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16. Jan. 2008

Eine Grippewelle wütet derzeit in Österreich. Vom Gesundheitsministerium wird geschätzt, dass es diesmal mehr als 3000 Tote geben könnte und manche Mediziner bewerben (im Dienste der Pharmakonzerne ;) ) wieder intensiv die Grippeschutzimpfung.

Die geschätzte Zahl der Grippe-Opfer schein noch bedrohlicher, wenn man sie mit anderen Opferzahlen vergleicht. Hier fallen mir gleich einmal die Verkehrstoten ein – 686 waren es im Jahr 2007.

Auch bei den Toten durch Passivrauchen sieht es nicht viel anders aus. Drei Tote werden in Österreich pro Tag genannt – wahrscheinlich maßlos übertrieben, denn andere Quellen (zB hier) nennen für Deutschland (10x so groß wie Österreich) nur 3300 Tote durch Passivrauch (und auch dass soll um 2/3 zu viel sein – siehe gleiche Quelle).

Wenn man nun bedenkt, was die missionierenden Zwangsgesunder und Verbotsfetischisten in Sachen Verkehr und Rauchen schon alles umgesetzt haben und noch fordern, dann wundert man sich, dass man es gerade bei der Grippe mit viel mehr Toten bei einer einfachen Impfempfehlung belässt. Wo sind sie denn, die Forderungen nach Zwangsimpfung, Lokalschließung, Mundschutzpflicht, Händeschüttelverbot etc garniert mit existenzbedrohenden Strafen? Traut man sich da etwa nicht drüber, weil es nicht gegen eine bestimmte, nicht mehrheitsfähige, Gruppe geht?

 

PS: 50 Prozent der Hausbevölkerung liegen bei mir dzt im Bett. Ich derweil noch nicht, ich bin geimpft – ist gratis (zahlt die Firma), hoffentlich aber nicht umsonst… :)

15. Jan. 2008

“Dann fällt die Guillotine” sagte Karl-Heinz Florenz (Berichterstatter im EU-Parlament – CDU) und drohte damit Österreich und Deutschland (?), endlich strengere Rauchergesetze einzuführen.

Der gute Mann, ganz auf die relegiös/fanatische Linie von Kyprianou (dem Ex-Kettenraucher, der mit Tabakprodukten nicht umgehen konnte und deshalb jetzt alle Raucher verbannen will ;) ) eingeschworen, meinte damit natürlich ein totales und ausnahmsloses Rauchverbot in der Gastronomie. Dieser Karl-Heinz Florenz dürfte das Kopfabhacken für eine brauchbare Form der Problemlösung ansehen, er spricht nämlich scheinbar gerne darüber - zB hier. Wenn solche Leute einmal die Oberhand gewinnen, dann ist die Todesstrafe für Raucherdelikte auch nicht mehr weit weg.

Lieber HC Strache, tu was! Beschütze uns vor diesen extrembürokratischen EU-Schlächtern… :) :)

 

PS: So, und nun gehe ich hin und verpasse mir eine Grundimmunisierung ;)

15. Jan. 2008

Die Jugendkriminalität ist derzeit ein großes Thema, sie würde explodieren, schreiben manche Medien. In Zahlen heißt das, dass die Anzahl der, von der Polizei ausgeforschten 14 bis 18 Jahre alten, Tatverdächtigen im Vorjahr um 15,3 Prozent gestiegen ist.

Und gleich sind da wieder einige da, welche härtere Strafen fordern. Diese Herrschaften machen sich gleich gar nicht die Mühe, über Ursachen, und noch weniger, darüber, ob das etwas bringen könnte, nachzudenken. Hauptsache, der Eisenbesen wird zum Auskehren rausgeholt – man will ja ein Zeichen setzen.

