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1. Okt. 2008

Es geht ziemlich zu derzeit. Nicht wegen der Wahl (die Groko winkt sowieso schon ;) ), nein, die Finanzwelt ist nahe am Zerbröseln.

Da haben Geschäftsleute (um sie nicht Betrüger zu nennen) das weltweite Geldsystem derart ausgereizt und virtuell aufgeblasen, dass nun tatsächlich der Kollaps droht. Im fernen Amerika kämpft man um 700 Milliarden (700.000.000.000) Dollar, um das Allerschlimmste verhindern zu können. In Europa redet man von einem Fonds mit 400 Milliarden (400.000.000.000) Euro zur Sicherung des Systems. In beiden Fällen geht es um öffentliches (wenngleich virtuelles) Geld.

Die erste Frage, die da auftaucht, ist wahrscheinlich, warum man jetzt mit öffentlichen Mitteln gerade die retten soll, welche die virtuelle Finanzblase erzeugt und sich dabei unheimlich (aber sicher nicht virtuell ;)bereichert haben. Die Nachfahren des amerikanischen Quacksalbers und einige wenige Gleichgesinnte würden die Rettungssumme höchstwahrscheinlich auch alleine aufbringen können. Sie werden das Geschenk aber sicher gerne annehmen und in ein paar Jahren untereinander verteilt haben…

Man sollte sich auch fragen, wie Dauerhaft die Rettung des Finanzsystems sein kann, wenn wieder nur virtuell gearbeitet wird. Für Europa bin ich mir ziemlich sicher, dass das Geld (3 Prozent der Wirtschaftsleistung) tatsächlich nicht vorhanden ist und in den USA wird es nicht viel anders sein. Man versucht also hüben wie drüben das Übel mit dem Übel zu bekämpfen. Wie lange das gut gehen wird, weiß ich nicht, aber es scheint sicher, dass die Absahner noch ein paar Jahre mehr Zeit zum Abgreifen bekommen werden, ohne auch nur einen Cent dafür einsetzen zu müssen.

Frederic Hormuth erkannte eine mögliche Lösung des Problems. “Das Finanzsystem muss so einfach werden, dass es auch Abgeordnete verstehen können.” schreibt er im Honigbrot-Blog:)

27 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Garantierte Heißluft? schreibt:

    [...] Ich bin kein Finanzmann und mache mir nur so meine Gedanken. Die Iren haben begonnen, die Spareinlagen in ihren Banken staatlich zu garantieren, und ganz Europa muss nachziehen… [...]

    5. Okt. 2008 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Hütchenspieler schreibt:

    [...] Wenn man über die immer penetranter zu Tage tretenden Geldsorgen nachdenkt und sieht, wie Regierungen zu unhaltbaren Garantien gezwungen werden, kommen einem merkwürdige Vergleiche. [...]

    6. Okt. 2008 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Saubere Donaukraft schreibt:

    [...] Das weltweite Finanzdesaster bringt allerhand zutage, das wir in dieser Intensität ansonsten wohl nie erfahren hätten. [...]

    8. Okt. 2008 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » Was ist mit den anderen? schreibt:

    [...] Jetzt, im Zuge der Finanzkrise sieht man den Fall Elsner in einem etwas anderen Licht. Was wirft man dem Mann vor, was nicht viele andere mit tausenfachen Schadenssummen auch gemacht haben? Warum geschieht gegen die anderen Nadelstreif-Zocker weltweit überhaupt nichts? [...]

    8. Okt. 2008 | #

  5. kritikus.at » Blog Archiv » “Inflationsbekämpfung” - 2 schreibt:

    [...] Schlimme Zeiten – neben den aktuellen Geldsorgen ist auch die steigende Inflation ein Problem, dass viele sorgt. Aber keine Angst, es wird ja was getan. Ob ORF, EU EU oder die SPÖ mit Wahlkampfschmäh – alle “helfen”. Nun trägt auch die Energie Allianz Austria (EAA) ihr Schärflein bei und erhöht die Gas und Strompreise in Wien und Niederösterreich drastisch (Burgenland folgt in Kürze)… [...]

    10. Okt. 2008 | #

  6. kritikus.at » Blog Archiv » Casino Royal schreibt:

    [...] PS: Mit Fortdauer der Krise und deren “Bewältigung” verstehe ich immer weniger, warum man Helmut Elsner eingesperrt hat. Er hat ja auch nur eine Bank verspielt… [...]

