“Alles wird teurer” ist seit langem ein gängiger Spruch. Man lebt mit der stetigen Teuerung, man beachtet das gar nicht mehr so. Die Preise für Energie und Lebensmittel sind aber in letzter Zeit überproportional gestiegen. Lebensmittelpreise sind innerhalb der EU nur mehr in Dänemark, Finnland und Schweden (komisch – Skandinavier sind ja bei den Guten immer die Guten
) höher als bei uns.
Es wird aber gegengesteuert, teilweise recht eigenwillig, aber immerhin. Einige wollen mit dem ultimativen Schlachtruf “Das Geld für die Gstopften ist da, das Geld für die Armen nicht“ Hunderter verteilen, was anderen zufolge, aber lediglich für ”zwei Tankfüllungen” reichen würde. Man strengt sich jedenfalls an…
Jetzt geht es den “Wucherern” aber an den Kragen. Die Preiskommission tritt zusammen (angeblich erstmals?) und die Bundeswettbewerbsbehörde schickt ihre Kettenhunde los. Die sollen “verdeckt” einkaufen, obwohl sie die Informationen auch einfacher bekommen könnten. Sie müssten nur Sozialminister Buchinger und Staatssekretär Matzenedter fragen, die haben nämlich kürzlich erst eingekauft…
Fragen tut man sich aber auch, warum die behördeten Wettbewerbshüter erst jetzt aus ihren Löchern kommen. Die größten Preissteigerungen hat es ja bei der Umstellung auf den Euro gegeben, als annähernd alle, die etwas verkauft haben, ihre Preise auf die Formel 10 : 1 (10 Schilling = 1 Euro) angepasst haben. Wurde da etwa in der Pendeluhr geschlafen? Oder nahm man diese Preissteigerungen ganz bewusst in Kauf, um das Europa-Klima nicht zu gefährden bzw gutes Geld (MWSt) für den Staatssäckel (freilich, um es anderweitig wieder beim Fenster hinausschmeissen zu können…) zu lukreieren?