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28. Feb. 2009

Beim Billigflieger Ryanair haben sie eine dufte Idee gehabt, um den Passagieren noch ein paar Netsch zusätzlich aus dem Handgepäck zu ziehen. Ein britisches Pfund (1,12 €) je WC-Gang einheben ist genial – da können sogar die Venetier mit ihrer Flatrate noch was lernen…

Ryanair erwägt allen Ernstes, auf ihren Fliegern für das Benützen der WCs eine Gebühr einzuheben. Man sehe sich dazu gerade die Möglichkeit an, an den WC-Türen der Flieger Münzapparate anzubringen, meinte der Chef der Airline dazu. Blöd nur, wenn man in dringenden Fällen dann gerade nicht das richtige Kleingeld einstecken hat…

Ein britisches Pfund soll ein WC-Gang also kosten. Das ist gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass da nicht einmal eine Erfolgsgarantie includiert ist. Und ungerecht ist es sowieso. Es ist nämlich nicht einzusehen, dass ein Bisschen Pipi genau so viel kosten soll, wie das Setzen eines ordentlichen Krapfens.

Aber Gerechtigkeit wird wohl bei dieser Sache auch nicht im Hauptinteresse von Ryanair gelegen sein. Auch das zu erwartende Körberlgeld wird es nicht sein, denn große Defizite wird man mit dem Scheisshaus-Pfund nicht abdecken können. Vielmehr wird es dem Billigflieger eher darum gehen, die wahren Kosten der Flüge zu verschleiern - Übung hat man darin angeblich ja schon einige (EU hin oder her ;) ).

Aber auch wenn das Körberlgeld nicht die Hauptintention für die Häusl-Tax gewesen sein wird, wird es trotzdem nicht lange dauern, bis in den Rayan-Fliegern gratis Trinkwasser angeboten werden wird. Das könnte man auch locker finanziell verkraften, denn abkassiert würde dann ja am anderen Ende sowieso werden. Die kleinste Einnahme rechtfertigt ja die größte Blödheit – that’s modern business… :)

27. Feb. 2009

Weil wir in einer Wirtschaftskrise sind, sollen Lehrer mehr arbeiten. Oder ist es doch deswegen, weil sich die Unterrichtsministerin verrechnet hat?

In den Schulen qualmts gewaltig (obwohl dort doch stricktes Rauchverbot herrscht ;) ), die Lehrerschaft ist kurz vor dem Explodieren und droht mit Streik. Die Unterrichtsministerin hat aus heiterem Himmel über die Medien ausrichten lassen, dass die Lehrer künftig bei gleicher Bezahlung um 2 Stunden (Unterrichtseinheiten, um genau zu sein) pro Woche mehr arbeiten müssen. Einen Verhandlungsspielraum signalisierte die Ministerin von vorneherein nicht – “das wird kommen“, betonte sie. Wenn man sich dann noch anhört, wie die Ministerin die Sache begründet, muss man sich wirklich nicht mehr wundern, dass da den Lehrern gehörig der Hut hochgeht.

In Zeiten der Wirtschaftskrise, wo sehr viele ihren Job verlieren würden oder kurzarbeiten müssten, hätten natürlich auch die Lehrer ihren Beitrag zu leisten. Warum gerade die Lehrer (und zB nicht auch Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern oder Magistratsbeamte etc) mehr arbeiten sollen, wenn das virtuell aufgeblasene Banksystem crasht und die VOEST keine Autobleche mehr verkaufen kann, erklärte die Ministerin eigentlich dann doch nicht so richtig. Ein Schelm könnte jetzt meinen, dass die Wirtschaftskrise nur vorgeschoben wurde und sie sich vielmehr beim Ausbaldowern der hochtrabenden, uraltideologiegetriebenen SPÖ-Pläne für die Gesamtschule (äh, “neue Mittelschule” natürlich… :) ) derart verrechnet hat, dass es sich mit ihrem (eben zugestandenen) Budget hinten und vorne nicht mehr ausgeht…

