“Wie man in den Wald hinein schreit, so kommt es zurück” – sagt ein Sprichwort. Manchmal dauert es etwas länger, bis das Echo ankommt, und manchmal ist diese Echo eine ganz neue Erfahrung für den Empfänger…
Bei Peter Pilz, Aufdecker der Nation, ist jetzt auch gerade was angekommen. Er wurde von der ÖVP bei der Staatsanwaltschaft wegen der Veröffentlichung vertraulicher Informationen angezeigt. Das alleine wär´ ja noch nicht so schlimm. Aber jetzt hat auch noch die Staatsanwaltschaft die Aufhebung seiner Immunität beantragt, was ja wohl heißt, dass es sich in dem Fall eher nicht um eine dieser von vornherein haltlosen Politwischiwaschi-Anzeigen handelt. Da ist jetzt der alternde Grüne nicht mehr so amused und ärgerte sich, dass “ein ernsthafter Staatsanwalt solchen Käse überhaupt verfolgt.”
Etwas verwundert nimmt man das alles schon zur Kenntnis. Hat nicht Peter Pilz bei Kritik an seinen Polittribunalen immer so gerne argumentiert, dass jene, die nichts zu verbergen hätten, Untersuchungen nicht fürchten müssten und dass diejenigen, die gegen Untersuchungen seien, eben etwas zu verbergen hätten? Wäre er wirklich so, wie er sich gibt, dann müsste er seine Immunität freiwillig ablegen, damit sich in einem fairen Verfahren schnell seine Unschuld herausstellen kann…
wo hat der pilz denn das gesagt? ich kann mich net dran erinnern.
18. Mai. 2008 | #
Nein. Das hat er so nicht gesagt. Er hat diese Aussage u.a. im Kontext mit der SPG Änderung (Platterwatch) wiederholt – dieses “wer nichts zu verbergen hat, hat auch nix zu befürchten” ist [sinngemäß] ein Zitat des Innenministers, wenn ich mich da nicht ganz drastisch irre. Und soweit ich weiß hat Pilz es auch immer in Anspielung darauf verwendet.
18. Mai. 2008 | #