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24. Feb. 2008

Andrea Kdolsky, Gesundheitsministerin von Österreich, hält ein generelles Rauchverbot in Lokalen für “sinnlos”. Bravo, ich auch… ;)

Wie die Ministerin kürzlich dem Magazin ”Trend” mitteilte, würden aktuelle Studien nicht den Schluss zulassen, dass durch ein totales Rauchverbot in Lokalen insgesamt weniger geraucht werden würde. Außerdem würden in diesen Studien auch nicht die Horrorzahlen über Passivrauchtote bestätigt werden. Nochmals bravo, volle Übereinstimmung!

Leider bin ich nicht alleine und die Antiraucherterrier werden sicherlich gleich über die arme Frau herfallen und sich als erstes ihr Äußeres vornehmen. Das kann man leicht voraussagen, weil es immer so ist. Auch wird sicherlich wieder behauptet werden, dass in den Ländern mit totalem Rauchverbot weniger Zigaretten geraucht werden würden. Gerade diese Behauptung weist aber eine gehörige (bewusst ignorierte?) Unschärfe auf. Es werden dort vielleicht wirklich weniger Zigaretten verkauft, sind doch die Preise meist noch deutlich höher als bei uns. “Weniger geraucht” ist aber nicht gleichbedeutend mit “weniger verkauft”. Es gibt nämlich auch Schmuggler und der Schengenbereich ist ja kürzlich erweitert worden.

Wie auch immer – wie es ausschaut, können wir Raucher uns ja bald artikulieren. Nach der heutigen Pressestunde wird eine Neuwahl immer wahrscheinlicher und da können wir dann zeigen, ob wir SPÖÖVPDie Grünen, die FPÖ oder das BZÖ (wobei die beiden letzten sich zwischenzeitlich als einzige gegen die Raucherhysterie ausgesprochen haben) wollen.

Alsdann, ein Schlachtruf “Kdolsky für President” würde gut klingen, leider müsste man dabei auch einen Erwin Rasinger mitwählen – hmmm, wohl doch nicht so gut… :)

4 Kommentare »

  1. Pflanze schreibt:

    Damit beweisen Sie ein weiteres Mal, dass Sie den Sinn von Rauchverboten nicht verstanden haben und Fakten nicht wahrhaben wollen. Traurig, sehr traurig.

    Nur schön zu wissen, dass diese Ministerin schon bald nicht mehr im Amt sein wird und ich bin davon überzeugt, dass der/die Nachfolger/in ein generelles Rauchverbot, im Notfall auf Druck der EU, verwirklichen wird.

    Zum Schluss noch der Deutsche Bundesverfassungsgericht über generelle Rauchverbote:
    1. …ist der Gesundheitsschutz der Bevölkerung höher zu bewerten als der Nachteil von Rauchern.
    2. Der Kläger (Raucher) werde “nicht allgemein am Rauchen und auch nicht am Besuch von Gaststätten gehindert”. Vielmehr sei ihm lediglich “eine einzelne Verhaltensweise – das Rauchen – während des Gaststättenbesuchs untersagt”
    3. “Diejenigen Nichtraucher, die gegenwärtig von der Möglichkeit Gebrauch machen können, ohne Gefährdung ihrer Gesundheit durch den Besuch von Gaststätten am sozialen Leben teilzunehmen, würden diese Entfaltungsmöglichkeit verlieren.”

    Auch Sie werden noch einsehen (oder vielleicht auch nicht), dass ein Rauchverbot keine Diskriminierung darstellt und nur dieses wirklich Wahlfreiheit für alle sicherstellt.

    Beste Grüße
    Ein Nichtraucher

    25. Feb. 2008 | #

  2. kritikus schreibt:

    Zunächst willkommen auf kritikus.at!

    Es mag schon sein, dass ich den Sinn von Totalverboten nicht verstehe. Wenn ich so nachdenke, will ich so etwas auch gar nicht verstehen. Traurig bin ich darüber ganz sicher nicht ;)

    Frau Kdolsky wird meiner Einschätzung nach nicht die einzige sein, die bald ohne Ministeramt dastehen wird. So ist das Leben, stetig im Wandel begriffen. Mir ist auch klar, dass die EU auf Druck von Neidhammel Kyprianou (er will/darf/kann ja nicht mehr rauchen :) ) irgendwann ein Totalverbot durchsetzen wird. So etwas würde auch zur EU im derzeitigen Zustand (Extrembürokratie) ganz gut passen – über kurz oder lang werden sie uns auch den täglichen Stuhlgang vorschreiben… :)

    Wenn die deutschen Gerichte so entscheiden, ist das in erster Linie Sache der Deutschen. Natürlich können sich Gerichte nicht ganz vom Zeitgeist abkoppeln und der geht nunmal zZt in Richtung Verbots- und Überwachungsexzesse. Ich glaube mich aber zu erinnern, dass auch von einem deutschen Gericht Teile des Totalverbotes aufgehoben bzw aufgeschoben wurden.

    Wahrscheinlich bin ich so blöd wie ein Hornochse, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was ein Totalverbot mit Wahlfreiheit zu tun haben könnte (ausser, dass es selbige unterbindet natürlich)… :)

    25. Feb. 2008 | #

  3. Pflanze schreibt:

    Ein Rauchverbot schafft deswegen Wahlfreiheit, weil es Raucher und Nichtraucher auch die selbe Ebene stellt und beiden alle Lokale ohne Beeinträchtigung der Gesundheit besuchen können! Niemand hindert den Raucher am rauchen, er kann dies weiterhin tun, nur eben nicht dort wo andere (geschlossene Räume) geschädigt werden!

    Dies hat nichts mit Verbots- oder Überwachungsexzessen zu tun! Ein Verbot wäre dann nicht notwendig, wenn Raucher ein ausreichendes Maß an Rücksicht und Toleranz hätten und nur dort rauchen würden, wo dies für andere nicht gefährlich ist.

    Und nein, es wurde kein Totalverbot in Deutschland aufgehoben oder aufgeschoben! Ganz im Gegenteil: Diese wurden aus Gründen der öffentlichen Gesundheits für richtig erachtet!

    Ich bleibe daher dabei:
    Die Wahlfreiheit, welche Kdolsky, Tabaklobby, WKÖ und Sie fordern, existiert nicht! Nur ein generelles Rauchverbot schafft WAHLFREIHEIT für ALLE (Nichtraucher UND Raucher)!

    28. Feb. 2008 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » e-Card wieder ohne Foto? schreibt:

    [...] Deshalb verwundert es mich, dass die Sozialversicherungsträger die einmalige Gelegenheit, eine e-Card mit Foto einzuführen, sausen lassen wollen. Was sind denn schon 18 Millionen einmalig gegen einen gewiss höheren “Schwund” jedes Jahr? Außerdem wurde das Foto auf der Karte ja von der Politik gefordert und so könnte der Hauptverband trotzdem PC bleiben. Eventuell auftauchende PI-Vorwürfe könnte man getrost der verhassten  Gesundheitsministerin umhängen… [...]

    25. Okt. 2008 | #

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