In Venedig, der versinkenden Lagunenstadt, bemüht man schon seit geraumer Zeit, nur ja keine Gelegenheit auszulassen, den angeworbenen Touristenmassen unnötige Euros aus den Taschen zu ziehen. Jetzt wird ein neuer Tagespass eingeführt…
Mit der Müllproblematik hat man schon einiges in Sachen Touristenbewirtschaftung begründet. ZB darf man auf Stufen nicht mehr sitzen und schon gar nicht etwas essen. Wo käme man da hin, wenn Touristen ihren billigen, womöglich noch selbst mitgebrachten, Fraß auf ehrwürdigen Stufen oder auf Parkbänken verzehren würden. Die sollen gefälligst ins Ristorante gehen und dort die Kassen klingeln lassen. Es ist wohl nur mehr eine Frage der Zeit, bis auch das Trinken von Mineralwasser verboten werden wird. Begründen könnte man das genau gleich – Müllproblematik (vordergründig) und Geschäft für die Gastronomie (insgeheim)…
Nun ist die Stadtverwaltung von Venedig derart intellektuell niedergekommen, dass nicht einmal die “Sackerl fürs Gackerl” – Aktion aus Wien mithalten kann. Es wird eine Tageskarte für die WC-Benützung eingeführt. Für 3 Öken bekommt man dann eine Flatrate für´s Scheissen – gültig für ganz Venedig. Wenn man bedenkt, wie viele auf Ösilands Pisten gestresst up-and-down hirschen, um ja den teuren Schipass optimal zu nutzen, kann man sich vorstellen, wie es in Venedig zugehen wird. Man wird im Ernstfall erst recht nicht so leicht eine freie Kabine finden können, denn die besonders ökonomischen Allesausnutzer werden um die Wette pressen…
[...] Beim Billigflieger Ryanair haben sie eine dufte Idee gehabt, um den Passagieren noch ein paar Netsch zusätzlich aus dem Handgepäck zu ziehen. Ein britisches Pfund (1,12 €) je WC-Gang einheben ist genial – da können sogar die Venetier mit ihrer Flatrate noch was lernen… [...]
28. Feb. 2009 | #