endet nicht mit einem Totalverbot. Die Sozialpartner haben sich in der Raucherfrage geeinigt und es hat sich, man glaubt es kaum, die Vernunft durchgesetzt.
Jedes Gastronomielokal muss künftig in Raucher und Nichtraucherbereich aufgeteilt werden, außer es stehen bau- oder feuerpolizeiliche Gründe (?!) entgegen. Dann kann der Wirt selber entscheiden, ob er ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal haben will. Das ist schon das Wichtigste an der Einigung. Die Vorteile, die für das Personal in Raucherlokalen ausverhandelt wurden, interessieren wohl nur dieses - und davon wahrscheinlich auch nicht sehr viele. Die Kennzeichnungspflicht samt dämlichen Warnhinweisen (wie auf den Zigarettenpackungen) kratzt sicher überhaupt niemanden…
Jetzt muss die Sache nur mehr durch Ministerrat und Parlament. Aber die Minister Kdolsky und Buchinger werden ja nicht so mauern und die Mehrheit im Parlament sollte auch reichen (auch wenn die Oberhauserin und der Rasinger nicht mitstimmen sollten
. Und die, wie “Die Presse” schreibt, “Revolte in der Ärzteschaft” wird ja wohl der Präsident in den Griff kriegen…
Welche Vernunft? Die Vernunft sagt wohl kaum dass es auch in Zukunft gestattet sein soll andere Menschen zu töten!!
Dieser Kompromiss ist eine Farce und ist dem Papier, auf dem es geschrieben ist, nicht wert!
Wenn die SPÖ dem zustimmt, ist sie wieder umgefallen!!
Diese Regelung ist eine absolute Frechheit!!!
27. Apr. 2008 | #
Was haben Sie erwartet? Etwa, dass sich WKO u n d Gewerkschaft gleichermaßen gegen ihre Mitglieder entscheiden? Die können sich das auf Dauer genausowenig leisten, wie die Politik nicht auf Dauer gegen das Volk regieren kann (eigentlich kann das nur die EU – derweil noch
). So etwas geht nur punktuell und ich hatte schon befürchtet, dass sie es in der Raucherfrage klammheimlich so machen würden. Das dürften sie sich aber wohl durch den Wirbel, nicht zuletzt durch die Antis verursacht, nicht mehr getraut haben…
27. Apr. 2008 | #
Lieber Anti als Mörder!
Und ein Rauchverbot ist nicht gegen das Volk sondern für das Volk! Die Regierung ist da um verantwortungsvolle Politik zu betreiben! Das beinhaltet auch unpopuläre Maßnahmen! Unter Rauchern ist ein Rauchverbot in Österreich unpopulär, in jenen Ländern mit generellem Rauchverbot sind selbst Raucher für diese Regelung!
Manchmal muss man eben das Volk zu seinem Glück zwingen! Und ja, ich hoffe, dass die EU diesem “Herummurxen” in Österreich ein Ende bereitet!
28. Apr. 2008 | #
Ergänzung zu “GEGEN DAS VOLK REGIEREN”:
Gesundheits-Kommissarin Androulla Vassiliou und der Kommissar für Arbeit und Soziales, Vladimir Spidla:
“80 Prozent der Bürger sprechen sich für bindende Gesetze der Europäischen Union aus.”
“Wir ermutigen alle EU-Länder, dem hervorragenden Beispiel Italiens, Irlands, Schwedens, Großbritanniens, Frankreichs oder Sloweniens zu folgen. Wir hoffen, dass die derzeitige Diskussion in Österreich dazu führt, dass die Bürger an ihren Arbeitsplätzen künftig vollständig gegen Passivrauch geschützt werden”
“Um die Bürger vor dem Passivrauchen zu schützen, könnte es als ersten Schritt noch bis Ende dieses Jahres eine Empfehlung des Rates für rauchfreie Arbeitsplätze geben.”
http://www.kurier.at/nachricht…152555.php
28. Apr. 2008 | #
>>Manchmal muss man eben das Volk zu seinem Glück zwingen!< <
Eben das ist das Beunruhigende daran. Das haben früher auch welche gemacht und es war nicht sehr erfreulich...
Dass der Spidla auf dieser Linie ist, überrascht mich jetzt aber nicht wirklich…
28. Apr. 2008 | #
Daran ist nichts verwerfliches! Das Volk weiß nicht immer was gut für sie ist!
Im übrigen finde ich recht interessant! Ist zwar kein Urteil, aber es lässt sich erahnen, wie die anstehenden Verfassungsbeschwerden in Deutschland ausgehen werden:
Bundesverfassungsgericht zu dem Rauchverbot in Hessen:
Beschluss vom 14. Januar 2008 – 1 BvR 2822/07
“Diejenigen Nichtraucher, die gegenwärtig von der Möglichkeit Gebrauch machen können, ohne Gefährdung ihrer Gesundheit durch den Besuch von Gaststätten am sozialen Leben teilzunehmen, würden diese Entfaltungsmöglichkeit verlieren.”
“Für den Beschwerdeführer (Raucher) selbst wiegen die Nachteile eher gering, da er [...] nicht allgemein am Rauchen und auch nicht am Besuch von Gaststätten, sondern nur an einer einzelnen, während des Gaststättenbesuchs bis September 2007 zulässigen Verhaltensweise gehindert wird. Dem stehen die mit dem Erlass einer Eilentscheidung verbundenen Beeinträchtigungen des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung gegenüber.”
Quelle: http://www.bundesverfassungsgericht.de/
28. Apr. 2008 | #
>> Daran ist nichts verwerfliches! Das Volk weiß nicht immer was gut für sie ist! < < Ja, ja, ich weiß das ja. Ahmadinejad und Chávez (nur zwei Beispiele, die für sehr viele - auch viel schlimmere - stehen) sagen das ja auch immer wieder - es muss also stimmen ;) Der Link ist nicht so neu, im Standardforum wird der rauf und runter gepostet. Apropos Standard - Was ist mit den Hardlinern dort los? Man kann nur staunen. Der eine findet plötzlich Raucherkabinen bzw Luftabsaugung als "Lösung für die Gastronomie" und der andere sieht in Raumtrennung nach dem Oberhausermodell schon die "zweitbeste Lösung". Gescheiter geworden oder zahlt Pfitzer nicht mehr so gut?
28. Apr. 2008 | #
Ein Ja zur Zigarette, aber nur bei den Nikotin-Ayatollahs auf dem eigenen “Häusl”!
Übrigens hat ein beträchtlicher Anteil in diesem Thread nichts mit kritischem Bewusstsein, sondern eher etwas mit geistiger Onanie gemeinsam.
Damit spannt sich offensichtlich auch ein Bogen von Kritikus zu ….
Nein – ich werde das unschöne Wore “”Hirnwichser” nicht verwenden, die drei Punkterl tuns auch!
29. Apr. 2008 | #
@haka
Ich wollte den Kommentar eigentlich gleich löschen, weil er beleidigend ist. Ich habe mich aber anders entschlossen, weil ich meine Grundimmunisierung heute ja schon genossen habe und so gegen Alltagsbeleidigungen großteils immun bin
Aber im Ernst: Was genau wollten Sie hier mitteilen?
29. Apr. 2008 | #
Wieso einfach wenn’s auch kompliziert geht!
Das dürfte das Motto von Rot-Schwarz bei dieser Regelung gewesen sein, die im Prinzip nur Verlierer kennt!! DANKE, liebe Regierung für eine Regelung, die nichts bringt außer Kosten und enormen bürokratischen Aufwand! Eine typisch österreichische Lösung, eben! Schwachsinn³!!!
Was mich jedoch verwundert ist der Umstand, dass jetzt zwar Erkrankungen, die durch Passivrauch verursacht werden, als Berufskrankreiheiten gelten, gleichzeitig aber kein wirksamer Schutz dagegen geboten wird. Weiters ist es für mich unerklärlich, wieso die Sozialpartner und die Regierung von einem “grundsätzlichen Rauchverbot” sprechen, wo doch im Prinzip bis 80m² nichts ändern wird. Wenn sich etwas ändert, dann zum Schlechtern, weil all die kleinen Lokale, die bislang freiwillig Nichtraucherzonen hatten, diese nun nicht mehr einrichten müssen!!
Die Punkte zum Thema Arbeitnehmerschutz sind doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der keine wirkliche Verbesserung bringt. Die Möglichkeit der Kündigung ohne Verlust war auch jetzt bereits für alle Arbeitnehmer, die unter Abfertigung Neu fallen, möglich. Und für alle anderen besteht nach wie vor die kostenlose Möglichkeit des jederzeitigen Wechsels zu Abfertigung Neu! Dieser Punkt ist daher keine wirkliche Verbesserung.
Außerdem bin ich davon überzeugt, dass eine Person, die einen Lehrberuf in der Gastronomie erlernen will, sich dem Passivrauch aussetzen wird, bevor er gar keinen Ausbildungsplatz bekommt.