Die allerbeste Meldung ließ Ministerin Schmidt aber gestern in der ZIB2 ab. Da erdreistete sich Ingrid Thurnher doch glatt, sie zu fragen, ob sie denn selber bereit wäre, aus Solidarität bei gleichem Gehalt um 10 Prozent mehr zu arbeiten. Aber nicht doch, sie arbeite schon so viel, mehr ginge überhaupt gar nicht mehr. Frau Turnher wollte es aber genau wissen und fragte nach, ob sie denn dann wenigstens bereit wäre, bei gleicher Arbeitsleistung auf 10 % ihres Gehaltes zu verzichten. Plötzlich fühlte sich Frau Ministerin noch weniger wohl in ihrem Studiosessel. Na ja, sie hätte schon ein gutes Gehalt (ok, das wussten wir auch vorher :) ), aber – blabla blabla blabla. Hier muss man Claudia Schmidt aber verstehen. Der letzte Almöhi weiß nämlich auch schon ganz genau, dass es immer wesentlich leichter ist bei den anderen zu sparen. Da ist es wurscht, wie viel man selber verdient – Krise hin, Solidarität her… ;)

 

PS: Hoffentlich schmeissen sie beim ORF jetzt die Frau Tunher nicht hinaus. In Krisenzeiten ist es nämlich nicht gut, live Parteifreunde in Bedrängnis zu bringen… :)

19. Feb. 2009

Unsere Vertreter in der EU haben mit der Bewältigung der Krise alle Hände voll zu tun. Da sollten wir dankbar sein, dass sie auch für ihre eigene Fitness etwas machen…

Und das machen sie auch – für 9,2 Millionen Euronen. Das bestehende Fitness-Studio für die EU Parlamentarier ist ja den Herausforderungen in Krisenzeiten nicht mehr gewachsen und muss sohin mit 2,3 Millionen renoviert und um 5,6 Millionen erweitert werden. Dazu kommen dann noch 1,3 Mille für Sicherheitsanalysen (?!?).

Ja, es ist ein Haufen Geld. Aber sollten uns die körperliche Fitness der EU-Abgeordneten das nicht wert sein? Wenn sie in einem heruntergekommenen Studio (wahrscheinlich sowieso in der Arbeitszeit ;) ) trainieren müssten, wären sie wahrscheinlich körperlich und psychisch gar nicht in der Lage, die brüsseler Belastungen durchzustehen. Da könnte es dann ja passieren, dass die Hälfte der Parlamentarier beim lobbyistischen Durchdrücken von Konzerninteressen (zB ganz aktuell “Gentechnik für alle” und Atomkraft-Förderung) einfach aus den Latschen kippt. :)

Nein, nein, die paar Netsch muss uns die Fitness unserer Abgeordneten schon wert sein – haben ja sonst nichts vom Leben, die armen Teufel. Auf die Psyche zehntausender, die gerade ihren Job verlieren, und mitansehen müssen, wie mit Millionen an öffentlichem Geld um sich geworfen wird, kann man da natürlich keine Rücksicht nehmen…

 

PS: Zwangsgesunderin Androula Vassiliou wird es natürlich auch freuen, wenn die Abgeordneten fit sind – oder zumindest sein könnten, wenn sie wollten… :)

18. Feb. 2009

Ob die ORF-Berichtlinge eigentlich merken, was sie machen und wie sie gefangen sind? Beispiel der heutigen ZiB2:

1. Hier wurde über den Afghanistankrieg berichtet. Was hörten wir da? Gerade die Begriffe “Taliban” und so weiter. Wir hörten und sahen alles aus Sicht der amerikanischen Regierung. Kein Wort davon, dass die amerikanischen Streitmächte eigentlich fremde Besatzungsmächte dieses Landes sind. Es wird wohl stimmen, dass die Talibanherrschaft eine Art Befehlerherrschaft bzw. Diktatur ist. Aber immerhin verhindern die Taliban auch den Anbau von Drogen.

2. Wiederum will die ORF-Mannschaft in Sachen Abschiebungen den Zuseher beeinflussen. Ein Einzelfall in Tirol, wo sich einige Gemeindebürger, auch der Bürgermeister(?), gegen die Abschiebung eines ausländischen “Familienvaters” aussprechen. Ja, jeder, der für Abschiebungen ist, sei ein böser Mensch. Das wollen uns die Meinungsmacher im ORF sagen.

