Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

16. Jan. 2009

Ein tragischer Schiunfall brachte dem Thema neue Aktualität und das sattsam berüchtigte KfV nimmt den Pass sofort volley an und fordert umgehend wieder eine Helmpflicht, diesmal halt für Schifahrer.

Und die Maschinerie zur Schaffung einer Zwangsheilewelt ist derweil voll angelaufen. Auch die Politik lässt sich gerne für die “gute” Sache einspannen. Ich habe zwar erst geschrieben, dass sich die SPÖ hier besonders hervortue, muss aber nun zur Kenntnis nehmen, dass das die Schwarzen (etwa in NÖ und OÖ) mindestens genausogut können… :)

Unser Zwangsgbührensender kann da dann auch nicht an sich halten und sich vielleicht etwa gar neutral verhalten. Nein, nein, im Zeichen des Guten muss er natürlich auch sein Scherflein beitragen. Eine tolle Umfrage wurde veröffentlicht. Unter dem Titel “Große Mehrheit der Österreicher für Helmpflicht auf Pisten” steht dann, dass sich 84 Prozent der Österreicher für eine Helmpflicht auf Schipisten ausgesprochen hätten. Liest man genauer, dann relativiert sich die hohe Zahl wieder, denn für eine allgemeine Helmpflicht sind nur 46 Prozent, für eine solche für Kinder (unter 14-jährige) 38. Um den geforderten Zweck zu erreichen, hat man halt einfach die Zahlen zusammengezählt.

Den manipulativen Charakter der Umfrage unterstreicht auch die Tatsache, dass anscheinend quer durch die Österreicher, ohne Rücksicht ob Schifahrer oder nicht, gefragt worden ist. Da ist es ganz natürlich, dass hohe Zustimmung erreicht werden kann. Einen Nichtschifahrer interessiert eine Helmpflicht ja überhaupt nicht und wenn man ihm noch schnell vorher einige Infos gibt, etwa wie viele Millionen die Schiunfälle kosten, wird er höchstwahrscheinlich (wie gewünscht) für die Helmpflicht votieren. Außerdem werden die Nichtschifahrer auch in Österreich eher die Mehrheit sein und es ist nicht die feine englische Art, die Mehrheit über die Minderheit abstimmen zu lassen. Holten sich nicht auch die Faschisten früher so ihre Legitimierung vom Volk?.

Da fällt mir ein, dass mir dieses Muster schon bei der diskutierten Helmpflicht für Radfahrer sauer aufgestoßen hat. Auch da wurden 84 Prozent (hoppla, die gleiche Zahl, na sowas aber auch… ;) ) Zustimmung zu einer Helmpflicht für Kinder und Jugendliche (unter 16-jährige) ermittelt. Gefragt wurden auch großteils Erwachsene.

Aber egal, diesmal ist die Gefahr groß, dass die Zwangsgesunder Teile ihrer Forderungen durchbekommen werden. Diejenigen, die es trifft (Kinder oder Erwachsene oder beide) werden dann wissen, dass sie letztendlich nur einen Helm aufsetzen müssen, weil ein deutscher Politiker einen schweren Schiunfall hatte. Ansonsten wäre das Thema nur so wie jedes Jahr, ohne Chance auf Durchsetzung nur zur Rechtfertigung der Gehälter der Weltverbesserer, routinemäßig diskutiert worden… ;)

14. Jan. 2009

Die Leitzinsen sinken weiter. In den USA und in Japan ist man praktisch schon bei 0% angekommen, die Schweiz steht bei 0,5% und in Großbritannien verlangt man bei fallender Tendenz 1,5%. Im Euroraum steht eine deutliche Senkung unmittelbar bevor und man spricht bereits davon, dass bis zum Sommer auch hier der Leitzinssatz bei 1,0% stehen soll. Ein Schelm, der dabei Böses denkt…

Glasklar bei der Sache ist, dass man von den hohen Sparbuchzinsen bald nur mehr träumen wird können. Die Kreditnehmer könnte die Tendenz freuen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, denn die Banken werden den Zinsvorteil sicher nicht so mir-nichts-dir-nichts für bestehende Kredite weitergeben. Das ist wahrscheinlich so wie bei den Ölkonzernen. Die verdienen ja bei heftigen Preisschwankungen auch am besten.

