ein verantwortungsvoller Betriebsführer müsste immer danach trachten, solche Leute so schnell wie möglich (unter irgendeinem Vorwand) zu feuern, denn wenn sie einmal wirklich alkoholkrank werden sollten, wird er sie ja nicht mehr los werden können.

An diesem Beispiel sieht man ganz gut wo man hinkommt, wenn man missionarischen Gesundheitsaposteln zu viel Raum für die eigene Selbstverwirklichung lässt… :)

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