Die Not ob der Erreichung der 4-Prozent-Hürde bei der anstehenden Wahl muss beim BZÖ denkbar groß sein, wenn die Partei den alten Haider wieder bundespolitisch reaktiviert.
Wie es ausschaut, dürfte die Verurteilung von Parteichef Westenthaler dem BZÖ gar nicht so ungelegen gekommen sein. Den Strategen wird nämlich nicht entgangen sein, dass es mit ihm als Führer nicht so leicht werden würde, 4 Prozent zu schaffen. Durch die Verurteilung konnte man nun den Hemmschuh problemlos loswerden. Jörg Haider zu überreden, wird dann wohl nicht so schwer gewesen sein. Er redet ja sowieso überall gerne (oft ungefragt
) mit und Verantwortung muss er ja (wieder) nicht übernehmen, denn er will ja nur Parteichef und Kanzlerkandidat sein. Spitzenkandidat will er ja nicht sein und für´s Parlament kanditieren schon gar nicht…
Ob die Chancen des BZÖ mit Jörg Haider als Walkampflokomotive steigen werden, wird man sehen. Aber egal wie man zu ihm steht, der Wahlkampf wird jedenfalls interessanter werden – denn ein begnadeter Entertainer ist der Tafelmeister aus dem Süden allemal…
[...] Manche meinen, der säße in Niederösterreich und wolle seine Macht auf ganz Österreich ausdehnen, ohne sein Land verlassen zu müssen (wird anscheinend modern ). Der Neffe wird als Chef eingesetzt und pariert auf Zufruf. Bei Freund Michael von Wien (nur der Onkel ist da eine anderer ) hat´s mit der SPÖ ja auch so funktioniert. “Pröll & Pröll – der Onkel und der Neffe” wäre auch ein toller Roman/Filmtitel für die Zeit danach… [...]
31. Aug. 2008 | #