In Irland wurde Dioxin im Schweinefleisch festgestellt. Der Grenzwert (1 pg/kg) soll um das 80- bis 200-fache überhöht sein, weshalb die irische Regierung alle Schweinefleischprodukte, die in bis zu 25 Länder exportiert worden waren, zurückrief. Wieder ein handfester Lebensmittelskandal – und diesmal nicht einmal in Italien…
Die Sache ist natürlich ein Fressen für die Medien und infolge dessen wird so manchem der Weihnachtsschinken nicht mehr so recht munden wollen, egal woher er stammt. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Hysterie berechtigt ist, denn um mit irischem Schweinefleisch auf den WHO-Höchstwert für die tägliche Dioxinaufnahme (bis 4 pg/kg Körpergewicht) zu kommen, müsste man täglich durchschnittlich 2 kg Schweinefleisch essen (in diesem Fall aber wäre dann wahrscheinlich das enthaltene Dioxin das kleinere Problem
).
Nichts desto trotz ist Dioxin in Lebensmitteln eine Sauerei. Es ist zwar noch nicht klar, wie es ins Schweinefleisch gekommen ist, man vermutet aber, dass es über das Futter geschah. Mein erster Gedanke war, dass die irischen Saubauern “Biofutter” aus dem sauberen, rauchfreien Italien (vorzugsweise aus der Gegend um Neapel
) importiert haben, aber das ist wohl Blödsinn. Die Schweizer vermuten, dass Industrieöl ins Schweinefutter gelangt ist. Das klingt entschieden plausibler als meine Idee – ja, man ist geneigt, es einfach genial zu nennen. Für die Entsorgung von Trafoöl einen Haufen Geld kassieren und es dann noch an die ahnungslosen Saubauern verkaufen – da könnte sogar die ehrenwerte Gesellschaft in Neapel noch was lernen
Wie auch immer, durch das Dioxin-Fleisch wird kein Konsument zu Schaden kommen. Auch den Futtermittel-Pantschern wird nichts geschehen, denn wollte man das, müsste ja schon jemand in U-Haft sitzen. Einzig die irischen Saubauern haben den Schaden, denn sie werden sich von dem Markteinbruch so schnell nicht erholen…