Recht zaghaft, wenn überhaupt, beginnt die EU etwas gegen die stetig steigende Inflation zu unternehmen. Verständlich ist das schon, hat doch die Union selber gehörig zu dem Ist-Zustand beigetragen.
Ich als ländlicher Dummschädel war immer der Meinung, eine harte Währung schütze vor Inflation. Nun haben wir mit dem Euro eine der härtesten Währungen der Welt und trotzdem ein Inflationsproblem. Merkwürdig, die EU-Währungshüter haben uns doch das ganz anders erklärt…
Viele werden jetzt sagen, was kann die EU für die hohe Inflation. Die Antwort ist ganz einfach. Inflation entsteht hautpsächlich dadurch, dass die Preise steigen und dafür ist auch die EU nicht unwesentlich verantwortlich. Bürokratie verursacht nämlich Kosten – und zwar nicht nur dann, wenn sie von öffentlichen Einrichtungen betrieben wird. Auch wenn man der Privatwirtschaft Bürokrie in hohem Ausmaß aufoktruiert entstehen Kosten, die dann letztendlich auf die Konsumenten abgewälzt werden (müssen). Und gerade in dem Bereich ist die EU Weltmeister.
Das größte Problem ist aber das Aufspringen der EU auf den Zug der CO2-Geschäftemacher. Dadurch wurde es den Preistreibern an der Treibstofffront, die früher immer die Bösen waren, ermöglicht, sich den Gut-Mantel umzuhängen. Die EU-Kommission vermittelte nämlich, dass hohe Treibstoffpreise gut für die CO2-Bilanz wären und die Ölprinzen im Nadelstreif ließen sich da natürlich nicht zweimal bitten – der Rubel rollt ja jetzt für eine gute Sache. Der Biosprit (natürlich auch als CO2-gut eingestuft) sorgte dann noch für die Verteuerung der Weltmarktpreise für Agrarprodukte, was wiederum die Lebensmittelindustrie und den Handel ermutigte, auch zuzulangen – Kioto und Al Gore sei´s gedankt.
In ein paar Jahren werden wir, so wie alle in der EU, Milliarden zum CO2-Fenster hinaus werfen (zur Freude der Umweltgeschäftemacher, die das Geld gerne nehmen und sich dabei den Buckel über unsere Blödheit krumm lachen werden). Auf die Idee, dass man mit dem vielen Geld innerhalb weniger Jahre alle Hausdächer mit Fotovoltaikzellen vollpflastern und so wirklich den CO2-Ausstoß veringern könnte, kommt scheinbar überhaupt niemand.
“Wer sein Leben verlängern will, sollte alles dafür tun, es nicht zu verkürzen”, sagte ein ganz berühmter Mann* einmal. “Wer die Inflation bekämpfen will, sollte alles dafür tun, sie nicht anzuheizen”, würde ich hier einmal sagen…
*Terence Hill als Nobody im gleichnamigen Film
[...] Man sollte sich auch verdeutlichen, wieviel Geld eine Million Euro eigentlich ist. Das ist etwa die Summe, die der österreichische Bundeskanzler während einer ganzen Legislaturperiode (4 Jahre) verdient. Selbst wenn es billig abgehen sollte, werden dem künftigen Ex-ÖBB-Chef immer noch zwei Kanzler-Jahresgehälter hinterhergeworfen. Angesichts der derzeitigen Diskussionen über Inflation, Lebensmittel- und Energiepreise und dadurch Armutsgefährdung ganzer Bevölkerungsschichten ist das ein sehr merkwürdiges Zeichen, dass unsere Regierung da setzt… [...]
22. Apr. 2008 | #
[...] Die unaufhörlich steigenden Ölpreise und die gewaltig gewachsenen Nahrungsmittelpreise sind für die hohe Inflationsrate verantwortlich. So kostete das Fass Rohöl diesen Monat mit knapp 143 Dollar so viel wie nie zuvor. Experten erwarten am kommenden Donnerstag nun die Leitzinserhöhung der EZB von 4,0 auf 4,25 Prozent als Gegenmaßnahme auf die wachsende Inflation in der EU. [...]
1. Jul. 2008 | #
[...] Von “Inflation und EU” habe ich erst kürzlich geschrieben. Es wird von den Extrembürokraten dort noch immer nur von Inflationsbekämpfung geschwafelt und derweil alles unternommen, um diese anzuheizen. [...]
1. Aug. 2008 | #
[...] Schlimme Zeiten – neben den aktuellen Geldsorgen ist auch die steigende Inflation ein Problem, dass viele sorgt. Aber keine Angst, es wird ja was getan. Ob ORF, EU EU oder die SPÖ mit Wahlkampfschmäh – alle “helfen”. Nun trägt auch die Energie Allianz Austria (EAA) ihr Schärflein bei und erhöht die Gas und Strompreise in Wien und Niederösterreich drastisch (Burgenland folgt in Kürze)… [...]
10. Okt. 2008 | #
[...] Gehen die Leitzinsen hoch, werden die Kredite teurer, wodurch sich die Nachfrage nach Geld verringert. Dies bewirkt dann ein Sinken der Inflation und beugt Zweitmarkteffekten zum Beispiel durch die Lohn-Preis-Spirale vor. Bei einer Lohn-Preis-Spirale werden die Löhne erhöht, im gleichen Atemzug werden aber auch die Preise für Lebensmittel und andere Waren und Dienstleistungen teurer, weil eben der Faktor Arbeit teurer wird. Die Lohnerhöhungen verpuffen also, meist steigen die Preise dann schneller, als die Löhne steigen, was zu einer Entwertung des Geldes führt. Für viel Geld wenige Waren zu bekommen, auch das ist ein Merkmal einer Inflation. [...]
23. Okt. 2008 | #