Ich würde gerne wissen, was hinter alldem wirklich steckt. Es kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass man jemanden, dem man Geld borgt, noch was draufzahlt – dh, dass der weniger Geld zurückzahlen muss, als er sich ausgeborgt hat (in den USA spricht man tatsächlich schon von der Möglichkeit von Minuszinsen). Da wäre es doch weit günstiger, das Geld im Sparstrumpf unter dem Bett (so dort soviel Platz ist :) ) liegen zu lassen.

Aber die Herrschaften der Hochfinanz wissen im allgemeinen, was sie tun. Sie müssen ja die gefallenen Pegelstände in ihren Geldspeichern irgendwann wieder erhöhen und nicht mehr wahrnehmbare Zinsen passen da sehr gut in die Strategie. Ebenso passt dazu das unendlich scheinende Füllhorn der Staaten, womit den Bürgern fälschlicherweise langfristig finanzielle Erleichterung suggeriert wird.

Freilich dienen diese Maßnahmen der Ankurbelung der lahmenden Wirtschaft. Ich denke, das wird auch funktionieren, denn wenn die Bürger mehr Geld haben, geben sie auch mehr aus. Aufheben bringt ja ohnehin nichts, wird doch das Geld selbst auch am Sparbuch weniger wert werden. Auch Nullzinsenkredite werden weggehen, wie die warmen Semmeln, wenngleich die sowieso nur jemand mit Bonität erhalten wird.  Habenichtse werden überhaupt keinen Kredit bekommen, denn bei denen ist außer Risiko sowieso nichts zu holen.

Wenn dann die Leute mit billigen Krediten ordentlich angefüttert sind, wird der Zahltag näherrücken – spätestens dann, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt haben wird. Die staatlichen Füllhörner werden wirklich schmerzenden Sparpaketen Platz machen (selbst ein Staat kann nicht unenedlich wesentlich mehr ausgeben, als er einnimmt) und die Zinsen werden schnell wieder steigen. Eng wird´s für viele werden, wenn Banken beginnen, sich um die angefütterten Fische in ihren Teichen zu kümmern. Da werden dann sehr viele der gierig gewordenen Fischlein in den Netzen zappeln - dh, sie werden schwer zahlen oder, wenn sie das nicht mehr können, alles verlieren. Aber es hilft nichts, die Pegelstände der Geldspeicher gehören nunmal erhöht, von irgendwas müssen die Magnaten ja schließlich auch leben… :)

12. Jan. 2009

Obwohl – zum “heil” braucht man anscheinend jetzt auch schon eine Portion Glück mit auf dem Weg. Über immer mehr schreckliche Schiunfälle wird berichtet, und das lockt natürlich auch die “Experten” hinter dem Ofen hervor. Freilich, um Maßnahmen komplett am Problem vorbei vorzuschlagen…

Dass sich gerade jetzt die Schiunfälle gar so häufen, wird wohl in erster Linie am zZt herrschenden, herrlichen Schiwetter liegen. Da sind nun einmal mehr Leute in den Schigebieten bzw auf den Pisten und die fahren auch wesentlich mehr, als bei einem Sauwetter (wo man lieber in der warmen, verauchten ;) Hütte sitzt). Wenn mehr Pistenkilometer gefahren werden, passieren auch mehr Unfälle – wollen wir hier einmal festhalten.

Gestern stand in der Krone, dass “Experten” die Pisten sicherer machen wollen. Diese (nicht näher genannten) Herrschaften fordern dazu die “längst überfällige” Helmpflicht, versteckte Radarfallen, Alkoholrazzien und viel mehr Warnschilder. Um so unbedeutende Kleinigkeiten, wie zB die Exekution der vorgeschlagenen bzw geforderten Maßnahmen, brauchen sich ja “Experten” keine Gedanken machen – die stehen über den Dingen. Mich würde trotzdem brennend interessieren, wie sie sich das mit den Radarfallen vorstellen. Bekommt dann jeder Schifahrer eine “amtliche” Nummertafel am Allerwertesten angetackert?

