Wir haben eine neue Regierung! Die Streitparteien (äh, Partner) haben sich geeinigt – GroKo wieder, was sonst…
Dass sich Rot und Schwarz einigen werden, hat man ja erwarten dürfen. Ist sich doch in dieser Beziehung die, nach Meinung gut informierter Kreise sehr verhaberte, Triade (“Die Glatze“, “Wampo” und “Onkel Hans”
) vollkommen einig. Wozu wir dann allerdings gewählt haben, ist nicht so klar. Die Roten hätten Gusenbauer, genauso wie die Schwarzen Molterer, gewiss auch ohne Wahl loswerden können. Ganz ohne Verlust der 2/3-Mehrheit…
Gespannt durfte man jedenfalls aber auf die neue Ressortverteilung sein. Die SPÖ – vor allem die Parteibasis – hat es Gusenbauer ja nie verziehen, dass er sich von Schüssel bei der Ressortaufteilung über den Tisch ziehen hatte lassen. Nun dürfte es so ausgegangen sein:
SPÖ – Bundeskanzler, Gesundheit, Frauen, Soziales/Arbeit, Verkehr, Unterricht/Kultur, Landesverteidigung/Sport, Staatssekretariat im Kanzleramt, Staatssekretariat im Finanzministerium
ÖVP – Vizekanzler, Finanzen, Außenpolitik, Inneres, Wirtschaft/Familien, Wissenschaft/Forschung, Justiz, Landwirtschaft, Staatssekretariat im Wirtschaftsministerium und Staatssekretariat im Finanzministerium
Na da hat der angehende Kanzler der ÖVP aber gezeigt, wo der Hammer hängt. Zu dem, was Gusenbauer Schüssel schon überlassen hat, ist es Faymann gelungen, auch noch das Justizministerium nachzuschieben. Ob des grandiosen Verhandlungsgeschickes müssen ja nun wohl auch die letzten Suderanten in der SPÖ-Basis zufrieden sein…
PS: Natürlich wird die Faymann´sche Verhandlungstaktik eher von Bauernschläue bestimmt gewesen sein (obwohl doch Josef Pröll der Bauernbub sein soll
) – aber das ist eine andere Geschichte…