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26. Feb. 2008

Normalerweise bin ich ja immer skeptisch, wenn eine Kammer etwas zum Besten gibt. Die jetzt von der WKO, Gastronomie-Fachverband, präsentierten Zahlen scheinen mir aber plausibel.

Im Falle eines totalen Rauchverbots wären ca 5000 Gastronomiebetriebe massiv in ihrer Existenz gefährdet. Direkt betroffen wären davon ca 12000 Arbeitnehmer. Wie der Fachverband betonte, würden diese Zahlen auf Hochrechnungen aufgrund von Erfahrungen in Irland basieren.

Die repressivophilen Rauchgegner werden derweil nicht müde, zu behaupten, dass doch in der irischen Gastroszene alles paletti wäre. Ich möchte mich zwar über die von der WKO kolportierten Zahlen im einzelnen nicht auslassen, doch ein Trend in die aufgezeigte Richtung scheint mir äußerst wahrscheinlich. Man braucht sich ja nur in seinem Umfeld umhören. Da treffen Stammtische schon jetzt Vorbereitungen für die Zeit danach. Man denkt über Vereinsgründungen oder das Ausweichen in private Räumlichkeiten (zB ausgebaute Kellerräume von Mitgliedern) nach. Auch das Thema “Raucherclub” wird in Kreisen von Wirten lebhaft diskutiert.

So ein Club mit Mitgliedskarte hätte nebenbei auch noch andere Vorteile. Der Betreiber könnte ihn als “irgendwas” titulieren und wäre von den strengen Gewerbeauflagen weitgehend befreit. Auch wäre es leicht, unliebsame Gäste (Krakeeler, Saufbolde etc) fernzuhalten, denn diesen bräuchte man ja von vorneherein keine Mitgliedschaft anbieten bzw könnte ihnen diese ganz leicht wieder entziehen.

Für diejenigen, die weder in Raucherclubs noch bei Stammtischrunden unterkommen, bliebe dann immer noch die, im Ernstfall sicher entstehende, neue Gastronomie ;)

 

PS: Und die Bediensteten, deren Arbeitsplatz zwar dann garantiert rauchfrei aber halt nicht mehr vorhanden wäre, könnten beim AMS Computerkurse machen. EDV-Spezialisten sind ja eh immer gefragt… – nein, hier kommt kein Smilie, das ist nicht zum Lachen…

13 Kommentare »

  1. Georg Pichler schreibt:

    Sorry, dass ich das so sagen musst, aber das du diese Prophezeihung glaubst hab’ ich mir schon gedacht. Der Punkt ist nur, dass auch in anderen Ländern ähnliche Angstmache betrieben wurde, die Einbußen letztendlich aber nur punktueller Natur waren und Einzelne betroffen haben während auf der anderen Seite einige Gastronomiebetriebe davon profitierten. Wenn das auf irgendwelchen Berechnungen basiert, dann auf denen die in Irland eben VOR dem Verbot aufgestellt wurden und sich nicht bewahrheitet haben.

    Wenn das Rauchverbot in seiner brauchbarsten Form (Lokale, öffentliche, geschlossene Räume kein Rauchen, Draussen und Privat weiterhin erlaubt) kommt – und das wird es früher oder später – sollten die Besorgten genug Zeit gehabt haben um sich darauf umzustellen. Wer zB. keine Maßnahmen ergreift um bis dahin (ich spreche von einem Zeitraum von maximal 2-3 Jahren) seine Gaststätte familienfreundlicher zu machen, was keine Unsummen kosten muss, und Rauchern die Möglichkeit zu bieten so vor dem Lokal rauchen zu können, ohne jedem Wind und Wetter direkt ausgesetzt zu sein (Überdachung, Heizstrahler u.ä.), dann muss man sich im Zweifelsfall auch nicht wundern, wenn man ob seiner Unbeweglichkeit tatsächlich negativ betroffen ist. Ich weiß schon, dass diese Maßnahmen natürlich einen gewissen Aufwand erfordern, nicht nur monetär (der sollte idR verhältnismässig gering sein), aber im Sinne einer wortwörtlich gesunden Lokalathmosphäre für alle muss es das Wert sein. Kdolsky, die die Entwicklung nur verzögern aber nicht aufhalten kann, tut ihrem Klientel aus politischem Kalkül durch ihre halbgaren Regelungen (75qm usw.) absolut keinen Gefallen, weil die die dadurch ihr Lokal umrüsten bei Durchsetzung des Rauchverbots wieder die Gelackten sind.

