Alle warnen vor der Kyoto-Strafe als Horrorszenario. Kolportiert wird eine wahrscheinliche Strafzahlung von 1,5 Milliarden Euro. Diese Zahl regt, obwohl niederiger als der Eurofighter-Preis oder der BAWAG-Schaden, schon zum Nachdenken an.
Es wird auch immer der PKW-Verkehr als einer der Hauptverursacher genannt und eben forderte das WIFO eine Anhebung der Treibstoffpreise, um Schlimmeres zu verhindern. Wenn man im Netz zum Thema herumsucht, findet man einige Zahlen – zB:
- Gesamt CO2-Ausstoß pro Jahr in Österreich: 93.3 Millionen Tonnen (2005)
- Anteil des PKW-Verkehrs am Gesamt CO2-Ausstoß: 10,6 % (Umweltbundesamt Kyotofortschrittsbericht)
- Gesamtfahrleistung von PKW in Österreich jährlich: ca 50 Milliarden Kilometer
- Kosten je Tonne CO2 bei Strafzahlung: dzt 18.- €
Nimmt man dann aber einen Taschenrechner zur Hand, staunt man schon ein wenig. Am Ende kämen nämlich lediglich Mehrkosten von 3,56 € je 1000 PKW-Kilometer heraus. Ein Liter Kraftstoff würde sich bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 8 Liter je 100 Km lediglich um 0,0445 € (also ca 4,45 Cent) verteuern. Und das, obwohl der Einfachheit halber der gesamte PKW-CO2-Ausstoß und nicht bloß der Teil, der über dem Kioto-Limit anteilsmäßig dem Pkw zukäme, gerechnet wurde.
Also gut – Kioto, kannst kommen … so ein Horror ist das wohl nicht
PS: Damit keine Irrtümer aufkommen, ich bin auch dafür, so schnell wie möglich auf andere Energien umzusteigen – auch dann, wenn es weh tut. Wenn das nicht bald ernsthaft angegangen wird, wird es nämlich noch viel mehr weh tun – nicht so sehr wegen dem CO2, sondern wegen der immer würgender werdenden Energie-Abhängigkeit…
Danke für den Welcome Comment auf meiner Seite… und als ergänzender Blickwinkel zum Thema Kyoto ist vielleicht auch mein heutiger Beitrag nicht uninteressant.
4. Dez. 2007 | #