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16. Mrz. 2008

Um eventuell bei Alternative-3 eine Chance zu haben, wenigstens als willenloser Arbeitssklave mitgenommen zu werden, muss man auch im wirklichen Leben etwas zustande bringen… :)

Nicht ohne Stolz möchte ich deshalb mein neuestes Werk, einen Tisch zum Arbeiten mit Pflanzen – “Planztisch” – vorstellen.

Die Aufgabenstellung war:

  • kostengünstig
  • stabil
  • sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendbar (wetterfest)
  • leicht transportabel

Um das alles zu gewährleisten, habe ich mich für eine Kontruktion aus Formrohren entschieden. Zwei Beine stehen zum leichten Transport auf Rädern, einen sicheren Stand gewährleisten die beiden anderen Tischbeine. Ein Abnehmbarer Rahmen sorgt dafür, dass keine Erde runterfällt.

tisch1.jpg

Das Rohmaterial – Formrohre (40x 40 und 20×20 mm), Räder und Eisenplatten. Die Teile waren vom Fachhändler bereits zugeschnitten und es war nur mehr Feinarbeit nötig.

Pflanztisch - roh

Die Schweißarbeiten wurden mit einem Elektroschweißgerät aus dem Baumarkt (vom Nachbar ausgeborgt…) durchgeführt. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich nur 2 kleine Löcher in die Rohre gebrannt habe (war leicht zu korrigieren) ;)

Schwei�naht

Das Ergebnis der Schweißarbeit (nach dem Anstrich mit Rostschutzfahrbe). Die Schweißnähte sehen ganz passabel aus (zumindest nach der Nachbearbeitung mit mit der Schruppscheibe ;) ).

Pflanztisch - Holzbearbeitung

Nachdem das Tischgestell fertig und die Tischplatte montiert war, wurden die Bretter für den abnehmbaren Erdkrümelverhinderungsrahmen zugeschnitten, verleimt und verschraubt.

Pflanztisch - Holz noch unbehandelt

Fertiger Tisch – jedoch sind die Holzteile noch unbehandelt.

Tisch

Das Endprodukt – gebaut für die Ewigkeit…

Insgesamt hat der Tisch Kosten von ca 70.- € verursacht. Nicht mitgerechnet ist meine Arbeitszeit (~ 10 Stunden mit Untermalung von ”Bad Religion“) und der Sachaufwand (4 Bier und 1 Schachtel Zigaretten ;) )…

14. Mrz. 2008

Recht zaghaft, wenn überhaupt, beginnt die EU etwas gegen die stetig steigende Inflation zu unternehmen. Verständlich ist das schon, hat doch die Union selber gehörig zu dem Ist-Zustand beigetragen.

Ich als ländlicher Dummschädel war immer der Meinung, eine harte Währung schütze vor Inflation. Nun haben wir mit dem Euro eine der härtesten Währungen der Welt und trotzdem ein Inflationsproblem. Merkwürdig, die EU-Währungshüter haben uns doch das ganz anders erklärt…

Viele werden jetzt sagen, was kann die EU für die hohe Inflation. Die Antwort ist ganz einfach. Inflation entsteht hautpsächlich dadurch, dass die Preise steigen und dafür ist auch die EU nicht unwesentlich verantwortlich. Bürokratie verursacht nämlich Kosten – und zwar nicht nur dann, wenn sie von öffentlichen Einrichtungen betrieben wird. Auch wenn man der Privatwirtschaft Bürokrie in hohem Ausmaß aufoktruiert entstehen Kosten, die dann letztendlich auf die Konsumenten abgewälzt werden (müssen). Und gerade in dem Bereich ist die EU Weltmeister.

Das größte Problem ist aber das Aufspringen der EU auf den Zug der CO2-Geschäftemacher. Dadurch wurde es den Preistreibern an der Treibstofffront, die früher immer die Bösen waren, ermöglicht, sich den Gut-Mantel umzuhängen. Die EU-Kommission vermittelte nämlich, dass hohe Treibstoffpreise gut für die CO2-Bilanz wären und die Ölprinzen im Nadelstreif ließen sich da natürlich nicht zweimal bitten – der Rubel rollt ja jetzt für eine gute Sache. Der Biosprit (natürlich auch als CO2-gut eingestuft) sorgte dann noch für die Verteuerung der Weltmarktpreise für Agrarprodukte, was wiederum die Lebensmittelindustrie und den Handel ermutigte, auch zuzulangen – Kioto und Al Gore sei´s gedankt.

In ein paar Jahren werden wir, so wie alle in der EU, Milliarden zum CO2-Fenster hinaus werfen (zur Freude der Umweltgeschäftemacher, die das Geld gerne nehmen und sich dabei den Buckel über unsere Blödheit krumm lachen werden). Auf die Idee, dass man mit dem vielen Geld innerhalb weniger Jahre alle Hausdächer mit Fotovoltaikzellen vollpflastern und so wirklich den CO2-Ausstoß veringern könnte, kommt scheinbar überhaupt niemand.