    Wahrscheinlich will sie eine Lösung verhindern, bis diese aus Brüssel kommt, damit sie selbst aus dem Schneider und die EU der Buhmann ist. Ob jemand, der wider besseres Wissens so handelt, es würdig ist, von dir “for president” ernannt zu werden, bleibt freilich deine Entscheidung…

    27. Feb. 2008 | #

  2. kritikus schreibt:

    Zum ersten Satz: Sooo schwer war das aber nicht zu erraten… :)

    Na ja, familienfreundlich brauchen Nachtbars, Pubs, Beisln und Schluckhütten ja nicht gerade sein, dort hat man gewöhnlich eine andere “Familie”. Restaurants und Ausfluglokale machen das auch so, die brauchen großteils kein Gesetz dafür.

    Dass man Terrassen und Gehsteige wetterschützen und heizen kann, ist mir eigentlich auch klar. Aber ob das in Zeiten von CO2-Hysterie der Weisheit letzter Schluss ist, mag ich bezweifeln. Ich weiß, dass sie das in den Rauchverbotsländern massiv machen, richtiger wird es deshalb aber auch nicht.

    Auch die Anrainer würden sich bei einem Totalverbot sicher nicht so freuen, wenn vor den Lokalen bis 04.00 Uhr 50, 100, 200 oder was weiß ich wie viele rauchend abfeiern. Es hat schon einen Grund, warum Schanigärten früher schließen müssen.

    Die Frau Kdolsky wird ja, wie alle anderen auch, nicht mehr lange Ministerin sein. Viele werden in der nächsten Regierung nicht mehr vertreten sein, sie ganz bestimmt nicht. Deshalb wird sie die Sache auch nicht mehr beenden. Ich traue in der Frage der ÖVP auch nicht über den Weg – aus den Gründen, die Du schon genannt hast. Aber die EU ist selber schuld, wenn sie andauernd als Sündenbock missbraucht wird. Was muss sie sich auch immer in das Leben jedes einzelnen einmischen. Aufgabe einer EU wäre es, große Dinge zu regeln (Außenpolitik zB). Da geht aber nichts weiter und so muss man die Leute mit Gurkenkrümmung, Rauchverboten und Extrembürokratie traktieren. Die Totengräber der Union sitzen in den eigenen Reihen…

    27. Feb. 2008 | #

  3. Pflanze schreibt:

    Mittlerweile glaube ich, dass du der Gründer von http://www.raucherbewegung.eu bist! Anders lässt sich deine unreflektierte Übernahme dieses Schwachsinns nicht erklären!

    Ich bin froh, dass diese Regierung bald der Vergangenheit angehören wird und ich bin überzeugt, dass die nächste Gesundheitsministerin (hoffentlich Frau Dr. Oberhauser) für einen nachhaltigen Schutz (generelles Rauchverbot) sorgen wird.

    Und das ein Rauchverbot zu mehr Umsatz, geringeren Erkrankungen und vor allem Gleichberechtigung von Rauchern und Nichtrauchern führt, zeigen jene 14 europäischen Länder, die bereits Rauchverbote verwirklich haben!

    Also hören Sie bitte auf, staktomäßig den Blödsinn zu wiederholen, den die WKÖ und diverse nebulöse Rauchervereinigungen und Politiker von sich geben! Auch sie werden ein rauchfreies Europa und damit ein rauchfreies Österreich nicht verhindern können!

    Der Gesundheitsschutz wiegt schlussendlich mehr als die Sucht der Raucher!

    28. Feb. 2008 | #

  4. kritikus schreibt:

    Dein “Verdacht” ehrt mich zwar, ich habe aber mit http://www.raucherbewegung.eu nichts zu tun, außer dass mir vieles, was dort geschrieben wird, plausibel erscheint.

    Mir kommt es so vor, als ob bei der Raucherdiskussion so viel gelogen wird, wie sonst nirgendwo. Topen tun das nur mehr die Geschäftemacher in Sachen Klimahysterie um den Prinzen Al Gore (die sind natürlich noch “besser” als die Tabakhysteriker, denn die konnten ja von diesen lernen…). Es gibt scheinbar überhaupt nur drei Personen, welche die Wahrheit gepachtet haben: der Papst, Kurt Krenn und Herwig Haidinger :)

    Wer lügt also bzw wer plappert nur Lügen nach? Die WKO, die jene Leute vertritt, die es direkt betrifft oder die missionierenden Weltverbesserer, denen es letztendlich egal sein kann, wieviele Unternehmer eingehen?

