Das Gerücht hat sich zu einer ziemlichen Krise für das LIF rund um Alexander Zach ausgewachsen. Es dürfte jetzt um die Wurst gehen und es wird darauf ankommen, wie von der Partei mit der Sache umgegangen wird. Aber egal wie es ausgeht, es ist eine grundsätzliche Sache, und die hat mit Alexander Zach nur indirekt zu tun…
Dieser hat nun nach langem, schweren Leiden zugegeben, dass seine Agentur indirekt für EADS tätig war, während er gleichzeitig als Politiker gegen den Eurofighter “gekämpft” hat. Über Geldflüsse hat man sich derweil beim LIF noch nicht ausgelassen, obwohl da schon einige Millionen in bedenklicher Parteinähe im Raum stehen, deren Herkunft und Verbleib für die Öffentlichkeit wohl auch interessant wären. Man wird sehen, ob da noch was kommt und wie das LIF die Sache übersteht.
Richtig wichtig sind diese Details aber nicht. Die sich aufdrängende Frage ist wohl, ob es überhaupt tunlich ist, einen Lobbyisten an führender Stelle in einer Partei werken zu lassen. Lobbyismus ist ja bekanntlich Meinungsprostitution (wohlwollend ausgedrückt) bzw Korruption in Reinkultur (nüchtern betrachtet). Meiner Meinung nach liegt hier eine gewaltige Unvereinbarkeit vor – ja, unvereinbarer geht´s ja kaum noch…
PS: Sicher betrifft die Sache momentan das LIF. Die anderen Parteien täten aber gut daran, ihre eigenen Reihen zu durchforsten. Es ist ja schon schlimm genug, dass abgehalfterte Politiker im Nachhinein Lobbyisten werden (und dabei ihre politischen Kontakte ausnutzen). Wir brauchen solche Leute nicht auch noch als aktive Politiker…