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9. Sep. 2008

Ob sich die SPÖ dessen bewusst war, als sie mit HC Strache die Mehrwertsteuersenkung ausverhandelte (vgl. orf.at)? Jahrelang wurde die FPÖ ausgegrenzt – an der Spitze oft die SPÖ. Nun stehen SPÖ und FPÖ gemeinsam gegen die restlichen Parteien. Wer es früher nicht wert war, dass man mit ihm redete, wird nun gehört und seine Vorschläge umgesetzt. Damit werden sämtliche Beteuerungen, dass über FP-Vorschläge nicht einmal geredet werden dürfe, entwertet, und das eigene Ansehen driftet näher zur Unglaubwürdigkeit – treffen wird es vor allem die ÖVP. Menschen werden sich nicht mehr scheuen, sich offen zur FP zu bekennen. Und auch in den Wahlzellen wird die Bekenntnisrate ansteigen. Die Grünen werden darob heulen und mit den Zähnen knirschen.

4 Kommentare »

  1. Georg Pichler schreibt:

    Ich halte das ob der Einigung in genannten Punkten (das Luxuslebensmittelcasting kann nur ein schlechter Scherz sein) etwas weit hergeholt, aber ja, es geht – leider – in diese Richtung, dass die Leute wieder Anfangen eine Partei zu wählen, die Rechtsextremismus in ihren Reihen duldet und oft genug auch goutiert. Auch wenn ich die FPÖ folglich als Kollektiv verurteile schließt das nicht aus, das einzelne Vorschläge durchaus sinnvoll sein können (die Modifikation der Lebensmittelsteuerhalbierung ist es nicht mMn). Es gab ja durchaus schon gemeinsame Vorgehen etwa von Grün und Blau im NR. Insofern kann ich deinen “Damit werden sämtliche Beteuerungen…” Satz nicht nachvollziehen.

    Und magst du nicht endlich deine Wahlempfehlung für die FPÖ abgeben? Folgt man deiner Rhetork geht es ja gar nicht offensichtlicher. Und du willst doch sicher nicht agieren wie die Krone, die zwar eine klare Präferenz hat, ihre Ansicht aber immer noch als “unparteiisch” verkauft.

    9. Sep. 2008 | #

  2. pauli schreibt:

    Gerne empfehle ich Dir, die genannte Partei zu wählen. Ich finde die erste Seite des Wahlprogramms überzeugend. Die Krone schreibt oberflächlich wohl für Faymann. Zwischen den Zeilen aber liest Du deutlich heraus, dass sie die Ziele der erstgenannten Partei ebenfalls befürworten.

    Wen wirst Du wählen?

    10. Sep. 2008 | #

  3. Georg Pichler schreibt:

    Grün.

    Und ich bin beunruhigt, dass die offensichtlich rechtsextremen Wurzeln von “HC” so egal sind, ebenso wie seine fehlende Distanzierung dazu.. Da du dich bei mir aber ohnehin selbst zum harten Kern sortierst, muss ich annehmen, dass du mit Ausländerfeindlichkeit generell kein allzu großes Problem hast.

    10. Sep. 2008 | #

  4. pauli schreibt:

    Falsch! Genau das ist das Vorurteil, dass die meisten Linken über die Rechten hegen. Aber ich muss zugeben, dass es bei den meisten Rechten auch zutrifft.

    Die Ausländerfrage löse ich nicht durch Ausländerfeindlichkeit. Ich denke sehr wohl, dass wir Menschen in einem wirtschaftlich besser entwickelten Land den Menschen wirtschaftlich schlechter entwickelter Länder helfen sollten. Mein Zugang ist allerdings nicht, dass wir zu dieser Hilfe die Ausländer ins Land holen sollten. Das geht höchstens ganz kurzfristig und in einem ganz kleinen Rahmen. Nein. Wir sollten vor Ort helfen. Und dabei können wir meinetwegen sogar mehr Geld ausgeben, als uns die Ausländerhilfe hier in Österreich kostet (wie auch immer sie berechnet werden mag). Man kann nicht das Ausländerarmutsproblem in einer Weise lösen, dass man gleichzeitig an anderem Eck neue Probleme aufreißt. Man muss Lösungen finden, die dauerhaft und aus sich selbst heraus Bestand haben. Eine stete Zuwanderung schadet uns langfristig. Langfristig schadet sie aber auch den Abwanderungsländern. Und abgesehen davon bin ich ohnehin gegen jede Form kurzfristiger Politik.

    12. Sep. 2008 | #

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