Seiten

Kategorien

Archiv

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge
26. Jan. 2009

Forscher der Princeton Universität in den USA haben herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Zucker tatsächlich süchtig (abhängig) machen dürfte. Die Parallelen zum Anti-Rauch-Hype sind unübersehbar, die Rundlichen können sich derweil auf was gefasst machen… :)

Die Princetown-Forscher haben mit Ratten gearbeitet und beeindruckende Ergebnisse zu Tage gebracht. Hier einige Auszüge aus dem Artikel:

…Tatsächlich entdeckten Hoebel und sein Team bei ihren Ratten auch eine konkrete Veränderung im Hirnstoffwechsel: Wenn die hungrigen Tiere Zuckerwasser tranken, wurde in der Region des Nucleus Accumbens der Botenstoff Dopamin freigesetzt. Er gilt als chemisches Signal, das zunächst Motivation und bei Wiederholung im Laufe der Zeit Sucht auslöst…

…Auch die in den Experimenten beobachteten Anzeichen von Entzugserscheinungen stehen nach Ansicht der Forscher in Zusammenhang mit dem Dopaminstoffwechsel im Gehirn: Wenn den Ratten das Zuckerwasser vorenthalten wurde, sanken die Konzentrationen des Dopamins im Gehirn stark ab und als Folge veränderte sich das Verhalten der Tiere: Ihre Zähne klapperten und…

Für mich ist das aber nichts Neues, mir war schon immer klar, dass man auf alles mögliche süchtig werden kann. Das beginnt bei lieben Gewohnheiten (zB frühes/spätes Aufstehen oder Schlafengehen, Nägelbeissen, Arbeit etc), geht über Sport/Spiel (zB Laufen, Konsolen- oder Automatenspiel, Casino etc) bis zu Nahrungs- (zB Schweinsbraten, Süßigkeiten etc), Genuss- (Tabak, Alkohol, Kaffee etc) und den klassischen Suchtmitteln (Cannabis, Kokain, Heroin und neuerdings auch Spice). Wir sind halt so gestrickt, dass wir immer das haben wollen, was uns schon einmal zugesagt hat und davon natürlich auch immer mehr.

In Wahrheit sind wir also alle Mehrfachsüchtige – und somit verachtens- oder zumindest zwanstherapiewürdig. Diejenigen, die auch auf klassische Suchtmittel stehen, sind sowieso schon öffentlich verdammt, Alkohol- und Tabakfreunde auf dem besten Weg dorthin. Gerne-Vielesser bleiben in der veröffentlichten Meinung (derweil noch – siehe oben ;) ) ungeschoren. Medikamentensüchtige brauchen sich überhaupt keine Sorgen machen, sie werden auch in aller Zukunft für gutes Krankenkassengeld von ihren Schöpfern versorgt werden und ihren Ruf wird man schon aus Geschäftsgründen nicht antasten.

Es bleibt also soweit alles beim Alten. Die Liebhaber von Süßigkeiten sollten sich aber schön langsam auf einen Abwehrkampf einstellen, denn die fanatische Zwangsgesundungsgemeinde hat sie nicht nur schon lange als Ziel auserkoren, sondern ist auch gerade dabei, die wissenschaftlichen Grundlagen für den Vernichtungsfeldzug gegen alles Rundliche zu schaffen. Lange wird die Ruhe also nicht mehr halten und dann winkt die Zwangsernährung mit Grüntee, Müsli und Tofu… :)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Suchtmacher schreibt:

    [...] fragen, wie sie sich das mit der Krankenkassenfinanzierung vorstellen. Wir sind ja jetzt schon alle mehrfachsüchtig. Man denke nur an die Leute, die täglich mindestens 8 Stunden arbeiten, schwerstpathologische [...]

    16. Jun. 2009 | #

Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.