In einer Regenbogenkoalition taten sie sich zusammen, um in Österreich den Linksfunk wiederherzustellen. Sogar die FPÖ machte mit, die alte ORF-Führung zu stürzen. Es gelang, in einem halbwegs funktionierenden ORF die Macht zu übernehmen. Bei der Gelegenheit wurde nicht zu betonen vergessen, dass Gebührenerhöhungen nicht zur Dabatte stehen würden (hat aber wahrscheinlich eh niemand wirklich geglaubt
).
Dann ging die eingetauschte Führung sogleich daran, das Unternehmen abzuwirtschaften. Der katastrophalen Programmreform folgte der Zuschauerschwund. Das alleine hätte der Zwangsgebührenanstalt ja noch nichts ausgemacht, aber weil dadurch auch zunehmend die Werbekunden ausbleiben, dürfte dem ORF mittlerweile das Wasser bis zum Hals stehen. Dass es soweit kommen würde, ist nicht überraschend, bemerkenswert ist dabei nur, dass es so schnell geschah.
Als gelernter Österreicher weiß man natürlich, dass die Gebührenerhöhung sicher kommen wird. Die ÖVP muckt zwar noch, aber angeblich kann man sich sonst ja nicht einmal mehr die Übertragung der Euro 2008 leisten – na, dann…
[...] Sehr gut rechergiert ist der Beitrag aber dennoch nicht gewesen. Ein Unternehmen wurde nämlich vergessen. Im ORF selber soll es auch eine erkleckliche Anzahl von “arbeitslosen” Mitarbeitern geben, sogar viel besser bezahlt. Weiße Elefanten werden sie genannt und bezahlen tun die nicht nur die Steuerzahler sondern mit den Zwangsgebühren (gerade wieder aktuell) alle Österreicher… [...]
4. Dez. 2007 | #
[...] Die Herrschaften vom ORF-Stiftungsrat haben sich mit knapper Mehrheit für eine höhere Rundfunk-Empfangsgeräte-Steuer entschieden. Man hatte ja nach dem nachrevolutionären Programmdesaster schon etwas erwarten dürfen, aber trotz der Kritik so schnell? Da muss die Kacke ja schon ganz gehörig am Dampfen sein… [...]
13. Dez. 2007 | #