    13. Okt. 2008 | #

  7. kritikus.at » Blog Archiv » Es bewegt sich ja doch… schreibt:

    [...] Ich habe mich schon gewundert, dass im Zuge der Finanzkrise nicht längst schon staatsanwaltliche Ermittlungen in Angriff genommen wurden. Zumindest Untreue müsste in zahlreichen Fällen im Raum stehen… [...]

    14. Okt. 2008 | #

  8. kritikus.at » Blog Archiv » Crash-Bank I. schreibt:

    [...] Das Papier, auf dem der “nationale Kraftak“, der “kein Rettungsplan“ ist, zur Bewältigung der Wirtschaftskrise geschrieben wurde, ist noch nicht trocken, da kracht auch schon die erste unserer Banken, die ja gar nicht gefährdet sind… [...]

    18. Okt. 2008 | #

  9. kritikus.at » Blog Archiv » Wie in guten, so auch in schlechten Zeiten… schreibt:

    [...] Man hätte deshalb annehmen können, es würde heuer, zumindest bei den Managern im Finanzbereich, mit den Gratifikationen düster aussehen. Die Annahme wäre aber komplett falsch gewesen, denn wie berichtet wird, sieht es bei diesen Prämien alles andere als düster aus. Angeblich werden 10 Prozent des gesamten Geldes, welches die US-Regierung als Rettungspaket flüssig gemacht hat, alleine für die Managerprämien im Jahr 2008 aufgewendet. Alleine die sechs größten US-Banken wenden dafür 70 Milliarden Dollar auf. Morgan-Stanley zahlt ca 10,7 Milliarden Dollar an seine Mitarbeiter aus. Mit dem Geld hätte man das ganze Unternehmen schon kaufen können. [...]

    19. Okt. 2008 | #

  10. kritikus.at » Blog Archiv » Das Evangelium der Zocker schreibt:

    [...] Das kann jetzt wohl nur heißen, dass diejenigen, die wir für gottlose Zocker gehalten haben, eigentlich gottesfürchtige Fromme sind, die ihr Werk vollkommen im Einklang mit der Bibel getätigt haben… [...]

    17. Nov. 2008 | #

  11. kritikus.at » Blog Archiv » Wird es kalt in Österreich? schreibt:

    [...] PS: Mit dem Geld, welches jetzt anlässlich der Krise europaweit in die Wirtschaft gepumpt bzw zur Rettung maroder Banken verwendet wird, könnte man, würde es massiv in erneuerbare Energien gesteckt, locker den Gas- und Ölexporteuren vor Augen führen, wie schnell es gehen könnte, dass sie ihr Öl selber saufen bzw ihr Gas inhalieren können… [...]

    6. Jan. 2009 | #

  12. kritikus.at » Blog Archiv » Die Sache mit den Zinsen schreibt:

    [...] Aber die Herrschaften der Hochfinanz wissen im allgemeinen, was sie tun. Sie müssen ja die gefallenen Pegelstände in ihren Geldspeichern irgendwann wieder erhöhen und nicht mehr wahrnehmbare Zinsen passen da sehr gut in die Strategie. Ebenso passt dazu das unendlich scheinende Füllhorn der Staaten, womit den Bürgern fälschlicherweise langfristig finanzielle Erleichterung suggeriert wird. [...]

    14. Jan. 2009 | #

  13. kritikus.at » Blog Archiv » Virtual Reality schreibt:

    [...] Seltsame Blüten treibt der Katzenjammer nach dem Platzen der Weltwirtschaftsblase. Obwohl sich vom Law-and-order-Gesundheitsstaat (USA ) über Europa bis zu uns alle abzumühen scheinen, kommt es mir eher so vor, als ob (milde ausgedrückt) keine Lehren aus der Misere gezogen worden wären… [...]

    31. Jan. 2009 | #

  14. kritikus.at » Blog Archiv » Krisenlehrer schreibt:

    [...] Weil wir in einer Wirtschaftskrise sind, sollen Lehrer mehr arbeiten. Oder ist es doch deswegen, weil sich die Unterrichtsministerin verrechnet hat? [...]

