Einer neuen Umfrage zufolge würden die Iren erneut gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon stimmen. Da werden die Extrembürokraten der Kommission in ihren brüsseler Tintenburgen aber schön aus der Wäsche schauen.
Es ist nämlich sogar noch schlimmer geworden, denn nun würden 62 Prozent der Stimmberechtigten in Irland den Vertrag ablehnen (bei der Abstimmung im Juni waren es nur 53,4 %). Wie es weitergehen wird, wird man sehen. Jedenfalls sieht´s für den Reformvertrag immer weniger rosig aus, zumal auch der tschechische Präsident, Václav Klaus, diesen strikt ablehnt. Und den “Klimaleugner” Klaus wird “Big Sarko” (dzt EU-Ratsvorsitzender) nicht so leicht (und vor allem nicht so kostengünstig
) umstimmen können, wie den polnischen Präsidenten. Außerdem steht in Deutschland noch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes über die Notwendigkeit einer Volkasbstimmung (die dort wohl auch in die Hose gehen würde) aus.
Wir hier im Ösiland können derweil nur unserer (Noch)Regierung für ihre Weitsicht danken. Sie hat beizeiten die Ratifiszierung des Vertrages veranlasst. Dadurch stehen wir nämlich bei der EU auf der Seite der Guten und die “Drecksarbeit“, den bei der Bevölkerung ungeliebten Vertrag zu Fall zu bringen, werden andere machen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so eine bauernschlaue Regierung haben. Direkt schade, dass die freiwillig den Hut genommen haben…
Zwei Fragen bleiben offen:
Haben die Iren wirklich nichts dazugelernt, weil sie den Vertrag noch immer ablehnen oder haben sie sehr wohl etwas dazugelernt, weil sie diesen jetzt mit noch größerer Mehrheit ablehnen? Früher hätte ich die erste Frage mit “ja” beantwortet – jetzt bin ich mir da aber nicht mehr so sicher…