Beim Billigflieger Ryanair haben sie eine dufte Idee gehabt, um den Passagieren noch ein paar Netsch zusätzlich aus dem Handgepäck zu ziehen. Ein britisches Pfund (1,12 €) je WC-Gang einheben ist genial – da können sogar die Venetier mit ihrer Flatrate noch was lernen…
Ryanair erwägt allen Ernstes, auf ihren Fliegern für das Benützen der WCs eine Gebühr einzuheben. Man sehe sich dazu gerade die Möglichkeit an, an den WC-Türen der Flieger Münzapparate anzubringen, meinte der Chef der Airline dazu. Blöd nur, wenn man in dringenden Fällen dann gerade nicht das richtige Kleingeld einstecken hat…
Ein britisches Pfund soll ein WC-Gang also kosten. Das ist gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass da nicht einmal eine Erfolgsgarantie includiert ist. Und ungerecht ist es sowieso. Es ist nämlich nicht einzusehen, dass ein Bisschen Pipi genau so viel kosten soll, wie das Setzen eines ordentlichen Krapfens.
Aber Gerechtigkeit wird wohl bei dieser Sache auch nicht im Hauptinteresse von Ryanair gelegen sein. Auch das zu erwartende Körberlgeld wird es nicht sein, denn große Defizite wird man mit dem Scheisshaus-Pfund nicht abdecken können. Vielmehr wird es dem Billigflieger eher darum gehen, die wahren Kosten der Flüge zu verschleiern - Übung hat man darin angeblich ja schon einige (EU hin oder her
).
Aber auch wenn das Körberlgeld nicht die Hauptintention für die Häusl-Tax gewesen sein wird, wird es trotzdem nicht lange dauern, bis in den Rayan-Fliegern gratis Trinkwasser angeboten werden wird. Das könnte man auch locker finanziell verkraften, denn abkassiert würde dann ja am anderen Ende sowieso werden. Die kleinste Einnahme rechtfertigt ja die größte Blödheit – that’s modern business…