Seiten

Kategorien

Archiv

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

6. Aug. 2008

Einer eher unscheinbaren Meldung im ORF-Teletext war gestern zu entnehmen, dass die Zwangsgesunder in Frankreich den nächsten Schritt zur totalen Bevormundung der Bürger machen werden. Natürlich nicht, ohne dabei auch noch kräftig abzukassieren. In Gallien sollen “Dickmacher” höher besteuert werden = Fettsteuer.

Die Arbeiten dazu gehen scheinbar gut voran, das französische Gesundheitsministerium habe bereits eine Liste, in der angeblich die höher zu besteuernden Lebensmittel (zu fettig, zu süß und zu salzig) enthalten wären, vorgelegt. Cola, Hamburger, Pommes Frittes und Pizza würden da angeführt sein – und wahrscheinlich noch vieles mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn dort alles aufgezählt wäre, was gut schmeckt… ;)

Mich überrascht der Vorstoß nicht, es war zu erwarten, dass das nächste Ziel nach den Rauchern die Übergewichtigen sein würden. In den USA haben sie ja die ersten Schritte (zB Verbot von Transfettsäuren) schon früher gesetzt und da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Europa ein Land den Kreuzzug gegen das Körperfett eröffnen würde. Schließlich kann es ja nicht angehen, dass die Leute das essen, was sie wollen (bzw was ihnen schmeckt) – das schreit ja förmlich nach Maßnahmen, um ihnen das auszutreiben. Und dabei ist “Passivdickwerden” gar nicht möglich… :)

Auch ist es nicht überraschend, dass gerade Frankreich den nächsten Schritt zur totalen Entmündigung der Bürger setzt. Dieses Land hat sich ja auch mit einem sehr restriktiven Rauchverbot und monströser Tabakbesteuerung wichtig gemacht. Wenn man nun bedenkt, dass Frankreich in Europa eine Art Leithammelfunktion hat, kann man leicht erkennen, was da auf uns zukommt. Richtig, eine EU-Richtlinie wird es sein, die uns mit ungezuckertem Grüntee, Mineralwasser und Tofu veganisches Fürchten lehren wird.

Bei uns ist derweil Wahlkampf und die Parteien verbrauchen den Großteil ihrer Energie bei internen Grabenkämpfen um die Listenplätze. Mich würden aber andere Dinge mehr interessieren – etwa wie sie zum (sich wie eine Seuche ausbreitenden) Bevormundungs- und Entmündigungshype stehen. Die Parteien hätten noch Zeit genug, vor der Wahl klar zu erklären, wofür sie zB in Sachen Rauchverbot, Fettsteuern oder Mineralwasserverbot (kein Scherz, angeblich darf man in Seattle an öffentlichen Orten kein Mineralwasser mehr trinken…) stehen…

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Sabine Bätzing geht weiter… schreibt:

    [...] Mit einem Werbeverbot hat der Anti-Raucher-Krieg auch begonnen. Dann kommen monströse Steuern auf Alkoholprodukte und am Schluss Verbote, die zunächst harmlos beginnen und dann immer mehr in das Leben des Einzelnen eingreifen. Die Geschichte wiederholt sich – bei den Dicken hat´s ja anderorts auch schon begonnen… [...]

    2. Sep. 2008 | #

Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.