3. Auch das Hinschlagen auf die Zielscheibe Nummer eins der Linken, Martin Graf, darf nicht fehlen. Es sei X und Y hervorgekommen, lässt man Grafgegner zu Wort kommen. Verteidigungsrede darf keiner halten. Die Grundsätze jeder Rechtsordnung, dass auch der Beschuldigte zu Wort kommen darf, werden von den ORF’schen Meinungsbildnern nicht gesehen.

4. Und um auch den zweiten Vertretungsfeind, das BZÖ, zu treffen, stürzt man sich auf die Saualm und klagt den Kärntner Landeshauptmann an.

Kurz zusammengefasst: Wer solche “Freunde” hat, braucht keine Feinde mehr. Alles heimische ist schlecht. Und wir sind Weltenfeind Nummer eins. Das bringt der österreichische Rundfunk mithilfe von Steuergeldern unters Volk.

Dass Deutschland nach einer weltweiten Untersuchung das beliebteste Land der Welt sei (vergleiche hier!), kann man bei diesen Selbstanklagen gar nicht glauben.

Die einzige Frage ist also, ob die Journalisten des ORF das behirnen und bei diesem üblen Spiel mitspielen, oder ob sie das einfältig unreflektiert glauben, was sie im eigenen Fernsehen sehen.

15. Feb. 2009

Die steirische 500-Seelen-Gemeinde Raabau hat sich vorgenommen, bis Jahresende alle Glühbirnen in den Haushalten gegen die grauslichen Energiesparlampen auszutauschen.

Auf den ersten Blick mutet das Vorhaben von Raabau an, als wäre es die Folge einer intellekten Niederkunft eines der beiden berüchtigtsten Steirer überhaupt (Hirt und Wegscheider  :) . Diese Herren verstehen es nämlich ausgezeichnet, im vorauseilenden EU-Gehorsam auf der Bevölkerung herumzutrampeln und diese meist noch dafür zahlen zu lassen. Angenehmes, warmes und unbedenkliches Licht wegen einer (noch nicht einmal verifizierten) Energieeinsparung gegen grausliches Sparlicht, welches noch dazu gesundheitlich bedenklich scheint (warum sonst soll man 1,5 Meter Abstand von den Lampen halten ;) ), auszutauschen, ist und bleibt nämlich eine Schnappsidee. Und zwar auch dann, wenn lediglich ein profilierungssüchtiger Bürgermeister dahinterstecken sollte…

Auf den zweiten Blick ist die Idee zwar noch genau so ein Unsinn, aber man ekennt da die Strategie, wie dieser Unsinn verwirklicht werden soll – und die lässt dann doch aufhorchen:

“Mit einem örtlichen Elektrohändler wurden Energiesparlampen zum Großhandelspreis eingekauft, womit der Umstieg günstiger kommt. Zusätzlich bekommen die Raabauer noch 20 Prozent des Kaufpreises von der Gemeinde zurück.” steht auf orf.at.

Da könnte sich die EU, die ja vor lauter CO2 den Allerwertesten sowieso nicht mehr zusammen kriegt, von den Steirern eine Scheibe abschneiden. Könnte man das in der EU nicht auch so machen, um erneuerbare Energie zu forcieren? Beispielsweise könnte sich die EU vornehmen, in 10 Jahren alle Gebäudedächer innerhalb der Union mit Photovoltaikzellen zuzupflastern und von den Erzeugern verbindliche Angebote für die Lieferung der Zellen anfordern. Was würde da wohl für ein Preis herauskommen, wenn ein verlässlicher Kunde auf 10 Jahre die Jahresproduktion (oder noch mehr) ordert? Und was würde alleine schon so eine Idee für einen Schub in entsprechende Technologien und was für einen Druck auf den Ölpreis (niedrigere Produktpreise könnte man in der Folge per Steuer abschöpfen und wieder in Erneuerbare stecken)  bewirken?