“Wer sein Leben verlängern will, sollte alles dafür tun, es nicht zu verkürzen”, sagte ein ganz berühmter Mann* einmal. “Wer die Inflation bekämpfen will, sollte alles dafür tun, sie nicht anzuheizen”, würde ich hier einmal sagen… ;)

 

*Terence Hill als Nobody im gleichnamigen Film :)

12. Mrz. 2008

Die Koalitionskrise plätschert auch nach dem befohlenen Rapport von Kanzler und Vize beim Bundespräsidenten so lala dahin – nichts Neues in Sicht. Eines zieht sich allerdings, hauptsächlich bei der SPÖ – aber auch bei den Oppositionsparteien, wie ein roter Faden durch die Sache.

Der Schüssel sei an allem Schuld, der Schüssel übervorteile immer seine Partner, mit Schüssel könne es einfach keine Zusammenarbeit geben usw heißt es immer wieder. Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dieser Wolfgang Schüssel wäre der Leibhaftige höchstselbst, der Politiker des jüngsten Gerichts sozusagen.

Sieht man sich die Sache genauer an, könnte die Abneigung, die Politiker aller Farben gegen Wolfgang Schüssel haben, auf Angst gründen. Es schaut fast so aus, als ob sich niemand zutraut, diesem gewachsen zu sein. Alle scheinen vor ihm die Hosen gestrichen voll zu haben. Hach, muss der Mann gut sein… ;)

Sind sie zu stark, bis du zu schwach” ist ein toller Werbespruch, sollte der gar hier dazupassen? :)

10. Mrz. 2008

Niederösterreich bleibt schwarz, sogar noch schwärzer als vorher. Ob das gut oder schlecht ist, soll hier nicht erörtert werden. Die Niederösterreicher haben entschieden und es ist für die nächsten 5 Jahre so – Punkt.

Einige Tage vor der NÖ-Landtagswahl habe ich im ORF jeweils kurze Berichte über die Abschlusskundgebungen von ÖVP und SPÖ gesehen – einerseits ein dynamischer Spitzenkandidat mit einer Mannschaft, die wie bei einer Siegesfeier wirkte, und andererseits eine verschüchterte, farblose Partie, als handle es sich um eine Leichenfeier. Ich habe ab da gewusst, wie das Match zwischen ÖVP und SPÖ ausgehen wird.

Landeshauptmann Pröll verliert als strahlender Sieger keine Zeit, sein Erfolgsgeheimnis als Fingerzeig für den schwarzen Teil der Bundesregierung mitzuteilen. Der Erfolg wäre der “Lohn konsequenter Arbeit für das Land” und das Motto “Arbeiten statt streiten!“. Na gut, das hätten wir auch so gewusst, der Bundeswilli sicher auch… :)

Arbeiten und den Konsens mit dem Partner suchen, das ist es also, was Erwin Pröll seinen regierenden Kollege der Bundespartei mitgeben will. Die Frage wird aber sein, ob der Koalitionspartner das auch will, hat doch die SPÖ schon vor der Niederösterreichwahl einen ganz anderen Kurs eingeschlagen. Außerdem könnte ja der Bundes-SPÖ, die Realität verweigernd, einfallen, wohin Heidemaria Onodi ihr Konsens/alles-gemeinsam-machen/Kuschelkurs gebracht hat… ;)

9. Mrz. 2008

Ich weiß, über den Gusenbauerischen “Gesudere”-Sager wurde schon genug geschrieben. Ich möchte den Kanzler auch hier nicht kritisieren, sondern eher diejenigen, die jedes unbedarfte Wort von Politikern breittreten und skandalisieren.

Alfred Gusenbauer wird diesen Sager genausowenig mehr loswerden, wie sein Vize Wilhelm Molteren den seinen (“Hände falten, Gosch´n halten”). Beiden ist wohl gemeinsam, dass sie im Augenblick des Sagens nicht damit gerechnet haben, dass der Ausspruch je an die Öffentlichkeit gelangen wird. In beiden Fällen wurde locker gesprochen, ohne jedes Wort abzuwägen. Das sollte auch gestattet sein – Volksnähe ist nämlich nicht nur, wenn sogar bei der Einweihung eines Feuerwehrautos in Hintertupfing ein Minister antreten muss… :)

Ist es wirklich der Weisheit letzter Schluss, dass ein Politiker zu jeder Zeit und an jedem Ort damit rechnen muss, dass jedes Wort von ihm veröffentlicht wird? In dem Fall wird man es sich bald sparen können, überhaupt mit Politikern zu sprechen, denn außer (von Parteisekretären) vorgefertigten Wortphrasen wird man dabei dann nichts mehr zu hören bekommen. Außerdem frage ich mich, welche “internen” Diskussionen dann überhaupt noch geführt werden können bzw werden es diese dann überhaupt noch verdienen, als Diskussionen bezeichnet zu werden?