    Apropos lügen und Unwahrheiten verbreiten: Es ist jetzt schon eine Zeit her, dass Dr Michael Siegel gestanden hat, dass bei der verbreitung der Gefährlichkeit von Passivrauch gelogen wurde, dass sich die Balken biegen. Hat das irgendjemanden interessiert? Die Medien haben es (natürlich vollkommen unabsichtlich) total übersehen und die Antirauchliga verbreitet ihre Thesen genauso weiter, als ob nichts gewesen wäre – ja, sie fordert sogar ein Rauchverbot in der eigenen Wohnung.

    Ich werde ganz sicher nicht aufhören, meine Meinung zu schreiben, auch wenn mir klar ist, dass ich weder etwas verhindern noch etwas bewirken kann. Für mich hat das den Vorteil, dass ich mir nachher nicht vorwerfen muss, ich hätte an der Einführung einer neuen Art von Faschismus mitgewirkt. Oder glaubst Du wirklich, dass nach der Eliminierung des Rauchens nichts mehr kommen wird?

    28. Feb. 2008 | #

  5. Pflanze schreibt:

    Sie sollen nicht aufhören, Ihre Meinung zu vertreten, jedoch tun Sie dies nicht wirklich, vielmehr wiederholen Sie falsche Tatsachen!

    Ich empfehle Ihnen ua http://www.tabakkontrolle.de/ bzw all die Studien (inkl. Links) die diverse User auf derstandard.at gepostet haben!

    Eines ist Faktum: Passivrauch ist schädlich, daran besteht kein Zweifel! Ich empfehle Ihnen weiters die Aussagen von Otto Burghuber (http://derstandard.at/?id=3180971)!

    Wenn Sie behaupten, Passivrauch sei nicht gesundheitsschädlich, dann zweifle ich stark an Ihrer Vernunft! (nicht böse gemeint)

    Auf ein in näherer Zukunft rauchfreies Österreich!
    Ihre Pflanze

    28. Feb. 2008 | #

  6. kritikus schreibt:

    Was ist richtig und was ist falsch? Ich denke, wir können das beide nicht verifizieren und müssen auf Aussagen anderer vertrauen. Wenn ich mir jetzt tabakkontrolle.de und raucherbewegung.eu anschaue, sehe ich als erstes, dass beide nicht neutral sind sondern eine Meinung, einen Zweck verfolgen. Ich sehe da im Wesentlichen keinen Unterschied, was die Glaubwürdigkeit anlangt.

    Primarius Dr Burghuber kann als Lungenfacharzt gar nicht etwas anderes sagen. Ansehen und Karriere wären schnell zu Ende, denn die organisierte Antirauchliga (ist ja auch ein Bombengeschäft…) würde sofort über ihn herfallen. Ohne jetzt irgendwas zu unterstellen meine ich, dass es bei gewissen Berufen nicht frei steht, welche Meinung man haben darf. Ganz gut gesehen hat man das auch bei unserer Gesundheitsministerin. Bei einem Gesundheitsminister setzt man voraus, dass er die veröffentlichte Meinung gegen Tabakkonsum unterstützt. Sie hat das nur bedingt getan und wir sehen, was es ihr gebracht hat… :)

    Ich selber bin auch sicher, dass Passivrauch nicht gesund ist, wenngleich genau die Studie, die als Grundlage für die Rauch-Ächtung diente, eigentlich was anders aussagt. Ich bin sogar überzeugt, dass Passivrauch schädlich ist. Ich bin mir aber sicher, dass er nicht so schädlich ist, wie getan wird – und das ist der feine Unterschied. Schädlicher Rauch – ok, da muss man was dagegen tun, damit niemand dem ohne sein Zutun ungebührlich ausgesetzt wird. Also öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel, Arbeitsplätze rauchfrei – kein Problem. Das ist aber alles schon verwirklicht, auch in Österreich. In eine Bar, Pub, Schluckhütte oder Puff muss nun wirklich niemand hinein – niemand wird dazu gezwungen. Und komm mir bitte nicht mit dem Personal im Gastgewerbe. Da könnte man eine Lösung finden – eine Prämie oder es bedient nur der Chef (in den kleinen Lokalen sicher kein Problem) etc…

    Zur Vernunft: Ich bin gezwungen, fast die ganze Zeit über vernünftig zu sein. Zeitweilig gönne ich mir einfach eine gehörige Portion Unvernunft… :)

    28. Feb. 2008 | #

  7. Georg Pichler schreibt:

    Sicher muss niemand in Lokale hinein. Aber meiner Vorstellung nach sollte jeder hineinkönnen, ohne dabei zwangsläufig seine eigene Verqualmung in Kauf nehmen zu müssen – denn genau das ist die Situation. Da Raucher und Nichtraucher sozial verbandelt sind, ist die Sache für einzelne Nichtraucherlokale gar nicht leicht, weil viele Leute aus falscher Toleranz ihren rauchenden Kollegen nachgehen, statt auf die Nichtraucherstube zu bestehen. Der Wandel in dieser Hinsicht ist gehemmt und wird noch länger andauern, und solange werden sich auch Nichtraucherlokale nur sporadisch durchsetzen.

