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16. Jun. 2008

Königsmord kannte man bislang nur bei den Schwarzen und Blauen. Nun aber wagen auch die bisher stets obmanntreuen Sozialdemokraten den Versuch – allen voran Michael Häupl.

Ein Häupl, der im kernroten Wien Dank Hausmacht noch nie um Stimmen rackern musste und die Selbstdarstellung vor jede Arbeit stellte. Gegenkräfte gibt es Dank hausarbeitsmarktbegründeter Absicherung keine: Zigtausend Gemeindeangestellte samt Familienanhang bilden das unbeeinflussbare Rückgrat im Kampf um Wählerstimmen. Die roten Hausmeister haben die Gesprächshoheit über die Stammtische Gemeindebauten über. Über zahlreiche Bundeseinrichtungen fließen mehr Gelder aus den Ländern nach Wien, als Leistungen zurückkommen. Das Stadtlandgefälle wurde zu einer Stadtlandklippe erhöht – ein Blick ins ausblutende Waldviertel oder nach Südburgenland beweist’s. In seiner Haupttätigkeit gefällt sich Nadelstreifsozi Häupl, wenn er großzügig Geld und Geschenke an Vereine (natürlich kann man keinem Verein es vorwerfen, wenn er der SPÖ nahesteht) verteilen kann.

Seine Fehler listet niemand auf. Hier sei’s versucht (nur ansatzweise):
* Straßenbahnwesen: Die Netzpläne in den Straßenbahnen stammen aus den 60er Jahren,
* Wohnbau: Die allgemeinen Mietpreise in der Stadt wachsen stetig nach oben,
* Stadtbild und Baurecht: Der Wert der Wiener Bauordnung geht gegen Null, wenn ein Reicher baut (wie die Beispiele Zwillings-, Milleniums- und IZD-Türme zeigen; nur zum Kleinen ist man stark); die Einkaufsstätten verderben die Siedlungsdichte und führen zu Geschäftesterben und Grätzelbildung,
* Verkehrswesen: Geschwindigkeitsbeschränkungen werden eingeführt und wieder aufgehoben; die Bewohner ersticken in der Verkehrshölle (MH freut sich über Zuwächse bei Öffis im einstelligen Prozentbereich),
* … fortzusetzen.

Der einfache Arbeiter Alfred Gusenbauer dagegen muss in einer Umwelt bestehen, die zu 65% aus Gegenstreitern bestimmt ist, und zeigt doch beachtenswerte Ansätze:
* Das unter den Nadelstreifsozis ab Vranitzky beschnittene Vermögenssteuerrecht wird wieder als Möglichkeit gesehen.
* Die bloße Wirkstoffverschreibung durch die Ärzte ist ebenfalls ein Mittel zur Trockenlegung eines Freunderlsumpfes.
* spricht die Wahrheit, wo sich andere in die Hand lügen (zB Arbeiten nach 16 Uhr)

Er verzichtet auf Selbstdarstellung und arbeitet. Und wo gearbeitet wird, geschehen auch Fehler.
Michael H bevorzugt die Scheinwerfer. Sollte er aus Versehen einmal doch arbeiten, sind die Fehler absehbar.

11. Jun. 2008

Es wird ja immer besser, jetzt drohen nach TrafikantenÄrzten und (Milch)Bauern sogar Wirte mit Streik. Verkehrte Welt - bald streiken mehr Arbeitgeber als Arbeitnehmer… :)

Die Fanzonen bei der EURO 2008 kommen nicht in Schwung. Ein trauriges Bild herrscht dort meistens, tote Hose wie man so sagt. Mit Umsatzeinbußen von bis zu 90 Prozent haben die Wirte, die Unsummen für die Standplätze zu zahlen haben, zu kämpfen. Freilich wurden die zu erwartenden Gästezahlen zuvor von Spezialisten in grenzenlosem Optimismus, der höchstwahrscheinlich nur darauf gründete, die Standplätze mit höchstem Profit zu verkaufen, geschätzt. Mit normalem Hausverstand ausgestateten Leuten war von vornherein klar, dass die Sache für einen bestimmten Zweck ohne jede Grundlage virtuell aufgeblasen wurde. Die Fanzonenwirte sind den Abzockern aber auf den Leim gegangen, die erwarteten Gäste halt nicht. C´est la vie, wie der Franzose sagen würde.