Aber was soll´s – alles nur Träumerei. Bei solchen Maßnahmen würden ja die Bürger die Profiteure sein und in der lobbyismuszerfressenen Erokratie ist so etwas denkunmöglich. Da sind alle – wirklich alle – Maßnahmen danach ausgerichtet, dass davon (auf Kosten der Bürger) ausschließlich die Konzerne der Magnaten profitieren…

13. Feb. 2009

In der katholischen Kirche fliegen zur Zeit derart die Fetzen, dass da sogar die Grünen noch was lernen könnten… :)

Rechte Harmonie hat sich zwischen dem gemäßigten Kirchenflügel und dem gegenwärtigen Papst (der eben ziemlich daran laboriert, dass er einige Ultras reanimiert hat) sowieso noch nie eingestellt. Aber jetzt nach der Bischofernennung in Oberösterreich ist endgültig Schluss mit lustig – Frieden und Eintracht ist sowieso was für Weicheier. Gerhard Maria Wagner kann tun was er will, richtig wird er nichts mehr machen können – alles was sagt, wird zerlegt. Und zu finden ist da immer was, ist doch der neue Bischof in seinen Aussagen recht konservativ – um es nicht fundamental zu nennen.

Nun ist aber auch der vorarlberger Bischof Elmar Fischer in die Schusslinie geraten. Und dabei wollte sonst nichts, als seinem bedrängten Kollegen aus Oberösterreich etwas beistehen. Dabei hat er sich (wie Bischof Wagner zuvor auch) zu der Aussage verstiegen, Homosexualität wäre heilbar.

Wie es nun beim Oberösterreicher diesbezüglich steht, weiß ich nicht, aber der Vorarlberger hat schon am nächsten Tag reumütig zurückgerudert und sich entschuldigt. Er sei von einem “offenkundig nicht mehr letztaktuellen wissenschaftlichen Stand der Literatur” ausgegangen, es sei ihm fern gelegen, “Menschen zu verletzen“, und er möchte sich in “aller Form für die gestrigen Aussagen entschuldigen“. Also etwas genauer hätte der gute Mann sich schon ausdrücken sollen. Wie sollen sich Leute wie ich, die weder kirchlich noch homosexuell recht bewandert sind, da auskennen? Meint Bischof Fischer jetzt etwa, Homosexualität sei doch nicht heilbar? ;)

11. Feb. 2009

Inhaltlich ist die Ausbeute der Regierungssitzung im Tiroler Sillian mager: Zu Kernfragen der Tagespolitik schlägt die Bundesregierung nur oberflächliche Lösungen mit dem falschen Werkzeug vor, als ob man mit einer Haushaltsschere den Rasen eines Fußballplatzes mähen will (bis man durch ist, ist er anderwo schon wieder nachgewachsen).

Dafür kann man das Ausweichen mit den Regierungssitzungen in die Länder als gutes Zeichen einer Hinwendung zum Volk verstehen. Wenn die Sitzungen nur in Wien stattfinden, ist die Regierung nur von den Verhältnissen in dieser Bundeshauptstadt, die immer schon das Tor zur Welt sein wollte, geprägt. Tagen die Bundesdiener und der Kanzler aber am Land, wird ihnen stärker bewusst, für wen sie eigentlich regieren: Für den einfachen Menschen auch im Dorf, und ganz sicher nicht für das Ausland oder die weite Welt, wie Wiener Zeitungen oft unterschieben.

7. Feb. 2009

Rauchen ist die Hauptursache von Lungenkrebs, das steht fest – angeblich…

Nun lese ich auf ORF-Science, dass der Zigarettenkonsum in Österreich stetig steigt. Das ist ja auch einer der vorgeschobenen Gründe für das Kreuzrittertum in Sachen Raucher-Bekämpfung. Soweit, so gut oder schlecht – je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet.

Gleichzeitig lese ich im Online-Kurier, dass zwischen 1995 und 2005 die Lungekrebsfälle in Österreich um 19 Prozent gesunken sind:

“Die Rate der bösartigen Lungentumore – zweithäufigste Tumorart bei Männern – ist um 19 Prozent gesunken, die Sterblichkeit sogar um 24 Prozent.”

Jetzt kenne ich mich aber nicht mehr aus. Rauchen = Lungenkrebs ist doch die wissenschaftliche Totschlagformel der Zwangsgesunder und nun geht das Lungenkrebsgeschehen bei steigendem Zigarettenkonsum zurück? Da ist doch irgend etwas nicht stimmig – oder?

