Etwas bewegt sich immer in der Raucherdiskussion. ZB Kurier, der Standard und ORF berichten online darüber, obwohl die Standpunkte der Parteien sich nicht geändert haben.
Die SPÖ vertritt bei der Raucherausrottung (in Lokalen), Sabine Oberhauser sei´s gedankt, weiterhin eine “strenge Linie”. Das wundert nicht, ist doch die SPÖ nach den Grünen die größte Verbotspartei in Österreich. Ob allerdings hier im Endeffekt ihre Partei mitgeht, wird man sehen. Die Gesundheitsministerin Kdolsky ist immer noch dafür, kleinen Lokalen die Wahlfreiheit (Raucher- oder Nichtraucherlokal) zu geben. Ob sie das durchhält, wird man auch sehen. Einer hat in Raucherfragen aber eine klare Linie. FP-Chef Strache will es (richtigerweise) gänzlich den Wirten überlassen, ob sie in ihren Lokalen das Rauchen erlauben oder nicht. Dass die FPÖ, egal wie es schlussendlich ausgehet, das politische Kleingeld an der dämlichen Diskussion ernten wird, ist auch klar – und das, ohne eigentlich einen Finger zu rühren. Da sieht man die ganze Schläue der (noch) Großparteien…
Obwohl ich ein Totalverbot nach wie vor ablehne, wird ein solches aber sicher auch auszuhalten sein. Einige Wirte aus meinem Umfeld haben mir schon mitgeteilt, dass sie, falls das Verbot tatsächlich kommen sollte, sofort einen Privatclub machen würden – Eintritt nur für Mitglieder mit Ausweis. Das habe neben der Umgehung des Rauchverbotes auch den Vorteil, dass man die vielen, oft unsinnigen Vorschriften im Gewerberecht auch elegant umschiffen könne. Dadurch würden sogar die Kosten für die Gäste niedriger werden (macht ja nichts…
). Es könnte natürlich passieren, dass in den verbleibenden öffentlichen Lokalen dann so eine Leere herrscht, wie jetzt in den Nichtraucherbereichen…