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30. Jan. 2008

Eigentlich sollte er ja gut aufgelegt sein, der Franz Voves. Gusenbauer war ja nicht an der Grazer Opernredoute und so konnte er diesmal selber hingehen ;)

Trotzdem aber kritisiert er wieder den Kanzler, indem er diversen innerparteilichen Kritikern des Parteichefs öffentlich den Rücken stärkt. Einer der plötzlichen Wutausbrüche, für die der Masters of Styria so bekannt ist, dürfte es diesmal aber nicht sein. Will sich da etwa einer schon in Stellung bringen, für das letzte Gefecht?

Die Anzeichen könnte man so deuten und der Parteichef selber hat sich auch weit aus dem Fenster gelehnt, als er seine Gewerkschaftsfraktion fallen ließ, wie eine heisse Kartoffel. Trotzdem kann es aber sein, dass da einige die Rechnung ohne den Wirt machen. Gusenbauer ist zäh, das hat er schon bewiesen. Er hat die Wahl, trotz BAWAG-Gegenwind, entgegen aller Voraussagen praktisch alleine gewonnen. Und eine Regierungsbildung (trotz mancher Abstriche) unter den gegebenen Verhältnissen hätte aus seiner Partei auch nicht so leicht jemand zusammengebracht.

Außerdem würde der SPÖ auch etwas Dankbarkeit gut anstehen (ich weiß, nicht üblich – in der Politik braucht man keine Feinde, da reichen die Freunde… :) ). Ohne Alfred Gusenbauer bräuchte sie wohl über einen SPÖ-Bundeskanzler überhaupt nicht diskutieren…

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Intrigantischer Machtkampf? schreibt:

    [...] Eine illustre Runde hat sich schon 2006 getroffen, weil man sich angeblich so sorgte. Da dürfte bereits das Schicksal von Alfred Gusenbauer besiegelt worden sein, denn ab da wurde er eigentlich nur mehr von seiner eigenen Partei angegriffen bzw in die Enge getrieben. Voves, und Burgstaller, Häupl und der oberösterreichische Haider dürften die Regisseure des Intrigenspiels sein. [...]

    2. Apr. 2008 | #

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