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8. Sep. 2008

Es war von den Grünen wahrscheinlich nicht sehr schlau, für den Beobachter aber doch interessant. Beim Bundeskongress in Graz wurde die Bundeskandidatenliste für die bevorstehende Wahl erst jetzt fixiert.

Für manch ParteiprominentenIn war es schon im Vorfeld eng geworden, denn die aussichtsreichen Plätze waren weniger, als die Bewerber. Da wird´s dann immer eng. Blöd war für die hoffenden Kandidaten wahrscheinlich auch, dass man in einer Partei der Guten nicht so intrigieren darf, wie es gerade erforderlich wäre… :)

Für die Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny kommt jede Hilfe zu spät. Sie fliegt raus. Dumm gelaufen, denn sie ist noch zu jung für die Pension. Eine Periode hätte sie noch gebraucht, damit ihr Auskommen abgesichert gewesen wäre. So muss sie halt zum bösen Spiel gute Miene machen und in der Partei weiterwerkeln. So schlecht werden sie ja nicht zahlen… :)

Peter Pilz ist zwar älter, war aber, weil als Mann diskriminiert – Männer müssen ja 5 Jahre länger arbeiten, in der gleichen Situation wie Frau Sburny. Mit 54 fehlte ihm genau eine Legislaturperiode (+ ein paar Monate Auslaufüberbrückung), um in den “Strafraum” zu kommen. Er brauchte also das Mandat auch dringendst für eine großzügige Grundversorgung bis zum St.Nimmerleinstag (=Politikerpension). Blöd war nur, dass Karl Öllinger und Bruno Rossman ebenfalls auf den selben Platz scharf waren und sich alle der Abstimmung stellen mussten.

Der Altmeister war aber schlau genug, um zu erkennen, dass es für ihn um die Wurst ging. Er warf sich mit seinem ganzen Gewicht ins Geschehen und pokerte hoch. Alles oder nichts – entweder einen grünen Abgeordneten Peter Pilz oder die Grünen ganz ohne Peter Pilz. Es hat sich ausgezahlt, er hat gewonnen. Knapp zwar, aber der Sitz im Nationalrat ist gesichert und Öllinger sowie Rossmann müssen weiter zittern.

Ein genialer Schachzug, der aber so viel Risiko gar nicht in sich hatte. Die Grünen ohne Peter Pilz (egal wie man zu ihm steht) sind wirklich nur sehr schwer vorstellbar, da würde was fehlen. Dass die Delegierten auch so denken würden, hat der Meister wahrscheinlich vorausgesehen und damit seine Pension gesichert… ;)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Eine Hand wäscht die andere? - 2 schreibt:

    [...] kritikus.at Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … « Pension gesichert! [...]

    8. Sep. 2008 | #

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