Dass das alles Augenauswischereien ohne Chance auf Exekutierung sind, sieht ein Blinder mit dem Krückstock. Und dass die Maßnahmen allesamt noch dazu vollkommen am Problem vorbeigehen, wird die “Experten” sicher auch nicht groß interessieren. Hauptsache sie haben überhaupt etwas getan, sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, sie würden nichts tun und eventuell sogar ihre Gehälter hinterfragen… :)

Das (übersehene?) Hauptproblem wird aber das Gedränge auf den überfüllten Pisten sein. Das sieht man sehr leicht an der Tatsache, dass die allerschwersten Unfälle meistens Zusammenstöße sind. Wo früher schon ein Doppelsessellift eine Errungenschaft war, steht heute zumindest eine Vierersesselbahn mit einer weit größeren Leistung. Insgesamt werden sich die Kapazitäten der Aufstiegshilfen in den letzten Jahrzehnten vervielfacht haben. Die Pisten sind gewiss nicht in dem Ausmaß mehr geworden. So haben es die Tourismus-”Experten” geschafft, das Schifahren von einer Erholung zu einem Stress zu machen. Anstatt jetzt nach Restriktionen zu schreien, sollte man sich einmal am Kopf kratzen und richtig nachdenken. Helmpflicht, Alko-Razzien, Radargeräte und Schilderwald werden das Problem sicher nicht lösen. Das wird eher nur dazu führen, dass viele Leute auf das sauteure Schifahren frustriert scheissen und sich eine andere “Erholung” suchen werden. Allerdings hätten die “Experten” dadurch ihr Ziel auch erreicht, denn weniger Unfälle würde es da dann gewiss geben… :)

9. Jan. 2009

Tief war es schon im letzten Nationalratswahlkampf, als mit dem Faymann-Paket Stimmen gekauft werden sollten (und offenbar auch wurden). Es geht aber immer noch etwas tiefer und sehr oft ist dann auch das BZÖ nicht weit…

In Kärnten wählen sie bald einen neuen Landtag samt Landeshäuptling und das nach dem Verlust von Jörg Haider zur Leichtmatrosentruppe verkommene BZÖ kriegt vor lauter Not offenbar den Allerwertesten überhaupt nicht mehr zusammen. Nur so kann man es sich erklären, dass sie nun ganz offen Stimmen kaufen wollen. Das BZÖ hat beschlossen, dass jeder 16- bis 18-jährige Kärntner vom Land Kärnten 1000.- € Starthilfe erhalten soll. BZÖ-(noch)Landeshauptmann Gerhard Dörfler wird es sich sicher nicht nehmen lassen, einige “Jugendtausender“ höchstselbst im Wahlkampf zu verteilen ;)

Die läppischen 6 Millionen Euronen, die das kosten wird, könnte das BZÖ wahrscheinlich auch selber aufbringen. Man hängt die Belastung aber trotzdem gerne dem Land Kärnten um. Einerseits ist das wesentlich billiger und andererseits auch ratsam. Denn würde man selber zahlen, könnte ja jemand auf die Idee kommen, man würde Stimmen kaufen… :)

 

PS: Angeblich frieren 83000 Kinder in Österreich. Da werden wohl auch Kärntner dabei sein. Gäbe man denen einen Tausender würden sie sicher warm über den Winter kommen und der Stimmenkauf würde dadurch auch eine positive Seite bekommen. So etwas ist den BZÖlern aber offenbar nicht jung und dynamisch genug. Tausender zum Versaufen verteilen – that´s it

9. Jan. 2009

Die “Künstlergruppe” Wechselstrom will eine trächtige Kuh schlachten und deren ungeborenes Kalb als Speise anbieten. Das Ganze läuft unter dem Titel “Freiheit der Kunst”. Der Anführer der Künstler, Christoph Theiler, sieht “keinen Unterschied, ob ein geborenes oder ungeborenes Kalb für den Verzehr geschlachtet wird. Das Ungeborenenfleisch schmecke besonders weich und zart.” Die Mutterkuh wird gleich mitgetötet, weil eine Entnahme des Ungeborenenkalbes mit Kaiserschnitt rechtlich nicht zulässig sei. (orf.at)

Entsetzlich! Mir fehlen die Worte.