Also beim besten Willen, ich versteh´s nicht. Aber vielleicht wird mir das ja irgendwann einmal irgendwer verständlich und nachvollziehbar erklären können. Vielleicht auch gleich, warum das damalige Experiment zum Nachweis, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht, zunächst fehlschlug ;) , weil die extrem berauchten Goldhamster keinen Krebs bekamen (ja, sie sogar gesünder waren, als die nicht berauchte Kontrollgruppe)?

5. Feb. 2009

Dass die EU im Zweifel immer gegen die Bevölkerung und für die Konzerne entscheidet, ist mir hinlänglich klar. Warum also sollte es denn beim “Medina Report” anders sein…

Offiziell geht es bei dem Bericht, der bereits den Justizausschuss passiert hat, um die “Harmonisierung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“. Große Verfechter von “Medina“, der dem Parlament ohne Diskussion und Abänderungsmöglichkeit zur Abstimmung vorgelegt werden soll, sind angeblich (in trauter Einigkeit) die Konservativen und die Sozialdemokraten. Interessant ist, dass in dem Bericht genau jene Passagen aus dem Telekompaket, welche damals das EU-Parlament abgelehnt hat, wieder vorhanden sind. Damals ist es ja nicht durchgegangen, die Provider zu zwingen, sämtlichen Datenverkehr zu filtern und die Kunden bei illegalen Downloads zu sperren.

Das wäre ja noch schöner, wenn das EU-Parlament die eingesickerte Lobbyistenbande daran hindern könnte, den Unterhaltungskonzernen dienlich zu sein. Die sollen gefälligst noch einmal – und diesmal aber richtig – abstimmen, sonst… – wird der Mist wieder und wieder vorgelegt und sie können so lange abstimmen, bis sie schwarz werden. Also mangelnde Demokratie kann man der EU sicher nicht vorwerfen, wenn über eine Sache so oft abgestimmt wird… :)

Bis hierhin könnte man ja noch lachen, denn es muss ja nicht so sein, wie es scheint. Aber auf der ORF-Futurezone steht ua geschrieben:

“Nicht ganz überraschend ist Jannely Fourtou, die Ehefrau des derzeitigen Aufsichtsratsvorsitzenden des französischen Medienkonzerns Vivendi, Jean-Rene Fourtou, Mitverfasserin des Berichts.

Ebenso wenig überraschend ist die permanente Wiederkehr von Forderungen einer bestimmten Industrielobby in immer neuen Initiativen, Ausschussberichten, Lesungen etc., auch wenn sie das Parlament mit großen Mehrheiten geändert oder gestrichen hat.”

Hier ist mir das Lachen vergangen, denn wie es ausschaut ist es wirklich so, wie es scheint… ;)

 

PS: Man muss diese Hinterfotzigkeit der Lobbyistenbande (innerhalb und außerhalb der Gremien ;) ) aber auch positiv sehen. So können die Parlamentarier noch vor der Wahl dokumentieren, auf welcher Seite sie stehen…

3. Feb. 2009

Der frisch niedergekommene Messias von Amerika beginnt seine Mission und hat auch gleich eine Prüfung für Europa parat…

Buy America” tönt es für jene Firmen, die in den USA im Rahmen des 825 Milliarden Dollar Anti-Rezessions-Pakets öffentliche Aufträge erhalten wollen. Man meint damit, dass diese Firmen nur amerikanische Stahlprodukte dafür kaufen dürfen. Die europäischen Stahlkocher würden da natürlich durch die hochofengeschwärzten Griffel schauen.

Auf der anderen Seite bietet Barack Obama natürlich auch was an. Er würde in selbstloser Weise sein Guantanamo-Problem auslagern und Europa die dort noch einsitzenden Gefangenen gratis überlassen. Fair ist fair, das muss man dem Mann lassen ;)

In der EU muckt man noch ein wenig. Die Stahl-Kröte will nicht so recht munden und die ausgelobten Guantanamo-Häftliche mögen auch nicht gar so viele haben. Aber ein großer Prophet muss man nicht sein, um vorherzusagen, dass wir am Ende beides haben werden – viel übrigen Stahl und die Guantanamo-Insassen. Denn wer könnte einem Messias schon was abschlagen… :)

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