Wie die Wirte aber mit einem Streik aus der Misere kommen wollen, ist mir schleierhaft. Ihre Standgebühren werden sie wohl abdrücken müssen, denn die entsprechenden Verträge haben sie unterschrieben und die Vermieter werden sicher keine Gäste-, Umsatz oder gar Gewinngarantien abgegeben haben. Und ob mit einer Streikdrohung mehr Publikum in die Fanzonen gezwungen werden kann, na ja… :)

11. Jun. 2008

Kreisverkehr

Offenbar wird dieser Kreisverkehr im Burgenland nicht von allen angenommen… :)

11. Jun. 2008

Was ist blos bei unseren italienischen Freunden los? Sie langen bei den Touristen kräftig zu – egal ob beim Bier (der hier fast zum Boykott der Fanzonen führende Krügelpreis von vierfufzig wurde dort schon früher überschritten ;) ) oder im Straßenverkehr, ersticken im Müll und beglücken die Welt mit giftigen Lebensmitteln (Mozarella, Wein, Obst, Olivenöl etc). Jetzt wird sogar bekannt, dass bei unseren südlichen Nachbarn sogar Gesunde aus Geschäftsgründen operiert wurden… (nein, ich meine keine Schönheitsoperationen ;) ).

Man kann es kaum glauben. In einer mailänder Privatklinik wurden offenbar Operationen durchgeführt, obwohl überhaupt keine medizinische Notwendigkeit bestanden hatte. Die Eingriffe erfolgten nur deshalb, weil Operationen für die Ärzte ein gutes Geschäft sind. Sogar Todesopfer sind zu beklagen, Ärzte wurden verhaftet und die Ermittlungen wurden bereits auf 10 private Krankenhäuser ausgedehnt. Laut der Staatsanwaltschaft in Mailand sollen alle Kliniken, die mit Krankenkassen zusammenenarbeiten, streng überprüft werden. Um einige schwarze Schafe wird es sich da wohl eher nicht handeln. Mit “Die Patienten wurden als Einkommensquelle benützt“, soll laut Die Presse ein Polizist den Fall zusammengefasst haben.

Wenn man die Berichte über den Fall liest, fragt man sich, was Ärzte soweit bringt, so etwas zu machen. Anscheinend waren diese unnötigen Operationen an ahnungslosen Patienten ein gutes Geschäft, bei dem das Einkommen der “behandelnden” Ärzte vervielfacht wurde. Es geht hier also um Ärzte, die zwar einen Eid geleistet haben, sonst aber normale Geschäftsleute sind. Da ist die Versuchung natürlich groß, wenn´s so einfach geht. Es kann einem ja auch beim Automechaniker passieren, dass er einem aus Geschäftsgründen eine neue Lichtmaschine einbaut, obwohl die alte noch funktioniert hätte. Warum sollte das nicht auch zB bei der Leber oder einer Niere möglich sein, wenn es eine Kontrolle nicht gibt… ;)

Gut, das war in Italien – bei uns ist sowas natürlich nicht möglich. Doch halt! – Sind nicht auch bei uns Ärzte großteils selbstständige Geschäftsleute, die zudem gerade auch noch von Armut und Ausbeutung bedroht sind? Und nimmt nicht die Ärztekammer Italien gerne als Vorbild – zB beim Rauchverbot :) ? Bitte liebe Frau Kdolsky, nehmen Sie den Primarii nicht das Letzte. Lassen Sie ihnen ihre dicken Karossen und ihre Kumpanei mit den Pharmakonzernen, damit man sich im Ernstfall weiter gefahrlos ins Krankenhaus legen kann… :)

6. Jun. 2008

In Salzburg geht bei den Hotelbuchungen noch immer nichts weiter und dabei sollten die Zimmer plangemäß längst randvoll sein – das war ja von den Strategen in Sachen EURO-2008 und Tourismus so geplant und vorausgesehen worden. Ja, man wäre in der Mozartstadt gar schon froh, das Juni-Ergebnis vom Vorfahr zu erreichen und bei den anderen Austragungsstätten wird´s wohl nicht viel anders aussehen…

Na sowas aber auch! Wie können sich die PublicViewing-Frequentierer – den Tourismusexperten zum trotz – auch unterstehen, nicht in Massen in 4- und 5-Sterne Hotels abzusteigen und stattdessen lieber ihren Rausch auf Campingplätzen, im Auto oder einfachnursoirgendwoherumliegend ausschlafen wollen? Freilich meinen viele (keine Tourismusexperten halt ;) ), dass man das sehr wohl hätte voraussehen können (müssen?). Einerseits sind die Masse der Fußballfans einfache Leute, die sich diese Hotels gar nicht leisten wollen oder können (auch ohne Sonderpreise für die Euro-Zeit… :) ) und andererseits bleiben andere Touristen (auch Stammgäste) aus, weil ihnen der ganze Wirbel gestohlen bleiben kann.

Vielleicht aber sind die Tourismusexperten, Politiker und Fußballverbandler gar nicht so dumm. Vielleicht haben sie das alles ja eh vorausgesehen. Vielleicht haben sie alle uns nur angelogen…

1. Jun. 2008

Den Wiener Linien kann man vieles vorwerfen, konsequent sind sie aber. Man ist sich sicher, dass man sicher ist – und daran kann auch die Häufung von (vermeidbaren?) Unfällen nichts ändern.

