Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

17. Mrz. 2008

Die Krankenkassen kriegen aus lauter Geldnot den Allerwertesten nicht mehr zusammen, aber Hilfe naht – Walter Dorner, Präsident der Ärztekammer hat eine Idee… :)

Der Präsident schlägt allen Ernstes vor, Medikamente künftig auch direkt über die Artzpraxen zu verkaufen, wodurch sich Einsparungen von insgesamt 130 bis 250 Millionen Euro ergeben würden. Wie der nette Herr auf sowas kommt, geht aus den Medienberichten nicht schlüssig hervor. Er meint halt, Ärzte würden die Medikamentenpreise besser kennen und deshalb günstiger verschreiben. Herr im Himmel, für wie blöd schaut der Herr Präsident alle anderen an?

Niedergelassene Ärzte sind selbstständige Geschäftsleute und leben von den Umsätzen, die sie erzielen. Das alleine ist schon ein Widerspruch, denn das Einkommen eines Arztes ist umso höher, je weniger gesund seine Patienten sind. Man will ja nichts unterstellen, aber  Ärzte sind auch nur Menschen – Eid hin oder her. Vor diesem Hintergrund scheinen manche Tätigkeiten der Ärzteschaft (zB das Lobbying rund um´s Rauchen und die kostenintensive Entwöhnung davon) und das gehäufte Auftreten von behandlungsbedürftigen Krankheiten (zB Depressionen) schon merkwürdig oder gar bedenklich.

Und jetzt kommt auch noch Präsident Dorner daher und schielt auf die 20.25% Handelsspanne der Apotheker. Die Tatsache, anderen Einkommen wegzunehmen um es sich selber einzuverleiben, will ich hier lieber nicht werten. Aber wie soll es zu Einsparungen kommen, wenn der Arzt mehr verdient, wenn er mehr Medikamente verschreibt? Sieht der Präsident etwa Ärzte als Übermenschen, die überhaupt keiner Kontrolle bedürfen?

Letzteres glaube ich nicht. Präsident Dorner wird sehr gut wissen, was ein Geschäft ist. Er will hier nur “den Bock zum Gärtner machen“… ;)

5 Kommentare »

  1. auchwill schreibt:

    Na, das ist doch mal eine geniale Idee.

    In Ösiland ist es doch sowieso schon so, daß die Apotheke praktischerweise oft im gleichen Haus sitzt, wo auch der Arzt praktiziert. Zumindest in Dörfern habe ich das oft gesehen. Von da bis zu alles aus einer Hand ist es dann doch nicht mehr so weit.

    Also ich versteh den Herrn schon, wenn ich mehr verdienen kann, warum soll ich das dann nicht tun. Einzig das Argument, der Arzt müsse die Preise besser kennen, ist wohl verkehrt. Was er sicher meinte, ist, daß die Ärzte besser ihre Pharmavertreter und deren Produkte kennen.

    18. Mrz. 2008 | #

  2. kritikus schreibt:

    Du sprichtst richtigerweise die Pharmevertreter an, denn die machen deutlich, um was es geht. Warum wohl suchen die Ärzte auf und warum bekommt man heute bei einem grippalen Infekt 4-5 Medikamente verschrieben wenn man vor 10 Jahren mit zweien ausgekommen ist?

    Das jetzige System ist gar nicht so schlecht, weil derjenige, der das Geschäft macht (Apotheker) keinerlei Einfluss auf die Verschreibung hat. Deswegen werden bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente von Pharmavertretern ja nicht die Apotheker gelöchert, sondern die Ärzte…

    18. Mrz. 2008 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Kammer gegen Radler schreibt:

    [...] Scheinbar läuft es bei den Verhandlungen zur Krankenkassensanierung nicht so gut für die Weißkittel, denn ihr Kammerhäuptling, Walter Dorner, bereitet offenbar einen Stellvertreterkrieg gegen die Radfahrer vor. Der gute Mann stellt eine Steigerung bei den Verletzungen von Radfahrern fest und fordert Restriktionen gegen diese. [...]

    9. Apr. 2008 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » Todesfalle Krankenhaus schreibt:

    [...] Wie bei solchen Zuständen die Ärztekammer (samt ihrem Präsi) und diverse Primarii, wie zB Otto Burghuber soeben, noch Zeit finden, Politik zu machen, ist mir schleierhaft. Die hätten wahrlich in ihrem eigenen Bereich genug zu tun… [...]

    3. Okt. 2008 | #

  5. kritikus.at » Wieder ein Bock, der Gärtner werden will und wohl werden wird… - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Ärztekammer hat genau so etwas vor nicht allzulanger Zeit versucht und ist gescheitert. Aber wer nicht anfliegt, kann nicht landen, werden sich die Pfleger (allesamt bei den vereinigten [...]

    10. Aug. 2010 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI