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4. Mai. 2008

Ein Verfahren ist von der Staatsanwaltschaft eingeleitet worden. Es musste sein, denn die Kellerfunde zu Wien dürften in Sachen BAWAG nichts anderes zugelassen haben…

Es geht gegen unbekannte Täter, weil man ja nicht weiß, wer, wann, für was bei der BAWAG zuständig war ;) . Da sollen dem  Gewerkschaftsbund ua höhere Einlagezinsen, als die auf der anderen Seite zu zahlenden Kreditzinsen, gewährt worden sein. Dass dem ÖGB trotz dieses Finanzierungs-Perpetuum Mobiles nichts als Schulden übrig geblieben sind, ist eine andere dunkle Geschichte, die wohl ewig nicht erhellt werden wird (obwohl die Spatzen da schon was von den Dächern pfeifen … :) ).

Nun will natürlich jeder nix wissen. Einige werden sich dabei jedoch schwer tun, werden sie doch in Flöttels Briefen erwähnt. Prominente Rentner sind da dabei, was aber nicht so sehr interessiert. Interessant ist, dass auch der Präsident der Arbeiterkammer, Herbert Tumpel, da genannt wurde. Der gute Mann kann aber sicher nichts dafür. Er wird halt damals nicht gewusst haben, dass es für eine Bank unüblich ist, höhere Einlagezinsen als Kreditzinsen zu gewähren. Man muss das auch verstehen, denn wer sollte sowas schon wissen, doch wohl nur Bankspezialisten – oder? :)

Ist aber eigentlich egal, herauskommen wird bei der Sache sowieso nicht viel. Die Gerichtssachen sind großteils verjährt und der Monster-U-Ausschuss wird für die BAWAG keine Zeit haben. Aber dass gerade Herbert Tumpel Präsident der Arbeiterkammer werden musste, jener Organisation, die genau die Leute vertreten soll, deren Geld von BAWAG und ÖGB vernichtet (gelinde ausgedrückt) wurde, ist schon eine ganz besondere SPÖ-Watschen für die Geschädigten… ;)

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