“Undank ist der Welt Lohn“, heißt es. Alfred Gusenbauer wird gerade von der Vergangenheit eingeholt und es ist fraglich, ob er seine eigene Partei überstehen oder in die politische Grundsicherung (ein Versorgungsposten wird sich auch für ihn finden lassen
) ausgelagert wird.
Der Strahlemann war er ja, mit Ausnahme des Abends nach der letzten NR-Wahl, eigentlich nie, der Alfred Gusenbauer. Aber er war zäh, hat nicht aufgegeben und für die SPÖ eine schon verlorene Wahl gewonnen. Freilich sind bei dieser Kraftanstrengung auch Fehler passiert, die ihn jetzt einholen. ZB hat er im Wahlkampf Versprechungen gemacht, von denen er glaubte, sie nicht einlösen zu müssen. Niemand in der SPÖ hat sich auch nur die geringste Chance auf einen Wahlsieg ausgerechnet. Der größte Fehler war aber die Kindesweglegung der Gewerkschaft – das verzeiht im die FSG niemals.
Wie es aussieht, wird Alfred Gusenbauer jetzt von der eigenen Partei die Rechnung gelegt. Nicht nur, dass die Wadlbeisser seine Regierung zerstören (was alleine schon demütigend genug wäre) – nein, sie zwingen ihn dazu, es selber zu tun. Da muss sich ziemlich viel angestaut haben, um so gegen einen “Freund” vorzugehen…
Interessant wäre es, wenn der Bundeskanzler die zweifellos bald kommende Wahl wieder gewinnen würde. Da würde es dann wahrscheinlich zwei lange Gesichter geben – in der Steiermark und in Wien…