8. Jan. 2009

Die walkürische Anti-Rauchkriegerin zu Salzburg sieht das neue Tabakgesetz gescheitert und fordert – was denn sonst? :) – sogleich ein totales Rauchverbot in Lokalen. Krieger sind halt radikal, da kann man nichts machen…

Die SPÖ war ja, gleich nach den Grünen, die Partei, die am zweitlautesten für ein totales Rauchverbot eingetreten ist. Im letzten Wahlkampf wurde das aber recht gut versteckt (dh die Oberhauserin wurde recht gut unter Verschluss gehalten). Da ist sogar, ohne wirkliches Vertrauen zu haben, so etwas wie Sympathie aufgekommen. Nun hat aber Gabi Burgstaller wieder allen deutlich gemacht, dass die SPÖ für ein Totalverbot steht. Der Gesundheitsminister muckt zwar noch auf, aber gegen das Schwergewicht (selbstverständlich auf “politisch” bezogen) Burgstaller wird er nicht lange standhalten können.

Aber auch ansonsten muss die Frau Burgstaller eine “Gabydampf in allen Gassen” sein, denn mit welcher Geschwindigkeit sie das neue Tabakgesetz evaluiert hat, ist atemberaubend. Gerade mal 8 Tage und 2 Lokalbesuche hat sie gebraucht, um messerscharf festzustellen, dass das Gesetz in Salzburg nicht funktioniert. Komischerweise sind beide besuchten Lokale reine Nichtraucherlokale und “beide waren knallvoll und alle waren zufrieden…”. Merkwürdig, das sollte ja eher dafür sprechen, dass das Gesetz funktioniert – oder?

Aber egal, in Salzburg sind bald Landtagswahlen und jetzt weiß wenigstens jeder Raucher dort wohin die Reise führt, wenn er SPÖ bzw Frau Burgstaller wählt. Mit einer Stimme für die SPÖ wird eine Stimme für  die Prohibition abgegeben. Das Rauchverbot in Lokalen ist ja nur der Anfang, als nächstes wird das Rauchen auch im Freien (in der Öffentlichkeit) und am Ende auch in privaten Bereichen (die Strategie dazu liegt schon offen - Thirdhand Smoke) verboten werden.

 

PS: Bei der gerade angedachten Helmpflicht für Schifahrer ist es auch gerade die SPÖ, die am wehementesten dafür eintritt – Zufall? ;)

7. Jan. 2009

oder “Rauch aus dritter Hand” ist die neueste intellektuelle Niederkunft der zwangsgesundenden Volksverblödungsgilde. Und es kommt ausgerechnet aus dem Land, wo Wettessen ein Vokssport ist und man sich auch sonst, einseitig aber gesund, zu Tode frisst… :)

Die “Experten” von Pediatrics im fernen Amerika haben festgestellt, dass man nicht rauchen muss, um durch Rauchen jemanden zu schädigen. Schadstoffe im Rauch würden sich auch zB in Haaren, Kleidung und Teppichen festsetzen und so auch viel später (vorzugsweise an Kinder) abgegeben werden. Selbstverständlich wird absolut tödliche Wirkung suggeriert. Warum wir dann noch nicht ausgestorben sind (es müsste zwangsläufig sehr schnell gehen, wenn wir ausgerechnet unsere Kinder systematisch vergiften), erklären die “Experten” gefließentlich nicht.

Ich bin schon gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis der erste Anti-Rauch-Taliban schreiend zusammenbricht, weil jemand, der vorher draußen eine geraucht hat, bei ihm vorbeigegangen ist. Bei so einer “immensen Gefährlichkeit” von Thirdhand Smoke müssen Wir uns wohl wieder auf einen gehörigen Strauß hirnrissiger Forderungen einstellen. Wahrscheinlich werden sie zuerst mit Dekontaminierungsstationen für Raucher und solche, die zufällig in Nebenstromrauch geraten sind (etwa, indem sie die neuen Aufkleber an den Lokalen fehlgedeutet haben ;) ), daher kommen.