Dass die Jugendkriminalität steigt ist eine Tatsache. Die Ursachen sind aber vielfältig und man darf auch nicht außer acht lassen, dass heute Taten angezeigt werden, die früher als Bagatelle unbeachtet geblieben sind. Etwa kleine Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen, die aus “normalen” Raufereien unter Schülern resultieren, wurden früher nicht so massiv angezeigt. Das alleine kann allerdings den Anstieg auch nicht erklären, zumal die Gewaltdelikte überproportional gestiegen und teilweise auch massiv brutaler geworden sind.

Meiner Meinung nach ist eine der Ursachen die, dass wir unsere Kinder zu sehr behüten und beschützen – dh, wir schirmen sie von jeglichem (wenn auch nur vermeintlichen) Unheil ab. Wir lassen nicht zu, dass sie (von wem auch immer) beschuldigt werden. Gut gemeinten Hinweisen (etwa von Schule oder Polizei) wird mit Aggression (Beschwerde oder gar Rechtsanwalt) begegnet, um ja nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, dass unsere Kinder sich daneben benommen haben. Das führt schließlich dazu, dass viel weggeschaut wird und es fast keine “Frühwahrnehmung” mehr gibt. Andererseits werden den Jugendlichen dadurch fast keine Grenzen mehr aufgezeigt.

Und genau deshalb kann eine höhere Strafdrohung überhaupt nichts bringen. Jemanden, der im Suff oder auch nur aus Jux und Tollerei die Grenze zur Straftat nicht mehr wahrnimmt, kann eine höhere Strafe natürlich nicht abschrecken. Er erkennt ja im betreffenden Augenblick gar nicht, dass er sich strafbar macht.

13. Jan. 2008

Peter Pilz/, Meister der Denuntiation, hat wieder was gefunden, um sich ins Gespräch zu bringen. Der ältliche Dinosaurier der Grünen hat eine Aktion ins Leben gerufen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt – die Platterwatch.

Dabei soll der Innenminister auf Schritt und Tritt mit der Kamera verfolgt werden und alles Material online gestellt werden. Vielleicht erwischt man ihn ja, wenn er in der Nase bohrt oder sich die Eier kratzt.

Dass die Aktion aufs tiefste menschenverachtend ist und mit politischer Tätigkeit so gut wie nichts zu tun hat, scheint einen wahren Grünen nicht erschüttern zu können. Hat etwa die Partei sonst nichts gegen Günter Platter vorzuweisen oder läuft Pilzens Denuntiations-Hotline nicht mehr so gut? Irgend etwas muss wohl sein, dass sich die Grünen von Peter Pilz so tief hinunterziehen lassen.

Man muss sich vor Augen halten, wie man offenbar in dieser Partei Politik versteht. Da wird ein politischer Gegner nicht mit Argumenten angegangen, sondern massiv persönlich vorgeführt, damit er seine Meinung ändert. Es wird also Gewalt gegen eine Person angewandt, um politische Ziele durchzusetzen. Die Mafia setzt gewöhnlich auch so (zugegeben, mit massiverer Gewalt) ihre Interessen durch.

Irgendwie kommt mir das Ganze wie ein Outing oder ein Rückfall – “Back to the Roots” – vor. Es scheint sich hier das wahre Gesicht der Grünen zu zeigen. Hoffentlich haben die nicht wirklich einmal was zu plauschen in Österreich. Was uns da bevorstünde, lässt diese Aktion sehr deutlich erahnen – dagegen nimmt sich der ehemalige Ostblock aus wie ein Wellnessimperium…

11. Jan. 2008

Heute schaute ich wieder einmal in die Statistik und sah, dass einige Besucher vom ”Standard” zu kritikus.at gekommen waren. Neugierig geworden (ich bin dort nicht angemeldet und lese nicht regelmäßig rein) entdeckte ich zwar den Link nicht gleich, dafür aber diesen Artikel.

In der Diskussion stellte “Nissia” einem User ua diese Frage:

“Wollen sie meinen, kritikus.at sei etwa rechts? oder populist? auch er unterstützt in dieser hinsicht das BZÖ.”

“Zett76″ antwortete darauf: “Ja. Entweder rechts, oder dumm. Oder beides.”