Weiters ist es für mich unbegreiflich, wie die Sozialpartner und die Regierung den Angestellten Zeit für gratis Arztuntersuchungen gewährt um sich die Folgen des Passivrauchens bestätigen zu lassen, anstatt die Schädigung zu verhindern! Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, wird einzig die Möglichkeit der Bestätigung der Schädigung geboten! Das ist in meinen Augen Zynismus pur!
Aber ich stimme der Gesundheitsministerin zu wenn Sie sagt, es ist eine typisch “Österreichischer Lösung” herausgekommen. Nur heißt “Österreichische Lösung” nicht immer gut, vielmehr ist diese Lösung die schlechteste die es geben konnte. Außer extrem viel bürokratischem Aufwand bringt sie vermutlich nichts!
Eine Analyse, die es wirklich punktgenau trifft in der heutigen Printausgabe von “Der Standard”: [url=http://derstandard.at/?id=3322552] Nichtraucherschutz? Eben nicht![/url]
2. Mai. 2008 | #
Sorry, dass mit dem Link setzen hat nicht so geklappt wie ich mir das vorgestellt habe!
2. Mai. 2008 | #
Kein Ursache – das ist der Link.
Es ist natürlich Ansichtssache, aber ich teile die Meinung der “Analyse” natürlich nicht. Zum einen, weil ich die jetzt beschlossene Lösung wirklich für gut halte, und zum anderen, weil ich den Standard als eine “Nichtraucherzeitung” (Pro-Rauchen-Artikel, die dort auch hin und wieder erscheinen, wirken eher wie Quotenartikel, um halt neutral zu scheinen) ansehe und sohin die Artikel zu diesem Thema dort eher mit Vorsicht genieße.
Was bitte schön ist so schlecht daran, wenn man Raucher- und Nichtraucherbereiche grundsätzlich verbindlich trennt und gleichzeitig einen Teil dem Markt überlässt? Es müssten sich auch die Nichtraucher freuen, weil es ja jetzt rauchfreie Bereiche verbindlich geben wird. Und für´s Personal ist ein verrauchter Arbeitsplatz mit sozialen Besserstellungen allemal noch besser, als ein rauchfreier Arbeitsplatz, den es nicht mehr gibt…
Übrigens, im fernen New York wurde eben die Erklärung des Krieges gegen die Dicken formell bestätigt. Genauso (Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen) hat es beim Anti-Raucherkrieg auch angefangen…
2. Mai. 2008 | #
Den Standard als “Nichtraucher-Zeitung” zu titulieren ist aber schon sehr gewagt! Dann empfehle ich Ihnen nicht die Salzburger Nachrichten oder den Kurier zur Hand zu nehmen, die fallen dann nämlich auch in die Kategorie “Nichtraucher-Zeitung”!
Sie irren wenn Sie meinen, dass bei einem Rauchverbot die Angestellten nach der Reihe auf die Straße gesetzt werden müssen. Diese “Schauermärchen” gehören endlich in die Mottenkisten! Die erwähnte soziale Besserstellung ist doch nicht war, all die genannten “Verbesserungen” gab es auch schon bisher! Also von einer Besserung kann nicht gesprochen werden!
Im Übrigen eine weitere Verfassungsklage zum Nachlesen:
http://www.rauchfreie-gastronomie.de/index.php?id=27&file=tl_files/progast/popularklage/popularklage.pdf
http://www.rauchfreie-gastronomie.de/index.php?id=27&file=tl_files/progast/popularklage/popularklage-anhang.pdf
7. Mai. 2008 | #
[...] Helmut Hirt, SPÖ-Landesrat in der Steiermark, kann es nicht ertragen. Er glaubt (Anfall von religiös-faschistischem Wahn? ), das neue Tabakgesetz schon vor dem Inkrafttreten bekämpfen zu müssen. Ein wahrer Demokrat ist der aber, der Herr Hirt. [...]
23. Okt. 2008 | #
[...] Die Nachfolgerin des Neidhammels Kyprianou (er hat sich ja selbst vom Ketten- zum Nichtraucher kasteit und ist jetzt normalen Rauchern neidig ist mit der österreichischen Konsenslösung unzufrieden und grantelt. Kein Wunder, humorlose Kreuzzügler im Sold von Konzernen, die mit der Krankheit von Menschen dunkle Geschäfte machen, müssen wohl unzufrieden sein und granteln, sie können wahrscheinlich gar nicht anders . Frau Vassiliou gibt dazu folgendes zum Schlechtesten (Auszüge aus dem Kurier): [...]
2. Feb. 2009 | #