Das Rauchen gänzlich verbieten wollen Anti-Rauch-Krieger aber ganz und gar nicht – nein, nein. Das wäre ja Prohibition und würde sich nicht so gut mit dem GUT-Image vertragen. Sie werden deshalb auch nicht müde, zu betonen, jeder dürfe soviel rauchen, wie er wolle, nur dürfe er dabei niemanden beinträchtigen. Dabei präsentieren sie regelmäßig einseitig tendenziöse, als “wissenschaftlich” bezeichnete Kampfschriften, die eben das verunmöglichen. Der Thirdhand-Smoke-Unsinn ist dabei nur ein weiterer Zug in dem bösen Spiel. Wenigstens outen sich die Zwangsgesunder damit als tatsächliche Prohibitionisten, denn dass sie die Zusammenhänge nicht erkennen, wird wohl niemand ernsthaft annehmen…

7. Jan. 2009

Wie es aussieht, muss im Zuge der russisch-ukrainischen Gaskalamitäten, die ua auch wir ausbaden müssen, das Erdgas rationiert werden.

Bis jetzt wurde gemeinhin verbreitet, dass aufgrund von eigenen Lagern in Österreich die Gasversorgung auch bei einem Totalausfall der Lieferungen für 3 Monate gesichert (damit kommt man gemeinhin über den Winter) wäre. Das wirkte sehr beruhigend und trug sicherlich auch dazu bei, dass sich immer mehr private Haushalte zum Umstieg auf Gasheizungen entschlossen haben.

Nun, da die GAZPROM den Hahn zugedreht hat, haben die Schlaumaier die Hosen scheinbar derart gestrichen voll, dass sie schön langsam mit der Wahrheit herausrücken. Von drei Monaten ist plötzlich keine Rede mehr, bereits nach 3 Tagen muss das Erdgas (per Notverordnung durch den Wirtschaftsminister) rationiert werden. Industrie und Kraftwerke werden dann, wenn es wirklich soweit kommt, wesentlich weniger Gas zur Verfügung haben. Den privaten Haushalten verspricht man aber (noch?), dass sie auch im Falle eines GAG (größtmöglicher anzunehmender Gaslieferausfall ;) ) 3 Monate versorgt werden.

Es ist natürlich klar, dass Industrie und Kraftwerke den Löwenanteil (ca 2/3) des Gases verbrauchen. Dennoch wurde, wenn von den für 3 Monate reichenden Gaslagern die Rede war, niemals davon gesprochen, dass es in dieser Zeit zu Rationierungen kommen würde - und ein Geheimnis war der Gasverbrauch von Industrie und Kraftwerken sicher auch nicht. Wahrscheinlich aber habe ich das alles nur schlecht verstanden. Die 3 Monate werden wohl nur für den Sommer gemeint gewesen sein, im Winter sind´s – wie man sieht – nur 3 Tage… :)

6. Jan. 2009

Es ist also soweit, jetzt wird die Abhängigkeit, in die uns unsere Gewaltigen hineinmanövriert haben, schlagend. Die Russen drehen den Gashahn zu…

Das Gas, welches wir vom russischen Monopolisen GAZPROM beziehen, wird durch die Ukraine gleitet und dort anscheinend zu einem nicht unbeträchtlichen Teil gestohlen. Ich weiß, das ist etwas drastisch ausgedrückt, aber es kommt halt laufend aus der Ukraine wesentlich weniger Gas heraus, als vorher hineingeleitet wurde. Das macht natürlich den russischen Bären zornig, zumal die Ukrainer ja nichts dafür bezahlen. Eine Einigung im schon länger währenden Gasstreit zwischen den Ländern ist nicht in Sicht und urplötzlich kommt in Europa fast überhaupt kein Gas mehr an, weil Russland den Hahn ziemlich zugedreht hat (Gazprom-Gerd lässt auch schön grüßen…).