4. Mrz. 2008

Kräftig abgelost hat bei den Regionalwahlen in Bayern die CSU. Wie es ausschaut, wird ein Minus von etwa 6 Prozent und das schlechteste Ergebnis seit 1966 verbucht werden müssen. Aber auch die SPD hat verloren. Was könnte die Bayern bewogen haben, beiden Großparteien Watschen zu verabreichen?

Man bekommt zwar hier in der pannonischen Tiefebene gewöhnlich recht wenig von dem mit, was die Leute in Bayern bewegt. Eine Sache ist aber auch bis hierher durchgedrungen, nämlich der Wirbel, den das in Bayern mit 1. Jänner verordnete Rauchverbot (das restriktivste in ganz Deutschland) verursacht hat.

Manche werden jetzt sagen, dass doch die SPD auch verloren hätte. Das stimmt zwar, aber die SPD sitzt in der Bundesregierung, die ja das Rauchverbot für ganz Deutschland initiiert hat, und außerdem war ja die bayerische SPD auch für das Rauchverbot. Ein gestandener bayerischer Raucher hätte die ja genausowenig wählen können, wie die CSU… :)

Wie auch immer – vielleicht spinne ich mir nur was zusammen. Andererseits aber machen sich schon einige in der CSU in ihrem Katzenjammer genau solche Gedanken… ;)

 

PS: Wer würde denn wohl bei uns bei einem Rauchverbot in Lokalen die meisten Proteststimmen einheimsen können?

3. Mrz. 2008

Nach den Untersuchungsausschüssen zu Banken und Eurofightern hat das Parlament heute wieder einen Untersuchungsausschuss beschlossen. Diesmal hat man kräftig zugelangt, ein wahres Monstrum wurde da geschaffen.

Es sollen nicht nur die sattsam bekannten Vorgänge im Innenministerium, sondern auch gleich die Visa-Affäre und als Draufgabe, sozusagen im Vorbeigehen, noch die “vermeintlichen Zahlungen der BAWAG an SPÖ und ÖGB” (Zitat aus dem “Standard”, um nicht niedergeklagt zu werden ;) ) untesucht werden. Der Prüfungsauftrag beinhaltet insgesamt 32 Punkte. Na bumm, da werden die 17 Abgeordneten allerhand zu tun haben, denn um einfache Sachverhalte handelt es sich ja ganz gewiss nicht – wird also länger dauern…

Bemerkenswert an der Auftrags-Liste ist auch, dass sich die SPÖ herabgelassen hat, “Aufklärung über die mögliche Finanzierung von ÖGB und SPÖ durch die BAWAG” (Zitat aus dem Antrag) zu akzeptieren (hoffentlich klagt jetzt der Kalina nicht den eigenen Parlamentsklub wegen Rufschädigung :) ).

Wenn man bedenkt, dass dies erst der insgesamt 17. Untersuchungsausschuss, innerhalb von ca einem Jahr aber bereits der 3. ist, sollte man sich ernstlich überlegen, überhaupt gleich einen ständigen Untersuchungsausschuss einzurichten. Dort könnte jede Partei ihre Terrier in Stellung bringen und diese könnten sich nach belieben öffentlichkeitswirksam gegenseitig zerfleischen. Eine Dauerlösung würde auch Geld sparen und vor allem das unerträgliche Gezerre vor einem Ausschuss würde wegfallen… :)

2. Mrz. 2008

Die SPÖ hat die Sache ihren Anwälten übergeben und wird sehr konsequent jeden klagen, der den Ruf der SPÖ schädigen möchte” sagte kürzlich der Bundesgeschäftsführer der SPÖ. Er meinte damit, dass ja niemand auf die Idee kommen sollte, im Zusammenhang mit den im Flöttl-Keller aufgetauchten BAWAG Dokumenten die…. – mehr schreibe ich dazu lieber nicht mehr, denn meine Kriegskasse ist (wie immer) leer… :)

Welcher Ruf soll denn da aber verteidigt werden? Wohl doch ein schlechter, denn – das wird dem Josef Kalina sicherlich auch bekannt sein – in Österreich genießen die Parteien allesamt kein gutes Ansehen. Verantwortlich dafür sind die ewigen Streiterein, die halt in der politischen Arbeit unvermeidlich sind. Politik ist ja auch Entertainment und eine Beschränkung auf die Sachebene hat es noch nie gegeben und wird es auch niemals geben. Das kann getrost als gegeben hingenommen werden, denn dazu müssten die Politiker durch Maschinen ersetzt werden.

Außerdem ist so eine Klagsdrohung eher kontraproduktiv, denn dadurch könnten sich (ist zwar sehr unwahrscheinlich) Ruf und Ansehen einer Partei ja erhöhen. Das wäre aber für die politische Arbeit eher hemmend, denn: “Ist der Ruf erst ruiniert, lebst du völlig ungeniert:)

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