Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass ein Haufen Leute an “unerwünsten Arzneimittelwirkungen” sterben. Nun legt die Patientenanwaltschaft noch eins drauf…
Der niederösterreichische Patientenanwalt Gerald Bachinger sagt, dass man es nicht genau wisse, weil es diesbezüglich in Österreich keine Studien gäbe. Rechne man aber die Zahlen einer amerikanischen Studie “vorsichtig” auf Österreich um, dann komme man auf 3000 bis 6000 Tote durch ärztliche Behandlungsfehler.
Die Ärztekammer pudelt sich da natürlich auf, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Dabei haben sie die 6000, die durch “unerwünsche Arzneimittelwirkungen” ums Leben kommen, noch gar nicht registriert. Gut, in der Bachinger-Zahl sind auch schon Medikamentenfehler eingerechnet. Aber egal ob die auf amerikanischen Zahlen basierende Berechnung zutrifft oder die auf norwegischen (oder gar beide). Man kann getrost davon ausgehen, dass in österreichs Spitälern mindestens 6000 Menschen – das sind ~8% der gesamten Sterbefälle – im Jahr durch Systemfehler, Schlamperei oder aus Geschäftsgründen (man will ja den Pharmakonzernen dienlich sein) ums Eck gebracht werden.
Wie bei solchen Zuständen die Ärztekammer (samt ihrem Präsi) und diverse Primarii, wie zB Otto Burghuber und Kurt Widhalm soeben, noch Zeit finden, Politik zu machen, ist mir schleierhaft. Die hätten wahrlich in ihrem eigenen Bereich genug zu tun…