Erklärend sollte ich erwähnen, dass es in dem Artikel um das Raucherthema ging und bei diesem fliegen im Standardforum gewöhnlich die Fetzen. “Nissia” ist gegen ein Rauchverbot, “Zett76″ sehr energisch (man könnte schon fast fanatisch sagen) dafür. Wo ich stehe, dürfte den Lesern hier bekannt sein ;)

Bin ich also ein Rechter? Eher wohl nicht, obwohl ich den Ansichten von FPÖ oder BZÖ gelegentlich doch etwas abgewinnen kann. Würde man mich deswegen als rechts stehend bezeichnen, könnte man mich genausogut als Linken benennen, bin ich doch in manchen Dingen auch mit der SPÖ oder den Grünen einer Meinung.

Bin ich dumm? Na gut, der Gescheitesten einer bin ich zwar nicht, als dumm würde ich mich aber auch nicht bezeichnen wollen (wer will das schon :) ). In der Gescheit/Dummheitsskala werde ich wohl irgendwo im Durchschnitt ranken – und das ist gut so. Ich bin nämlich im Laufe der Zeit draufgekommen, dass es besser ist, immer einer der 13 Drittbesten zu sein, als einmal der Beste und dafür anderswo der Schlechteste… :)

Alles in allem muss sich “Zett76″ wohl geirrt haben oder er verwechselt mich mit jemanden – bös wird er das ja sicher nicht gemeint haben… ;) :)

5. Jan. 2008

„Wir wollen an unseren Sparern nichts verdienen“

sagte kürzlich der Chef der Allianz Österreich, Wolfram Littich. Anhören tut sich das wie der Witz des Tages oder gar des Jahres, aber 1. April ist noch nicht – der kommt erst. Oder ist etwa gar die Allianz AG zu einem Wohltätigkeitsverein verkommen?

Ernst meinen kann das der Allianz-Österreich-Direktor aber sicher auch nicht. Ein Versicherungskonzern ist wohl dazu da, etwas zu verdienen. Macht er in einer Sparte ein so günstiges (Lock)Angebot, dass tatsächlich unter´m Strich nichts bleibt, dann wird an den neuen Kunden in einer anderen Sparte verdient. Also wird auch an den Allianz-Sparern verdient, zumindest indirekt.

Wollte Herr Littich nämlich tatsächlich keine Gewinne für seine Firma machen, dann würde die ihn schneller rauswerfen, als er mit den Augen zwinkern könnte…

4. Jan. 2008

Früher hat man gesagt, dass alles Schlechte von Amerika herübergekommen wäre. Das ist natürlich Blödsinn, aber den Spruch müsste man jetzt schön langsam abändern – statt Amerika gehörte Großbritannien eingesetzt. Das Musterland in Sachen Raucherverbannung wird ja ua auch für die Citymaut als Vorbild genommen. Nun haben sich die Briten allerdings selbst übertroffen.

Jetzt geht eine große britische Pub-Kette – JD Wetherspoon – her und verbietet übermäßiges Trinken von Eltern in Begleitung ihrer Kinder, wobei unter “übermäßiges Trinken” mehr als zwei Gläser (!?) alkoholische Getränke verstanden werden. Mir ist schon klar, dass eine private Firma Regeln in ihren Lokalen aufstellen kann – das geht weder mich noch sonstjemanden etwas an. Aber so wie die britische Regierung derzeit dem Verbotswahn anheim gefallen ist, wird es wohl nicht lange dauern, bis das für alle öffentlichen Lokale in GB Gesetz werden wird.

