Rudolf Hundstorfer, Ex-Gewerkschaftsboss und Sozialminister, wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Was früher galt, gilt jetzt offenbar nicht mehr…
Früher, als Gewerkschaftsboss, war man übezeugt, ohne Wertschöpfungsabgabe, Vermögensbesteuerung und Pensionserhöhungen etc würde es nicht gehen. Diese Dinge wurden auch von Rudolf Hundstorfer laufend gefordert. Jetzt, als Minister, gehen die Uhren scheinbar anders. Der neue Sozialminister bremst gerade dort, wo er früher wehement gefordert hat.
Nun ist schon klar, dass ein Minister und ein Gewerkschaftsführer verschiedene Jobs sind – sowohl auf die Anforderungen als auch auf die Aufgaben bezogen. Es stellt sich aber die Frage, ob die damaligen Forderungen von Rudolf Hundstorfer seiner Überzeugung entsprachen, oder ob es doch das jetzige Bremsen ist. Was wäre denn, wenn er plötzlich sein Ministeramt verlieren und wieder Gewerkschafter werden würde? Würde er dann wieder eine 180-Grad-Wendung hin zu seinen alten Forderungen machen?
In der Gewerkschaft murren schon einige und der Rudi wird dort noch einiges erklären müssen…