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7. Dez. 2008

Der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) geht einfach her und schenkt den schwer notleidenden Krankenkassen ganz locker mal 180 Millionen Euro. Na, das sind aber Wohltäter, da wird einem ja ganz warm ums Herz… :)

Der Pharmig Generalsekretär Jan Oliver Huber gab laut Teletext-Meldung von eben kund, dass der Verband kommende Woche angesichts der leeren Kassen bei den kranken Kassen ein “Solidarpaket” präsentieren werde. Dieses Paket solle 180 Mille schwer sein. Mann, diese Pharmer sind aber edle Spender. 180 Mille sind ja etwa 7 Prozent des gesamten Umsatzes, den sie über die Krankenkassen generieren. Eigentlich sollte es schön sein, wenn alle vollkommen selbstlos in der Not zusammenhelfen…

Leider ist nicht alles so, wie es scheint bzw scheinen soll. Bei den Pharmakonzernen handelt es sich nämlich um beinharte Geschäftsleute, die gewiss niemanden etwas schenken – so groß kann die Not gar nicht sein. Es kommt mir fast so vor, als ob sich da die Pharmisti einen Gut-Mantel umhängen wollten, um von den Kalamitäten, die sich derzeit vemehrt breitmachen und sogar schon die EU angesteckt haben dürften, abzulenken. Die 180 Mille sind für die Konzerne sicher nicht so viel, wie sie für uns scheinen – und trotzdem könnte man das auch als Geständnis der vorangegangenen Abzockerei werten.

Hoffentlich ist unser neuer Minister nicht so blöd und geht denen auf den Leim. Sonst ist er nämlich schneller als Lobbyist eingespannt, als ein Ferkel mit den Augen zwinkern kann… ;)

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