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7. Jan. 2009

Wie es aussieht, muss im Zuge der russisch-ukrainischen Gaskalamitäten, die ua auch wir ausbaden müssen, das Erdgas rationiert werden.

Bis jetzt wurde gemeinhin verbreitet, dass aufgrund von eigenen Lagern in Österreich die Gasversorgung auch bei einem Totalausfall der Lieferungen für 3 Monate gesichert (damit kommt man gemeinhin über den Winter) wäre. Das wirkte sehr beruhigend und trug sicherlich auch dazu bei, dass sich immer mehr private Haushalte zum Umstieg auf Gasheizungen entschlossen haben.

Nun, da die GAZPROM den Hahn zugedreht hat, haben die Schlaumaier die Hosen scheinbar derart gestrichen voll, dass sie schön langsam mit der Wahrheit herausrücken. Von drei Monaten ist plötzlich keine Rede mehr, bereits nach 3 Tagen muss das Erdgas (per Notverordnung durch den Wirtschaftsminister) rationiert werden. Industrie und Kraftwerke werden dann, wenn es wirklich soweit kommt, wesentlich weniger Gas zur Verfügung haben. Den privaten Haushalten verspricht man aber (noch?), dass sie auch im Falle eines GAG (größtmöglicher anzunehmender Gaslieferausfall ;) ) 3 Monate versorgt werden.

Es ist natürlich klar, dass Industrie und Kraftwerke den Löwenanteil (ca 2/3) des Gases verbrauchen. Dennoch wurde, wenn von den für 3 Monate reichenden Gaslagern die Rede war, niemals davon gesprochen, dass es in dieser Zeit zu Rationierungen kommen würde - und ein Geheimnis war der Gasverbrauch von Industrie und Kraftwerken sicher auch nicht. Wahrscheinlich aber habe ich das alles nur schlecht verstanden. Die 3 Monate werden wohl nur für den Sommer gemeint gewesen sein, im Winter sind´s – wie man sieht – nur 3 Tage… :)

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