Ob die ORF-Berichtlinge eigentlich merken, was sie machen und wie sie gefangen sind? Beispiel der heutigen ZiB2:
1. Hier wurde über den Afghanistankrieg berichtet. Was hörten wir da? Gerade die Begriffe “Taliban” und so weiter. Wir hörten und sahen alles aus Sicht der amerikanischen Regierung. Kein Wort davon, dass die amerikanischen Streitmächte eigentlich fremde Besatzungsmächte dieses Landes sind. Es wird wohl stimmen, dass die Talibanherrschaft eine Art Befehlerherrschaft bzw. Diktatur ist. Aber immerhin verhindern die Taliban auch den Anbau von Drogen.
2. Wiederum will die ORF-Mannschaft in Sachen Abschiebungen den Zuseher beeinflussen. Ein Einzelfall in Tirol, wo sich einige Gemeindebürger, auch der Bürgermeister(?), gegen die Abschiebung eines ausländischen “Familienvaters” aussprechen. Ja, jeder, der für Abschiebungen ist, sei ein böser Mensch. Das wollen uns die Meinungsmacher im ORF sagen.
3. Auch das Hinschlagen auf die Zielscheibe Nummer eins der Linken, Martin Graf, darf nicht fehlen. Es sei X und Y hervorgekommen, lässt man Grafgegner zu Wort kommen. Verteidigungsrede darf keiner halten. Die Grundsätze jeder Rechtsordnung, dass auch der Beschuldigte zu Wort kommen darf, werden von den ORF’schen Meinungsbildnern nicht gesehen.
4. Und um auch den zweiten Vertretungsfeind, das BZÖ, zu treffen, stürzt man sich auf die Saualm und klagt den Kärntner Landeshauptmann an.
Kurz zusammengefasst: Wer solche “Freunde” hat, braucht keine Feinde mehr. Alles heimische ist schlecht. Und wir sind Weltenfeind Nummer eins. Das bringt der österreichische Rundfunk mithilfe von Steuergeldern unters Volk.
Dass Deutschland nach einer weltweiten Untersuchung das beliebteste Land der Welt sei (vergleiche hier!), kann man bei diesen Selbstanklagen gar nicht glauben.
Die einzige Frage ist also, ob die Journalisten des ORF das behirnen und bei diesem üblen Spiel mitspielen, oder ob sie das einfältig unreflektiert glauben, was sie im eigenen Fernsehen sehen.
Die einseitige Berichterstattung ist natürlich anzuprangern; allerdings wohlwollend auf Kritik an den Vorgängen im eigenen Land zu verzichten kannst und solltest du nicht verlangen. Eine Nachrichtensendung ist nicht dazu da, die anderen schlecht zu machen und die eigene Nation hoch leben zu lassen, sondern um einerseits zu bereichten, andererseits einen (selbst-)kritischen Diskurs entstehen zu lassen.
19. Feb. 2009 | #
Ja, das stimmt. Es sollte aber möglich sein, einen Tadel (Kritik) aufbauend (konstruktiv) auszudrücken.
21. Feb. 2009 | #
Die USA sind keine Besatzungsmacht, sondern bleiben auf Wunsch und zum Schutz der demokratisch gewählten Reigerung im Land. Die Taliban wurden niemals von irgendwem gewählt und den Drogenanbau hatten sie nur kurzfristig verboten, als sie fest im Sattel der Macht saßen und das Geld nicht brauchten. Momentan haben sie überhaupt nichts gegen das Opium, solange sie ihren Anteil bekommen.
24. Feb. 2009 | #