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31. Jan. 2009

Seltsame Blüten treibt der Katzenjammer nach dem Platzen der Weltwirtschaftsblase. Obwohl sich vom Law-and-order-Gesundheitsstaat (USA ;) ) über Europa bis zu uns alle abzumühen scheinen, kommt es mir eher so vor, als ob (milde ausgedrückt) keine Lehren aus der Misere gezogen worden wären…

Hierzulande (wie sonst auch überall) wurde ein milliardenschweres Paket zur Rettung der Banken geschnürt. Das alleine wäre schon ein Fall für das Pannoptikum, denn der Staat borgt sich Geld bei den Banken aus, um die Banken zu retten. Wie sagt man da dazu? Ah ja, “Loch auf – Loch zu Methode“. Ein Privater der mit viel Geld so arbeiten würde, würde schneller gesiebte Luft atmen, als ein Ferkel mit den Augen zwinkern kann. Aber gut, der kleine Maxl aus dem 27. Bezirk überreisst das ja nicht so, weil er durch die paar Netsch, die er durch das im gleichen Atemzug beschlossene Wirtschaftsankurbelungspaket in die Hand bekommt, geblendet wird… ;)

Natürlich beschäftigt die Krise auch unseren Sonnenkanzler. Gestern beim “Jahresauftakt der SPÖ” ging er auf das Thema ein:

„Wir Sozialdemokraten wollen eine andere Wirtschaftsordnung; eine, die Kontrolle ernst nimmt und die Solidarität zum Inhalt hat.“

Aha, eine “andere Wirtschaftsordnung” und “Kontrolle” sowie “Solidarität” müssen also her. Aber wo bleiben die Taten? Etwa im Bankenpaket, wo die Banken gedrängt werden, doppelt soviel, wie sie vom Staat erhalten, als neue Kredite auszugeben? Das schaut ja fast so aus, als ob man die geplatzte virtuelle Blase so schnell als möglich wieder (und wieder virtuell) aufgefüllen will. Das fromme Spiel beginnt also gerade von Neuem… ;)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Krisenlehrer schreibt:

    [...] In Zeiten der Wirtschaftskrise, wo sehr viele ihren Job verlieren würden oder kurzarbeiten müssten, hätten natürlich auch die Lehrer ihren Beitrag zu leisten. Warum gerade die Lehrer (und zB nicht auch Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern oder Magistratsbeamte etc) mehr arbeiten sollen, wenn das virtuell aufgeblasene Banksystem crasht und die VOEST keine Autobleche mehr verkaufen kann, erklärte die Ministerin eigentlich dann doch nicht so richtig. Ein Schelm könnte jetzt meinen, dass die Wirtschaftskrise nur vorgeschoben wurde und sie sich vielmehr beim Ausbaldowern der hochtrabenden, uraltideologiegetriebenen SPÖ-Pläne für die Gesamtschule (äh, “neue Mittelschule” natürlich… ) derart verrechnet hat, dass es sich mit ihrem (eben zugestandenen) Budget hinten und vorne nicht mehr ausgeht… [...]

    28. Feb. 2009 | #

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