Ich hatte immer angenommen, dass Verkehrsbetriebe nach Unfällen genau analysieren, um eben solche in Zukunft zu vermeiden. Jeder Betrieb muss so handeln – dachte ich jedenfalls bis jetzt. Nun lese ich aber im Kurier, dass die Wiener Linien da anders sind. Die kratzen gleichartige Unfälle in Serie, bei denen Kunden zu Schaden kommen, offenbar überhaupt nicht.

Dem Vekehrs-Arbeitsinspektorat hat es nun offenbar gereicht. Die Behörde hat nun die Wiener Linien angezeigt. Im Kurier steht dazu:

“Die Wiener Linien würden sich weigern, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen durchzuführen und damit Unfälle bewusst in Kauf nehmen. Man würde so finanzielle Ersparnisse auf Kosten der Sicherheit erwirtschaften, heißt es in der Anzeige.”

Normalerweise braucht man das nicht mehr kommentieren, aber ganz rund dürfte es bei den Wiener Linien nicht laufen.

Pikanterweise ist das Verkehrs-Arbeitsinspektorat dem gemeinen Verkehrsminister Faymann unterstellt und der kommt bekanntlich aus Wien. Kaiser Michael I. von Wien wird da aber not amused sein, dass sein Mann in der Regierung offenbar nicht mehr auf Linie ist… :)

1. Jun. 2008

Unlängst machte unsere 3. Natinalratspräsidentin, Eva Glawischnig, Euro-08-gerecht auf dem grünen (Kunst)Rasen in der Säulenhalle gute Figur. Jetzt dürfte der Alltag wieder eingekehrt sein…

Eva ist (wie sie dem Kurier anvertraute) nun ausgezogen, um gegen die Ungleichheit beim Einkommen zwischen Männlein und Weiblein etwas zu tun. An und für sich ein löbliches Ansinnen, denn solche Ungleichheiten soll es ja geben (wenngleich ich mir nicht sicher bin, dass da richtig gerechnet wird…). Die gute Frau Präsidentin will die Sache aber mit einer Steuersenkung für Frauen angehen, ja von “Halbierung der Steuersätze” ist da die Rede.

Eine winzige Kleinigkeit übersieht Frau Glawischnig da aber. Fast alle Frauen, die wirklich Probleme haben, zahlen aufgrund ihres niedrigen Einkommens überhaupt keine Steuern – die hätten da gar nichts davon. Also wieder nur eine sinnlose PR-Aktion, ein Strohfeuer sozusagen. Doch halt! Eva Glawischnig ist ja selber eine Frau und sie hätte sehr wohl etwas davon. Ihr brächte eine “Halbierung der Steuersätze” über den Daumen gepeilt 34.000.- Öken im Jahr (netto/cash auf die Kralle). Bei solchen Summen wird auch klar, warum sie hier sogar bereit wäre, den Gleichheitsgrundsatz über Bord zu werfen.

Lobbyiert die Gute hier etwa in eigener Sache? Wunder wär´s keines, Glamour kostet… ;)

 

PS: Mit 34.000.- Euronen im Jahr könnte man sogar mich überreden, zu den Guten zu wechseln… :)

1. Jun. 2008

Der Schöpfer des “Turnens”, des Wortes, der Sache selbst und – damit zusammenhängend – der Lehre vom Volkstum, wird heuer 230 Jahre alt.
Der österreichische Turnerbund feierte ihn im Bundeshaus des Sports in der Prinz-Eugen-Straße in Wien vor 200 versammelten Gästen.
Das ist eine Gelegenheit, Jahns Leistungen kurz anzuführen und insbesondere Vorurteile über ihn zu widerlegen:
Zum Vorurteil, Jahn sei antijüdisch gewesen: Auf eine Anfrage bei einem dies behauptenden Professor Anton Pelinka, verweist ebendieser ausflüchtend auf einen Professor Reinhold Gärtner, beide ihres Zeichens “Politikwissenschaftler”. Doch auch Herr Gärtner weiß nichts darüber, kann keine Stelle anführen, wo Jahn etwas gegen Juden gesagt hätte.
Zum Vorurteil, Jahn sei frauenfeindlich: In seinem Hauptwerk “Deutsches Volkstum” verweist er darauf, dass ein Volk umso menschheitlicher sei, je größer die Huldigung des weiblichen Geschlechts sei. Gleiche Rechte sei das Gegenteil von Gleichmacherei.
Schließlich ist sein Turnen der Grundstein für unser Volkstum, es vermittelt dem Menschen in seiner Körper-Geist-Seele-Einheit Gesundheit, Ausgeglichenheit und Lebensfreude.

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