9. Dez. 2007
Gerade wird thematisiert, dass es in Österreich verhältnismäßig viele Selbstmorde gibt. Im Jahr 2006 wählten 1293 Menschen den Freitod, die Zahl ist fast doppelt so hoch, wie jene der Opfer im Straßenverkehr (730 im Jahr 2006). Das Leben wird immer schneller. komplizierter, gehässiger (zB Raucherhysterie) und ungerechter (zB Klimahysterie oder wie man mit der Dummheit der Menschen ein Monstergeschäft macht). Dass da, wenn noch Probleme hinzukommen (familiäre, finanzielle, berufliche etc), hie und da einer sagt, “ich will nicht mehr” scheint schon fast verständlich…
Verzweiflung ist aber nicht notwendig – man muss sich gegen die alltäglichen Verblödungsattaken nur etwas wappnen, dann kann man sie mit einem Lächeln ertragen. Ich habe mir im Laufe der Zeit eine ganz persönliche Immunisierung gegen die epidemieartig um sich greifende Alltagsverdummung zugelegt.
Die Methode ist ganz einfach – eine Stunde laufen und dabei den Puls so um die 140 halten (eher darunter) halten. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass bei der Zu- und Abfahrt zur Laufstrecke (dauert bei mir ca 5 Minuten) laute Musik im Auto spielt – dzt Flogging Molly (Dropkick Murphys oder Gogol Bordello geht auch gut…). Das war´s dann auch schon. Nach dem Duschen kann dann kommen was will – die größte Dummheit regt einen nicht mehr auf. Und das allerbeste bei meiner Grundimmunisierung ist, dass sich dabei auch vorangegangene Missstimmungen in Luft auflösen. Dadurch reicht im Normalfall dreimal immunisieren pro Woche aus.
Ein Allheilmittel ist meine Grundimmunisierung aber sicher nicht. Sie hilft nur, die Alltagsverblödung nicht an sich ran zu lassen. Dadurch ist man dann aber widerstandsfähiger gegen echte Probleme, die einen treffen können.
PS: Untrainierte sollten aber nicht aus dem Stand weg versuchen, sich mit meiner Methode zu immunisieren. Das wird schief gehen und in noch mehr Frust enden. Besser wäre es, Beratung in Anspruch zu nehmen und einen kontinuierlichen Aufbau zu betreiben. Leuten meines Alters würde ich für den Fall des Falles unbedingt empfehlen, vorher einen Sportmediziner oder wenigstens einen Internisten aufzusuchen. Damit ist man nicht nur auf der sicheren Seite, sondern man spart die Zeit, die man ansonsten mit falschem Training verplempert (das weiß ich aus eigener Erfahrung…
).