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21. Okt. 2008

Wie lange noch werden Wähler unabhängig sein?

Dass ich das Wahlgeheimnis durch e-Voting für gefährdet halte, habe ich ja schon einmal kundgetan. Bei elektronischen Wahlmaschinen wird es, um Betrug vorzubeugen, eine gewisse Nachvollziehbarkeit (dh, letztendlich muss ein Bezug zwischen Wähler und dem, was er gewählt hat, herstellbar sein – wenn auch “tausendmal abgesichert”) geben müssen. Es kommt also zu einem Konflikt zwischen Betrugssicherheit und Wahlgeheimnis, bei dem letzteres insoferne auf der Strecke bleiben wird, weil man sich nicht mehr absolut sicher sein kann…

Sehr unangenehmen Manipulationen des Wählerwillens wären alleine durch diese Unsicherheit (ohne das überhaupt wer nachschaut) Tür und Tor geöffnet. Beispielsweise ist es heute so, dass man in in den meisten Gemeinden nur einen Job bekommt, wenn man Mitglied in der herrschenden Partei ist. Das ist zwar nicht so schön, gefährdet aber die Demokratie nicht sonderlich, denn wählen kann man ja trotzdem was man will. Sollte aber e-Voting eingeführt werden, sieht die Sache anders aus. Man wird dann nämlich nicht mehr wissen, ob nicht doch “kontrolliert” wird was gewählt wurde…

Auf http://papierwahl.at befasst man sich eingehend mit dem Thema e-Voting (lesenswert).

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