David gegen Goliath. Der steirische Kernölmann Richard Mandl legt sich mit dem Pharmakonzern Pfizer an.
Die Firma Mandl macht auf Kürbis und erzeugt die Lebensessenz Kernöl sowie Kürbiskerne zum Knabbern. Normalerweise fragt man sich, wie so ein Nischenbetrieb einem Pharmakonzern in die Quere kommen kann. Es wird aber ein neues Produkt, blau eingefärbte Kürbiskern-Schoko-Dragees, unter dem Namen Styriagra vermarktet. Das hat gereicht, um Pfizer giftig zu machen. Nach einer höflichen Aufforderung, die Sache doch sein zu lassen, folgte nun die Klage auf 36.000.- Öken. Und der Steirer will trotzdem kämpfen – ich hoffe, er weiß, was er da anfängt…
Ich mag Pfizer nicht, das ist kein Geheimnis. Die Geschäftsstrategie, Krankheiten zu erfinden bzw mit der aus Angst vor Krankheit erzeugten Hysterie abzuzocken (Rockefeller-System) passt mir überhaupt nicht (und das ist sicher nicht nur deshalb so, weil ich den Konzern zusammen mit GlaxoSmithKline für die Urheber der Antiraucherhysterie halte
). Ich mag auch Viagra nicht, denn es ist nicht sooo lebenswichtig, jederzeit aus einem “Henkell” einen “Hochriegl” machen zu können. Trotz alldem finde ich bei dieser Sache, dass Pfizer im Recht ist. Es kommt mir nämlich so vor, als ob da ein bauernschlauer Kürbiskerner für lau auf der Viagrawelle mitschwimmen will.
Zudem schaut es so aus, als ob sich Pfizer in dieser Sache bis jetzt äußerst fair verhalten hat. Zuerst nur eine Aufforderung und dann erst die Klage, die mit 36.000.- Euro auch nicht so hoch ist, wie man es von einem Pharmariesen im Revierkampf erwarten würde. Ich an Mandls Stelle würde die blauen Kerne schneller vom Markt nehmen und die “Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung” unterschreiben, als ein Ferkel blinzeln kann. In der Bibel hat zwar David gegen Goliath gewonnen, aber die Zeiten haben sich geändert. Und außerdem hatte der David damals augenscheinlich das Recht hinter sich – auch wenn das kein Gericht festgestellt hat…