    Die Personalfrage lässt sich nicht einfach mit einer Prämie klären, diee würden nämlich derzeit alle zahlen. Zudem müsstest du die Prämie nicht an den einzelnen Mitarbeitern festmachen, sondern daran obs ein Raucherlokal sein darf oder nicht. Nur dann wirds wieder kompliziert: Woran bemisst du die Prämienhöhe? Zahlt man die pro Angestelltem oder nach Lokalgröße? Wie wettbewerbsverzerrend ist das? Du kommst auf ähnliche Hürden wie bei der Raumtrennungsidee, die du nur durch Willkürmaße wie zB. 75qm schlampig umgehen kannst.

    In Wahrheit gibt es genau zwei saubere Lösungen: Alle oder keiner. Und da ich Gesundheit für essentieller halte als eine Sucht mit der man unweigerlich andere in Mitleidenschaft zieht, bin ich für das Rauchverbot in Lokalen.

    Weiter muss es den meisten Rauchgegnern auch gar nicht gehen. Sicher gibts welche, die auch gern jede Wohnung rauchfrei hätten. Da sollte man aber wirklich auf den eigenverantwortlichen Konsens der Bewohner hoffen, und davon ausgehen, dass rauchende Elternteile nicht in der Nähe ihrer Kleinen qualmen.

    2. Mrz. 2008 | #

  8. kritikus schreibt:

    >>Sicher muss niemand…< <
    Das ist die Gretchenfrage, wo sich die Geister scheiden. Wieviel Schutz braucht das Individuum? Die einen (da gehör ich dazu) meinen, dass von jedem auch selber ein kleiner Beitrag geleistet werden muss (zB dass er nicht selber eine gut wahrnehmbare bzw angekündigte Gefahr aufsicht). Andere sehen das anders - etwa, dass jeder ohne jede Verantwortung für sich selber hingehen kann wo er will und andere müssen ihm jede Gefahr aus dem Weg räumen...

    Bezüglich einer Prämie wäre das nicht so kompliziert. In einem Lokal, wo geraucht wird, bekäme das Personal einen Aufschlag auf den Kollektivvertragslohn. Die Höhe sollten die Sozialpartner aushandeln. Dem Wirt stünde es dann frei, ob er die Mehrkosten in Kauf nimmt (oder noch mehr zahlt - Angebot und Nachfrage) oder nicht.

    >>Alle oder keiner.< <
    In dem Fall wäre ich für “Alle” – aber das ist sicherlich keine so große Überraschung… :)

    Wenn Eltern in der eigenen Wohnung ihre Kinder permanent zuqualmen hilft meiner Meinung nach auch ein Gesetz nicht. Es gibt nämlich kein Gesetz, das idiotensicher ist… :)

    2. Mrz. 2008 | #

  9. Pflanze schreibt:

    Sie dürften einen guten “Draht” zur Tageszeitung Die Presse haben, weil ich alle paar Wochen ihren Webblog darin wiederfinde! ;)

    Ich stimme Georg Pichler inhaltlich voll und ganz zu! Die Zukunft wird in Österreich ein generelles Rauchverbot bringen, mit oder ohne Einbindung der WKÖ oder Gesundheitsministerin, dem EU-Rat + EU-Parlament sei dank!

    Und die Gretchenfrage ist nicht, wie viel Schutz brauch das Individuum. Vielmehr lautet diese, ob es einer Minderheit (Rauchern) erlaubt sein soll, gewisse Lokale mit ihrem Qualm vereinnahmen zu dürfen und dadurch Dritte (Nichtraucher) von einem gefahrlosen Besuch des Lokals ausschließen zu dürfen! Ich sage nein!

