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1. Okt. 2008

Kammerhäuptling Dorner hat es erst im heurigen April versucht, (noch) Sozialminister Buchinger kam im Mai 2007 mit der Helmpflicht für Radfahrer daher – beide erfolglos (dem Himmel sei Dank). Nun probieren es Ärzte erneut, den Leuten einen Helm aufzuzwingen…

Einige Ärzte des AKH” (lt ORF.at) machen sich nun (ganz ohne Ärztekammer?) neuerlich für eine Helmpflicht für Radfahrer stark. In Wien seien die Kopfverletzungen von Radfahrern stark gestiegen. Diese Begründung ist aber etwas schwachbrüstig, denn die mit dem Rad gefahrenen Kilometer sind auch stark gestiegen, wie uns eben der VCÖ freudenstrahlend mitteilte. Wenn mehr gefahren wird, passieren auch mehr Unfälle – das sollte eigentlich auch AHK-Ärzten einleuchten… ;)

Nachdem die Zahlen steigen, ist es für uns Anlass genug Alarm zu schlagen.” meinte der Chirurg, Richard Kdolsky (ich muss ihn namentlich erwähnen, er hat es sich mit dem Ausspruch wirklich redlich verdient… ;) ), angesichts der 15 schweren Kopfverletzungen, die Radfahrer 2007 in Wien erlitten hätten. Ich frage mich, wie viele nichtradelnde Patienten mit schweren Kopfverletzungen der Gute jährlich zu behandeln hat. Irgendwo habe ich gelesen, dass in Deutschland jährlich ca 300.000 Personen mit Schädel-Hirn-Trauma behandelt werden – das hieße dann auf Österreich umgelegt ca 30.000 pro Jahr. Und wegen dieser 15 in Wien soll jetzt ganz Österreich ein Radhelm aufgezwungen werden?

Außerdem mögen diese “einige Ärzte des AKH” einmal nachdenken, wie viele Menschen sie jährlich selber umbringen - durch “unerwünschte Arzneimittelwirkungen“. Da wäre es wahrscheinlich notwendiger irgendjemanden zu irgendwas zu zwingen… ;)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Der Tod fährt Rad schreibt:

    [...] Die Nachricht ist zwar nicht mehr gar so neu und die Sache wird immer wieder thematisiert, trotzdem schockt eine Steigerung von ca 40 Prozent bei den im Straßenverkehr getöteten Radfahrern doch einigermaßen (auf den ersten Blick jedenfalls). Als gelernter Österreicher weiß man, dass es einer gefährlichen Drohung gleichkommt, wenn Politiker anlassbezogen tätig werden. Da haben dann die “Experten” als Einflüsterer Hochsaison und die Helmpflicht (ist ja sowieso gerade in ) wird uns wohl nicht erspart bleiben. Das wird zwar das Problem der Radfahrer im Straßenverkehr keineswegs mildern, aber darum geht es ja auch gar nicht. Die Hauptsache wird doch wohl sein, dass die Handelnden (Minister genauso, wie die “Experten“) nachher sagen können, sie hätten was getan (sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, ihre Gehälter zu hinterfragen… ). [...]

    24. Jan. 2009 | #

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