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10. Aug. 2008

Die Wahlberichterstattung in den Medien ist eher fad. Es werden hauptsächlich nur die nichtssagenden Statements der Parteistrategen wiedergegeben, ohne diesen kräftig auf den Zahn zu fühlen bzw sie zu verbindlichen Aussagen zu veranlassen. Eine löbliche Ausnahme bildet da DerStandard in Sachen ORF-Gebühren.

Dabei wurde den Mediensprechern der Parlamentsparteien ein Fragebogen zum Thema zugesandt, der von SPÖ, ÖVP, den Grünen und der FPÖ auch beantwortet wurde – einzig vom BZÖ kam keine Antwort (na ja, Stefan Petzner wird halt da noch nicht gewusst haben, zu wem er wegen der Erlaubnis gehen solle… ;) ).

SPÖ, ÖVP und die Grünen finden die ORF-Gebühren in Ordnung (jede auf seine Art), die FPÖ nicht (“Diese Zwangsgebühren gehören umgehend abgeschafft.” – Vilimsky). Man hatte die Antworten natürlich so erwarten können, denn genau die Parteien, die sich vom ORF Bevorzugung erhoffen, sind für die Gebühren. Bei SPÖ (wurde der ORF nicht früher Rotfunk genannt? :) ) und den Grünen (als Linkspartei hat man in der Journaille immer einen guten Stand) ist das zu verstehen, bei der ÖVP aber nicht. Die Schwarzen werden wohl nie kapieren, dass sie beim ORF unten durch sind. Wie naiv musste man eigentlich anno 2000 gewesen sein, um zu glauben, man könne ein bis zur Putzfrau rotes Medienunternehmen in ein paar Jahren umfärben… :)

Wie dem auch sei, dank dem Standard weiß man als Wähler, wofür die Parteien in der Sache stehen und kann direkt vergleichen. Würden das die anderen Medien auch so machen, wäre die Politik sicherlich für den Einzelnen durchschaubarer. Geeignete Themen würden mir da genug einfallen…

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