Wenn uns Verkehrsteilnehmern die Regierung einmal kurz Ruhe gönnt und nichts tut, also auch keine haarstäubenden, und letztendlich für den Autofahrer teure, Verkehrsregeln erfindet, gibt es immer jemanden, der das Gute nicht verträgt und nach neuen Restriktionen schreit.
Nein, diesmal ist es nicht das KfV (da dürfte noch etwas Zeit sein, bis die periodische Rechtfertigung der Gehälter wieder fällig wird), auch nicht der immergrüne VCO – diesmal erblödet sich der Autofahrerklub ARBÖ. 30 Prozent der Unfälle auf Autobahnen seien auf Müdigkeit zurückzuführen und deshalb müsse ein “Müdomat” her, um dem Einhalt zu gebieten. Natürlich wissen die “Experten” des ARBÖ auch, dass man damit gar nichts erreichen wird, aber Erfinder bzw Produzenten des Gerätes müssen wohl einen Bedarf schaffen und werden schon gut bezahlt haben – na ja, eine großzügige Spende halt…
Was genau ein “Müdomat” sein soll, weiß ich eigentlich nicht. Der Name dürfte irgendwie von “Müdigkeit” und “Automat” abgeleitet sein. Demnach könnte es sich um ein Gerät handeln, mit welchem man automatisch müde gemacht werden kann, etwa in der Art einer elektronischen Schlaftablette. Sollte man im Verkehrsgeschehen aber nicht eher einen “Muntermaten” einsetzen?
PS: Ich habe schon meinen eigenen Muntermaten, der heiß momentan Flogging Molly und ist recht unkompliziert – einfach in den CD-Player schieben und Lautstärke auf 70…
[...] Natürlich ist beim genannten Beispiel nicht leicht festzustellen, ob es sich tatsächlich um hehre Liebe oder lediglich um ein schnödes Geschäft handelt. Aber die Industrie wird da schon mit geeigneten Maschinen Abhilfe schaffen. Alcomat und Haschomat gibt es ja schon und der Müdomat ist in der Entwicklung auch schon weit fortgeschritten. Da werden sie einen Liebomat ja wohl auch noch zusammenbringen… [...]
1. Jan. 2009 | #