    27. Feb. 2009 | #

  15. kritikus.at » Blog Archiv » Toller Kompromiss schreibt:

    [...] hat, würde ich gerne wissen. Warum gerade Lehrer einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten sollen und alle anderen nicht, möge der gute Mann bitte schön erklären. Oder [...]

    8. Mrz. 2009 | #

  16. kritikus.at » Blog Archiv » Einer für alle schreibt:

    [...] Vorgänge um die BAWAG alleine können das sicher nicht gewesen sein, denn wie im Zuge des Bankendesasters bekannt wurde, haben sehr viele Banker genau das gleiche verbrochen. Wenn es nur darum ginge, [...]

    12. Mrz. 2009 | #

  17. kritikus.at » Blog Archiv » George Obama schreibt:

    [...] Oder dass einfach die Geldpresse angeworfen wird, wenn´s nicht mehr zusammen geht – eine besondere Krise erfordert halt besondere Maßnahmen (obwohl das nicht nur die USA, sondern die ganze Welt [...]

    25. Mrz. 2009 | #

  18. kritikus.at » Blog Archiv » Ausgezockt - oder doch nicht? schreibt:

    [...] beim Geld-in-den-Rachen-der-Bankster-werfen doch etwas Hirn zurückgehalten hat. Durch die Krise ist das Abzocken der Massen etwas ins Stocken geraten und die Strategen müssen nachlegen, denn [...]

    14. Mai. 2009 | #

  19. kritikus.at » Blog Archiv » “Ich lass den Freund dir als Bürgen, schreibt:

    [...] heißt es in der Bürgschaft von Friedrich Schiller. Eine Bürgschaft ist in Zeiten der Krise so ungewöhnlich nicht und erwürgt wird schon gar niemand mehr. Überraschend ist [...]

    15. Jun. 2009 | #

  20. kritikus.at » Blog Archiv » Schuldenbeutel schreibt:

    [...] für den Wählerfang wieder auf. Man denke nur an den letzten Wahlkampf, als die Krise schon ein Blinder hätte sehen müssen, als noch schnell ein Haufen Geld zum Fenster [...]

    10. Jul. 2009 | #

  21. kritikus.at » Blog Archiv » In die eigene Tasche gewirtschaftet? schreibt:

    [...] Krise hin oder her – im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wirtschaften gar nicht so wenige ohne Risiko mit fremden Vermögen in die eigene Tasche… [...]

    31. Jul. 2009 | #

  22. kritikus.at » Blog Archiv » Seltsame Logig schreibt:

    [...] den USA gehen die Tourismuszahlen zurück. Da muss natürlich die Krise herhalten, denn die restriktiven Formalitäten gegen Einreisende können ja nicht daran [...]

    10. Sep. 2009 | #

  23. kritikus.at » Blog Archiv » Sozialabbau? - Neidkonto? schreibt:

    [...] wirklich auszahlt und der letzte Dorfdepp schon weiß, dass wir ab nächstem Jahr für Krise und Wahlgeschenke schwer blechen werden und sohin Steuererhöhungen drohen, wird man ja wohl [...]

    22. Okt. 2009 | #

  24. kritikus.at » Blog Archiv » Ohne Steuern geht´s nicht schreibt:

    [...] immer erhöht, wenn´s wo zwickt… ) nicht mehr. Ach ja, wir hatten ja die Krise, wo plötzlich nahezu jede Dorfbank zur rettungswürdigen Systembank mutiert ist, und die [...]

    10. Mrz. 2010 | #

  25. kritikus.at » Von Böcken und Gärtnern… - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] für die Katastrophe (so sie denn eine war und nicht nur die neue Ordnung der Magnaten war – als ein wohl [...]

    29. Jun. 2010 | #

  26. kritikus.at » Betrüger - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] die Hütchenspieler habe ich im Zusammenhang mit der Krise schon mehrmals geschrieben. Dabei habe ich, wie es meine Art halt ist, übertrieben – [...]

    30. Aug. 2010 | #

  27. kritikus.at » Wollt ihr zahlen? - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Isländer über die Rückzahlung der knapp 4 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Finanzkrise abstimmen lassen. Das ist mit 93 Prozent Ablehnung mächtig in die Hose gegangen. Nun probierte [...]

    10. Apr. 2011 | #

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