Ein Argument im Krieg gegen die Raucher (auch im gerade ausbrechenden Krieg gegen Übergewichtige) der leicht faschistisch angehauchten Verbotsfanatiker war bis jetzt immer, dass Raucher und Dicke höhere Kosten in den Gesundheitssystemen verursachen würden. Damit dürfte es jetzt vorbei sein…
Die Verbotsfanatiker argumentieren immer, dass Raucher zwar kürzer leben u n d höhere Kosten im Gesundheitssystem verursachen würden. Leuten, die hin und wieder etwas nachdenken, war das schon immer etwas widersrüchlich vorgekommen. Nun aber stellte eine Studie aus den Niederlanden klar, dass tatsächlich Raucher (um ca 22 %) und Dicke (um ca 9 %) Nichtraucher aufgrund der niedrigeren Lebenserwartung dem Gesundheitssystem wesentlich billiger kommen,
als schlanke Nichtraucher.
Interessant ist das deutliche Ergebnis nicht zuletzt deshalb, weil ja die Studie nur auf die Krankenversicherungen abgezielt hat. Zur Raucher/Dicke-Kostenrechnung müsste man fairerweise auch miteinbeziehen, dass schlanke Nichtraucher länger ihre Pension kassieren und das Raucher Milliarden durch die monströse Besteuerung in die allgemeinen Töpfe einzahlen. Alles in allem sind also Raucher (und auch Übergewichtige) eine gute Langzeitanlage für die Allgemeinheit. Ohne sie müssten nämlich die nichtrauchenden, Kleie essenden Grünteetgurus ihre Krankenversicherung zur Gänze selber zahlen.
PS: Selbstverständlich wird die mächtige, pharmafinanzierte Verbotsgemeinde die Studie und noch mehr die Autoren in Grund und Boden niedermachen. Wo kämen wir da denn hin, wenn das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie nicht dem vorgegebenen Mainstream entsprechen würde. Das wäre ja die blanke Anarchie…
volkswirtschaftlich ist ein kürzeres leben schlecht – bedeutet es doch weniger kapazitäten in der produktion und weniger konsum
scherz beiseite: all das ist aber in wahrheit wirklich egal, weil das argument der bewegungsfreiheits-verteidiger gegen die überallrauchenwill-faschisten nichts damit zu tun hat, ob die raucher früher sterben, dafür aber damit, dass die nichtraucher unfreiwillig früher sterben
denn was du nach wie vor in deiner bewegungsfreiheits-beschneid-faschisten-polemik ignorist ist, dass nicht das rauchen mit den diskutierten rauchverboten verboten werden soll, sondern das öffentliche rauchen in geschlossenen räumen.
11. Feb. 2008 | #
Ich gebe Dir vollkommen recht – in allen angesprochenen Punkten.
Allerdings werden für die Sinnhaftigkeit des Verbietens vom Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen hauptsächlich zwei Argumente genannt. Das eine ist die angebliche Gefahr des Passivrauchs und das andere sind eben die Kosten für Gesundheitssysteme, die von Rauchern verursacht werden. Zu ersterem hat Dr Michael Siegel selber erst kürzlich zugegeben, dass maßlos übertrieben wurde und die Kostenfrage wurde eben relativiert. Was bleibt dann noch?
11. Feb. 2008 | #
hie, hie, das ich mein Essen ohne Qualm vom Nebentisch genießen möchte?
Es ist nun mal systemimanent, daß der Raucher den Nichtraucher stört und nicht anders herum. Was anderes wäre es ja, wenn es keinen Rauch gäbe, dann wär mir das völlig wurscht, wie der Raucher sich umbringt
12. Feb. 2008 | #
So kommen wir der Sache schon näher, so würde ich das auch sehen. Da würden dann auch abgegrenzte Raucherzonen (auch in öffentlichen Gebäuden) Platz haben – ein Totalverbot wäre nicht zwingend notwendig.
Nur so wurde von der Zwangsgesunderseite noch nicht argumentiert. Da dreht es sich ja immer noch nur um die “immens lebensgefährliche” Passivrauchgefahr und die “horrenden” Kosten, die die Raucher der Allgemeinheit auferlegen. Beides dürfte aber nicht stimmen…
12. Feb. 2008 | #
Passivrauchen ist wohl schon gefährlich, das haben in der Vergangenheit bereits einige Studien untersucht. Zum Beispiel Astmavorbelastete oder Allergiker, insbesondere auch Kinder, können dadurch stärker belastet werden.
Ob es nun “lebensgefährlich” ist, wer weiß das schon. Ich sach mal so, gesund ist es bestimmt nicht, denn im Qualm ist zum Beispiel Formaldehyd enthalten, das nach neuesten Bewertungen zumindest im Verdacht steht, Tumore im Nasen, Rachenraum zu verursachen und noch manch anderes (insgesamt etwa 5000 Stoffe, die ziemlich alle irgendwie giftg sind).
Was die Kosten betrifft, halte ich mich mal zurück, da gibt es zu viele Rechnungen und Gegenrechnungen, als das man das wirklich exakt sagen könnte (meine Meinung dazu).
14. Feb. 2008 | #
[...] Es ist wieder einmal so weit, die Krankenkassen sind pleite – und das trotz der vielen Raucher und Dicken. Die Ursachen der Finanzmisere sind wahrscheinlich vielfältig, die fotolose eCard und das Ärztesponsoring der Pharmaindustrie wird man aber getrost als Beispiel nennen müssen… [...]
17. Feb. 2008 | #