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4. Dez. 2007

PISA ist wieder da. Heute werden die Ergebnisse, die sowieso schon durchgesickert waren, veröffentlicht. Es gibt Verbesserungen bzw bessere Platzierungen für Österreich im Pisa-Ranking, was uns an und für sich freuen sollte.

So ist es aber nicht. Die kleine, aber sehr ideologische Interessensgemeinschaft – allen voran “Mr Pisa” Günter Haider, die unser Schulsystem der Ideologie willen (mit ausufernden Kosten) umbauen will, und dazu die letzte Pisa-Studie als Argument missbrauchte, kann natürlich keine Verbesserung Österreichs gebrauchen. Bis jetzt wurde ja im Schulsystem noch nichts reformiert und Verbesserungen müssten dem “alten” System und – der Himmel stehe uns bei – Ex-Unterrichtsministerin Gehrer gutgeschrieben werden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wird schon vorsorglich vor der offiziellen Veröffentlichung von Zahlen ein möglicher Erfolg zerredet – “statistische Unschärfe”, “besserer Platz, aber weniger Punkte”, “Pisa 2003 und Pisa 2006 sind nicht vergleichbar” etc. Es kommt mir so vor, als würde der Erfolg Österreichs bei Pisa 2006 doch größer sein, als er scheint. Wie sonst könnte man die Wehemenz der Ideologie-Schulreformer erklären? ;)

Es zeigt sich immer mehr, dass die Bestellung von Claudia Schmied als Unterrichtsministerin ein großer Fehler war. Man hätte den sich (bei mehreren Parteien) anbiedernden Mister Pisa nehmen sollen. Bei der nächsten PISA-Studie würden wir mit gleich gescheiten/dummen Schülern zu den Besten gehören und das gegenwärtige Ergebnis würde auch ganz anders dastehen. :)

 

PS: Es ist aber noch nicht ganz zu spät, man könnte den Fehler noch korrigieren – einfach die Schmied feuern und den Haider nehmen…

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » „Sind die wahnsinnig” schreibt:

    [...] Es geht um das Schmiedsche Schulexperiment, wo die Steirer auch mitmachen – oder vielleicht mitmachen wollten. Es ist ja schon bekannt, dass die Neue Mittelschule wesentlich mehr kostet, als unser derzeitiges System. Deshalb wurde den mitmachenden Ländern auch zugesagt, diese Mehrkosten abzudecken. Wie es aussieht, hat sich die Steiermark mehr erwartet (wer hier schlitzohrig handelt – Ministerin Schmied oder Landeshauptmann Voves – soll jetzt nicht erörtert werden). Es sieht aber leider so aus, als ob hier wieder einmal aus Ideologiegründen (PISA wird ja nur vorgeschoben) etwas völlig undurchdacht und ohne Kostenbedeckung in die Welt gesetzt worden wäre. [...]

    6. Dez. 2007 | #

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