Da schauen jetzt die EU-Schlaumaier schön aus der Wäsche. Sie haben es ja erst ermöglicht, dass die Ukraine gegen Russland so aufmuckt, haben sie doch den Ukrainern bei ihrer Russlandemanzipation laufend Unterstützung suggeriert. Schön aus der Wäsche schauen wird man auch bald in der Ukraine. Spätestens dann, wenn man draufkommt, was die “Unterstützung” durch die EU wert ist – nämlich original nichts.

Zar Putin ist nämlich der, der den Gasgriff in der Hand hält, und sitzt somit auf dem längeren Ast. In Europa hat man ja die vergangenen Jahre, nicht zuletzt aus CO2- und Feinstaubgründen, nichts anderes zu tun gehabt, als für noch mehr Gasverbrauch zu sorgen. Der Gipfel der Blödheit war dabei wohl, dass man auch danach strebte, möglichst viel Erdgas in Autos zu verbrennen. Vielen Dank, ihr Luschen – jetzt haben wir den Salat…

 

PS: Mit dem Geld, welches jetzt anlässlich der Krise europaweit in die Wirtschaft gepumpt bzw zur Rettung maroder Banken verwendet wird, könnte man, würde es massiv in erneuerbare Energien gesteckt, locker den Gas- und Ölexporteuren vor Augen führen, wie schnell es gehen könnte, dass sie ihr Öl selber saufen bzw ihr Gas inhalieren können… :)

 

PPS: Selbstverständlich ist auch mir insgeheim klar, dass der “Salat” weder auf Unvermögen noch auf Dummheit gründet. Es wird sicherlich nur wieder darum gehen, dass die EU-Granden irgendwelchen Korumpelkonzernen dienlich sein wollen… ;)

1. Jan. 2009

Seit heute ist im Sauberland Norwegen die käufliche Liebe, genauso wie in Schweden, Schottland und Finnland verboten. Aber hoppla, das sind ja genau solche Länder, die sich auch mit restriktiven Rauchverboten hervor tun – wird aber wohl nur purer Zufall sein… ;)

In Norwegen ist also kein Platz mehr für das flache Geschäft. Wenn man bedenkt, wie dermaßen auf Sauberkeit bedacht man im Land der Fjorde ist, muss man sich höchstens wundern, dass das Verbot so spät kommt.  Bei so einem Image kann man Prostitution ja wirklich nicht dulden. Wo käme man da hin, wenn sich triebliche Extremisten, ohne irgendjemanden zu belästigen, im Bordell abreagieren würden. Und überhaupt, wie schaut denn das aus… – und es passt ja auch so gar nicht zum gutnachbarlichen (skandinavischen) Sauberkeitsfimmel. Die norwegische Regierung geht sogar noch weiter und verbietet es ihren Untertanen sogar, im Ausland der käuflichen Liebe zu frönen, denn offenbar ist auch das dem guten Ruf abträglich. Soviel ich weiß, gab es etwas ähnliches nur im ehemaligen Ostblock. Aber selbst da wurden die Bürger nur extra wegen Staatsrufschädigung bestraft, wenn sie im Ausland tatsächliche Straftaten (dh, dass die dort tatsächlich strafbar waren) begangen hatten.

Aus den Berichten geht allerdings nicht klar hervor, was genau gemeint ist, wenn “der Kauf sexueller Dienstleistungen mit Geldstrafen oder sogar bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden kann“. Jedenfalls wird das für Straßenstrich und Bordelle gelten. Aber was ist mit Leuten, die diesbezüglich längerfristige Verträge abschließen. ZB alte Knacker, die sehr junge Damen heiraten, oder überreife Damen, die sich knackige Lover halten. Da wird es wohl auch meistens um den “Kauf sexueller Dienstleistungen” gehen und die wären dann ebenfalls mit Haft bedroht…

Natürlich ist beim genannten Beispiel nicht leicht festzustellen, ob es sich tatsächlich um hehre Liebe oder lediglich um ein schnödes Geschäft handelt. Aber die Industrie wird da schon mit geeigneten Maschinen Abhilfe schaffen. Alcomat und Haschomat gibt es ja schon und der Müdomat ist in der Entwicklung auch schon weit fortgeschritten. Da werden sie einen Liebomat ja wohl auch noch zusammenbringen… :)

« zurück