Man muss sich aber vor Augen halten, dass das Rauchverbot in GB unter anderem auch damit begründet wurde, dass ja auch Kinder in öffentliche Lokale mitgenommen werden (Frau Salter-Townshend wird ja auch nicht müde, das andauernd zu betonen). Das hat man ja nun geschaft, aber jetzt muss man wegen der Kinder, denen zu Liebe auf das Rauchen verzichtet werden musste, auch auf das Saufen verzichten. Ein Volltreffer ins eigene Knie, dämlicher gehts ja gar nicht mehr. Einem Kabarettisten mit solchen Einfällen bräuchte um seine Zukunft nicht bange sein…

 

PS: Vielleicht sehe ich das aber falsch und JD Wetherspoon will damit nur den kränkelnden Bierabsatz fördern… :) :)

4. Jan. 2008

Eine Citymaut steht in einigen Städten Österreichs offenbar kurz vor der Einführung. Die grüne Vorfeldorganisation VCÖ fordert eine solche für Wien, Graz und Klagenfurt – aber auch Bregenz und Salzburg denken darüber nach (zweitere haben schon einmal nachgedacht…). Wenn man weiß, wie gerne die Politik Ideen zur Abkassierung von Autofahrerern aufnimmt und zudem noch den Klimaschmäh zur Rechtfertigung bemühen kann, muss wohl die Maut als gewiss kommend ansehen.

Auf den ersten Blick scheint die Forderung nach einer Citymaut ja verständlich. In den Zentren sind ja Staus keine Seltenheit und Parkplätze (trotz Bewirtschaftung) kaum zu finden. Aber sind nicht die Städte Zentren des öffentlichen Lebens und sollte es nicht normal sein, dass sich da viel bewegt? Ist es wirklich der Weisheit letzter Schluss, einen Teil der Bevölkerung auszusperren?

Merkwürdig kommt einem auch vor, dass die Verkehrspolitik der Städte in den letzten Jahrzehnten nur darin zu bestehen schien, dass Behinderungen für den KFZ-Verkehr (Straßenrückbauten) gebaut wurden. Dabei wurden auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit Parkplätze wegrationalisiert. Jetzt kommen plötzlich genau diejenigen, die für diese – übrigens den Grundsätzen der StVO widersprechenden – Behinderungen verantwortlich sind bzw diese wehement gefordert hatten, daher und beklagen, dass die Städte verstopft seien. Da muss es einem fast wundern, dass solche “Experten” noch nicht geteert und gefedert, verkehrt auf einem Motorrad sitzend, aus den Städten gejagt worden sind :)

Ein Schelm könnte sich auch vorstellen, dass da Kräfte am Werk sind, die eher niedere Beweggründe haben. Es könnte nämlich auch durchaus beabsichtigt sein, für die gehobene Kaste in den Innenstädten mehr Platz und Bequemlichkeit zu schaffen. Der Pöbel wird sich die Maut (siehe zB London) nicht leisten können und muss draussen bleiben. Aber wie gesagt, nur ein Schelm könnte sich das vorstellen… ;)

3. Jan. 2008

Wo wird das noch hinführen? Ehrfurcht und Respekt gehen in der heutigen Zeit zunehmend verloren. Große, ehrwürdige Marken werden auf lausige Produkte gepickt, als wären sie Preisschilder oder Warnhinweise.

Begonnen hat es mit Chevrolet. Jedem Benzinbruder ließ dieser Name das Herz höher schlagen und wenn dann der V8-Zylinder Small-Block Motor angelassen wurde, brauchte man kein Autoradio mehr. Seit aber Dewoo Motors zu General Motors gehört, wird auf alle Dewoo-Modelle das Chevrolet-Zeichen draufgeknallt. Jetzt prahlen Kleinwagen mit dem ehrwürdigen Chevrolet-Logo durch die Gegend. Louis Chevrolet wird sich wohl schon im Grab umgedreht haben… ;)

Aber damit nicht genug. Jetzt soll die Marke Jaguar an den indischen Autobauer Tata verscherbelt werden. Es ist zum Kotzen, aber wir wissen was kommen wird. Tatas, egal ob Indica, Gurkha oder Estate, werden zu Hauf als Jaguar durch´s Land gurken und die Großkatze auf der Haube führen. Hat denn wirklich niemand mehr vor irgendwas Respekt? :) :)

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