    3. Mrz. 2008 | #

  10. kritikus schreibt:

    Einen “Draht” zu “Die Presse” habe ich nicht. Ich wurde um Erlaubnis gefragt, war einverstanden und freue mich jedesmal tierisch, wenn ein Beitrag abgedruckt wird… :)

    Die EU-Verwaltung ist meiner Meinung nach total auf dem Holzweg. Schon auch wegen der Rauchverhinderungsaktivitäten, aber viel mehr wegen der extrembürokratischen Reglementierungswut, die dem einzelnen zunehmend jeden Gestaltungsspielraum nimmt. Es scheint so, als ob damit nur abelenkt werden soll, weil sonst nichts weitergeht. Wenn die noch eine Weile so weitermachen, gefährden sie damit das gesamte EU-Projekt (dessen glühender Befürworter ich bin).

    Na wer sagt´s denn, so weit sind wir gar nicht auseinander, wenn sie “…gewisse Lokale mit ihrem Qualm vereinnahmen…” schreiben (freudscher Verschreiber? ;) ). Gegen ein Rauchverbot für “gewisse Lokale” hätte ich nichts einzuwenden. Das Generalverbot ist es, wogegen ich bin…

    3. Mrz. 2008 | #

  11. Pflanze schreibt:

    Geht mir auch so, freue mich auch wenn meine Leserbriefe abgedruckt werden!

    Naja, ich denke unsere Positionen sind doch diametral zueinander! ;)
    Ich halte ein generelles Rauchverbot auch weiterhin für die fairste Variante, weil jede andere “Lösung” nur wieder Schwierigkeiten mit sich bringen würde und Hintertürl offen lassen würde!

    Wer sollte denn festlegen, welche Lokale rauchfrei zu sein haben? Die Wirte, der Staat? Wenn’s die Wirte sind, dann bleibt’s beim Status quo, wenn’s der Staat macht, dann schreien alle das wäre Kommunismus!

    Daher gleiche Chancen für alle durch ein Rauchverbot!

    Und zu dem Bürokratiewahnsinn der EU: Wir alle wissen, dass nicht alles optimal rennt (kann es bei 27 MS vermutlich auch nicht), nur wüsste ich keine Alternative zur EU-Mitgliedschaft. Außerdem sehe ich keine Reglementierungswut der EU, vielmehr wäre ein Handeln der EU (Rat+Parlament) beim Thema Rauchverbot durch die Hintertür Arbeitnehmerschutz äußerst sinnvoll um einen europaweit einheitlichen Standard zu verwirklichen!

    4. Mrz. 2008 | #

  12. kritikus schreibt:

    Wenn man kreativ ist, kann man auch in schwierigen Dingen Lösungen finden. Maschi hat sich Gedanken gemacht und mit seiner Lösung könnte ich leben. Wenn mehr nachgedacht werden würde, würden wahrscheinlich noch andere Lösungen gefunden…

    Mir ist schon klar, dass es in einer EU mit 27 Mitgliedern auch Bürokratie geben muss. Ich glaube aber, dass man sich dort (wahrscheinlich aus den verschiedensten Gründen) bis ins letzte Detail im Kleinigkeiten (Rauchverbot, Gurkenkrümmung etc) kümmert und das Wesentliche (gemeinsame Außenpolitik, gemeinsames Steuerrecht etc) außer Acht lässt. Aber was soll man denn erwarten, wenn jedes Land nur seine ausrangierten Poliker dorthin ins Ausgedinge schickt… :)

    Ich persönlich wäre ja für “Vereinigte Staaten von Europa” nach dem Vorbild der USA… ;)

    4. Mrz. 2008 | #

  13. Pflanze schreibt:

    Gurkenkrümmung kommt nicht von der EU, sondern WTO! Die EU musste diese als WTO-Mitglied jedoch umsetzen!

    Und ein Rauchverbot ist für mich keine Kleinigkeit, sondern sehr wichtig, weil ich jeden Tag (Einkaufen, Ausgehen, …) mit dem Qualm konfrontiert werde und ich es satt habe, ständig diesem ausgesetzt zu sein!

    Es ist meines Erachstens JEDEM Bürder der EU zumutbar auf Zigaretten oder anderen Tabakprodukten in geschlossenen Räumen, wo auch Dritte verkehren zu verzichten! Was man/frau zu Hause macht, ist mir völlig egal!

    Ich bin aber bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass die EU sich noch stärker um gemeinsame Außenpolitik oder Harmonisierung des Steuerrechts (wo sie ja leider keine Kompetenzen hat) kümmern würde. Hier ist für sie GEMEINSAMES Handeln durch die EU ok, beim Rauchen nicht? Versteh’ ich nicht! Passivrauch betrifft direkt jeden Bürger in jedem Mitgliedsstaat! Aus diesem Grund wäre eine einheitliche, strenge Regelung erstrebenswert (welche zum Glück auch kommen wird)!

    5. Mrz. 2008 | #

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